Börse Frankfurt am Morgen: Verluste, Rheinmetall nach Zahlen im Plus


22.02.12 10:01
aktiencheck.de

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes tendieren nach den Kursverlusten vom Vortag im frühen Mittwochhandel wieder moderat im Minus. Nach der Einigung auf ein neues Rettungspaket für Griechenland halten sich die Investoren mit Neuengagements zurück. Der DAX verliert aktuell 0,37 Prozent auf 6.882,28 Punkte, während der MDAX um 0,33 Prozent auf 10.433,53 Stellen fällt. Für den SDAX geht es derweil um 0,39 Prozent auf 5.094,35 Zähler nach unten. Der TecDAX verschlechtert sich um 0,24 Prozent auf 783,49 Punkte. Der Bund-Future verliert 0,02 Prozent auf 137,93 Punkte, während sich der Euro um 0,06 Prozent auf 1,3237 US-Dollar verbilligt.

Der Auftragseingang in Betrieben des deutschen Bauhauptgewerbes mit 20 und mehr Beschäftigten verzeichnete im Dezember 2011 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes einen Anstieg. Gegenüber dem Vorjahresmonat kletterten die Eingänge preisbereinigt um 14,1 Prozent, wobei die Nachfrage im Hochbau um 16,0 Prozent und im Tiefbau um 11,8 Prozent zulegte.

Nachdem sich die Indizes an der Wall Street am Freitag uneinheitlich in das Wochenende verabschiedet hatten und am Montag in den USA feiertagsbedingt nicht gehandelt wurde, präsentierten sie sich am Dienstag zum Auftakt der neuen Handelswoche ebenfalls unentschlossen. Das nunmehr beschlossene neue Hilfspaket für Griechenland konnte keine nachhaltigen Impulse liefern. Der Dow Jones, der im Verlauf erstmals seit Mai 2008 über die runde 13.000er-Marke geklettert war, schloss mit einem Plus von 0,12 Prozent bei 12.965,69 Punkten. Dagegen verlor der NASDAQ Composite 0,11 Prozent auf 2.948,57 Zähler. Für den S&P 500 ging es um 0,07 Prozent auf 1.362,21 Punkte nach oben.

BASF geben um 0,5 Prozent nach. Der Chemiekonzern erhöht mit sofortiger Wirkung in Europa seine Verkaufspreise für Ethanolamine (EOA). So werden die Preise für MEOA um 70 Euro und für DEOA sowie TEOA um 90 Euro pro Tonne bzw. um die entsprechenden Beträge in Landeswährung angehoben. Die Preiserhöhung wird auch für bestehende Lieferverträge wirksam, sobald bzw. soweit deren Bedingungen dies zulassen. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren finden sich unterdessen Fresenius mit einem Zugewinn von 0,9 Prozent wieder, während am Indexende Deutsche Lufthansa mit einem Abschlag von 2,2 Prozent hinterherfliegen.

Rheinmetall verteuern sich um 1,1 Prozent, nachdem der Rüstungskonzern bekannt gab, dass man im Geschäftsjahr 2011 nach vorläufigen Zahlen beim Umsatz und beim Ergebnis deutlich zugelegt hat, wobei das vorläufige Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf Konzernebene einen neuen Höchstwert erreichte. Dabei zeichnete sich der Unternehmensbereich Automotive durch eine besonders erfreuliche Entwicklung beim Umsatz mit einem überproportionalen Wachstum beim Ergebnis aus. Der Umsatz erhöhte sich um rund 12 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 3,99 Mrd. Euro. Das Ergebnis ist überproportional gestiegen: So kletterte das EBIT im Vergleich zum Vorjahr um 19 Prozent auf 354 Mio. Euro. Damit erhöht sich die EBIT-Rendite im Konzern von 7,4 Prozent (2010) auf 7,9 Prozent im Geschäftsjahr 2011. Beim Ergebnis vor Steuern (EBT) erreicht Rheinmetall im Konzern mit 295 Mio. Euro ebenfalls einen neuen Bestwert. Gegenüber dem Vorjahr ist das EBT 29 Prozent gestiegen.

Im TecDAX geht es für Dialog Semiconductor als schwächster Wert um 6,2 Prozent nach unten. Der Anbieter von hochintegrierten, innovativen Halbleiterlösungen für Powermanagement, Audio und energieeffizienter drahtloser Kommunikation im Nahbereich hat sowohl im vierten Quartal als auch im Gesamtjahr 2011 einen Gewinnsprung erzielt. Dabei profitierte der Konzern u.a. von einem anhaltenden Erfolg bei Design Wins für das Powermanagement von Smartphones und Tablet-PCs, der Akquisition bzw. erfolgreichen Integration von SiTel Semiconductor sowie Neukunden. So wuchs der Umsatz im vierten Quartal 2011 um 96,5 Prozent auf 172,1 Mio. US-Dollar. Dieses Umsatzwachstum wurde vorwiegend durch den Erfolg der eigenen Kunden am Smartphone- und Tablet PC-Markt getragen. Der Konzerngewinn nach IFRS lag bei 19,1 Mio. US-Dollar. Im Gesamtjahr betrug der Umsatz 527,3 Mio. US-Dollar, was einer Zunahme von 77,8 Prozent gegenüber dem Geschäftsjahr 2010 entspricht. Das Betriebsergebnis nach IFRS erreichte 61,6 Mio. US-Dollar (Vorjahr: 45,3 Mio. US-Dollar) bzw. 79,8 Mio. US-Dollar (Vorjahr: 56,2 Mio. US-Dollar) auf bereinigter Basis.

Grammer fahren mit einem Abschlag von 0,1 Prozent hinterher. Der Automobilzulieferer konnte nach vorläufigen Zahlen das Geschäftsjahr 2011 mit einem Rekordergebnis abschließen. So wuchs der Umsatz um 18 Prozent auf 1,09 Mrd. Euro, nach 929,7 Mio. Euro im Vorjahr. Grammer profitierte im abgelaufenen Geschäftsjahr von der weltweit dynamischen Entwicklung in den Märkten für Landtechnik und Lkw sowie der hohen Exporttätigkeit der deutschen Automobilhersteller. Neben der anhaltend hohen Nachfrage trugen auch zahlreiche Produktneuanläufe zum Umsatzwachstum bei. Das vorläufige Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg von 32,9 Mio. auf 49,0 Mio. Euro. Die EBIT-Marge erreicht voraussichtlich 4,5 Prozent, nach 3,5 Prozent im Vorjahr.

DAX: 6.882,28 (-0,37 Prozent) MDAX: 10.433,53 (-0,33 Prozent) SDAX: 5.094,35 (-0,39 Prozent) TecDAX: 783,49 (-0,24 Prozent) (22.02.2012/ac/n/m)





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