Börse Frankfurt Schluss: Im Minus, Commerzbank im Aufwind
07.02.12 18:18
aktiencheck.de
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die deutschen Standardwerte mussten heute Abschläge hinnehmen. Dabei belastete erneut die Hängepartie um das hoch verschuldete Euro-Mitglied Griechenland die Gemüter der Investoren. Sollte sich nicht bald eine Einigung ergeben, droht Griechenland die Staatspleite. Der DAX verlor zuletzt 0,16 Prozent auf 6.754,20 Punkte. Der MDAX gab um 0,66 Prozent nach auf 10.306,48 Stellen. Für den SDAX ging es derweil um 0,67 Prozent nach unten auf 4.924,98 Zähler, während der TecDAX um 0,76 Prozent auf 763,75 Punkte verlor. Der Bund Future verlor zuletzt 0,49 Prozent auf 137,95 Zähler, während der Euro um 0,97 Prozent auf 1,3244 Dollar anzog.
In den USA tendieren die wichtigsten Indizes zur Stunde mit bis zu 0,25 Prozent im Plus. In Deutschland stehen morgen konjunkturseitig die Zahlen zum deutschen Außenhandel und zum Umsatz im verarbeitenden Gewerbe und im Bergbau für Dezember 2011 auf der Agenda. Aus den USA werden die MBA-Hypothekenanträge gemeldet.
Im DAX präsentierte sich heute die Aktie des Düngemittelherstellers K+S mit Zugewinnen von 1,5 Prozent. Dabei konnte der Wert von positiven Geschäftszahlen des norwegischen Konkurrenten Yara International profitieren, der zuvor für das vierte Quartal mit einem überraschend deutlichen Gewinnanstieg aufwarten konnte. Anteilsscheine der Commerzbank positionierten sich mit einem Zugewinn von 3,2 Prozent an der Spitze des DAX.
Leichte Zugewinne waren daneben auch bei der Deutschen Telekom auszumachen. Die Geschäftskundensparte T-Systems will einem Medienbericht zufolge viel mehr Arbeit in Ländern mit niedrigen Löhnen erledigen lassen. Das sagte Reinhard Clemens, Vorstand der Deutsche Telekom AG und Leiter von T-Systems, in einem Zeitungsinterview. "Aktuell erledigen Programmierer und Techniker in Ländern mit besonders günstigen Löhnen rund ein Viertel der Arbeit, 2015 sollte dieser Offshore-Anteil bei 40 bis 50 Prozent liegen. So entfällt hierzulande ein entsprechender Anteil - bei Freiberuflern und Partnerfirmen, aber auch Mitarbeitern." Gleichzeitig beschrieb es Clemens als "Kraftakt", 1 Mrd. Euro bis 2015 einzusparen, indem zusätzlich unter dem Dach der T-Systems die gesamte interne Computertechnik der Telekom zusammengezogen wird. Betriebsbedingte Kündigungen schloss Clemens aus: "Wenn wir Personalumbau machen, dann ist der auch sozialverträglich."
Knapp im Minus notierte heute die Aktie der Deutschen Lufthansa. Einem Medienbericht zufolge will der Vorstandschef der führenden deutschen Fluglinie, Christoph Franz die operative Rendite der Fluggesellschaft langfristig auf 8 Prozent steigern. Das neue Sparziel von 1,5 Mrd. Euro will Franz unter anderem über einen Personalabbau in noch unbekannter Größenordnung sowie eine straffere Konzernstruktur erreichen, bei der einige Konzerntöchter Teile ihrer bisherigen Eigenverantwortung abgeben müssen. Bei Daimler waren angesichts negativer Analystenkommentare größere Abschläge von 1,8 Prozent auszumachen. Einem Pressebericht zufolge will der Konzern gegen die ausufernde Masse von Vorschriften für seine Mitarbeiter vorgehen. "Wir haben uns im vergangenen Jahr auf den Weg gemacht, die Regelwerke zu entschlacken", sagte Christine Hohmann-Dennhardt, Vorstand für Integrität und Recht, in einem Zeitungsinterview. Zu ihrem Amtsantritt habe sie insgesamt 1.800 bestehende Regeln vorgefunden. "Wir haben die Zahl mittlerweile auf knapp 1.000 verringert. Und wir sind noch längst nicht am Ende." Schlusslicht im DAX war die Aktie von BMW, die rund 2 Prozent leichter tendierte.
Im MDAX zeigten sich Wacker Chemie mit Zugewinnen von 3,4 Prozent an der Spitze. Anteilsscheine von TUI legten an zweiter Stelle um 2,7 Prozent zu, nachdem die britische Konzerntochter TUI Travel den Verlust im ersten Quartal leicht reduzieren konnte.
Am unteren Ende waren hingegen bei der Optikerkette Fielmann Abschläge von knapp 7 Prozent auszumachen. Wie Europas führende Optikerkette heute auf Basis vorläufiger Berechnungen verkündete, lag der Konzernumsatz im abgelaufenen Fiskaljahr demnach mit 1,05 Mrd. Euro über dem Vorjahreswert von 994 Mio. Euro. Das Vorsteuerergebnis liegt voraussichtlich bei 172 Mio. Euro, nach 170,3 Mio. Euro im Vorjahr. Der Jahresüberschuss erreichte nach vorläufigen Berechnungen 124 Mio. Euro, nach 120,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Im Anschluss zeigte sich Fielmann zuversichtlich, seine Marktanteile weiter ausbauen zu können.
Schwächer präsentierte sich auch die Aktie des Hafenbetreibers HHLA. Am Morgen hatte der Konzern vorläufige Geschäftszahlen für das abgelaufene Fiskaljahr vorgelegt und dabei einen Umsatz- und Ergebnisanstieg ausgewiesen. Zuletzt musste die Aktie nach anfänglichen Aufschlägen 1,6 Prozent abgeben.
Der Baukonzern HOCHTIEF musste ebenfalls Federn lassen, obwohl die australische Tochter Leighton (ISIN AU000000LEI5 / WKN 856187) einen weiteren Großauftrag an Land ziehen konnte. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, wurde die Leighton-Tochter Thiess Pty. Ltd. von dem Minenkonzern Oz Minerals mit der Erweiterung der in Südaustralien gelegenen Prominent Hill Copper and Gold Mine beauftragt. Das Rahmenabkommen mit einer Laufzeit von sechs Jahren hat einen Gesamtauftragswert von rund 1 Mrd. Australischen Dollar (AUD). Zuletzt verbilligten sich Anteilsscheine von HOCHTIEF um 1,2 Prozent.
Im TecDAX konnte centrotherm an der Spitze rund 4 Prozent zulegen. Daneben waren auch Drägerwerk und Q-Cells bei den Investoren gefragt. Am unteren Ende gaben SMA Solar um 3,3 Prozent ab.
Im SDAX musste die Aktie der Fluggesellschaft Air Berlin Einbußen von 0,9 Prozent hinnehmen, nachdem die zweitgrößte deutsche Airline am Morgen ein Minus bei den Passagierzahlen für den Monat Januar ausgewiesen hatte. Leichte Zugewinne sind unterdessen beim Online-Broker comdirect bank auszumachen. Unternehmensangaben zufolge erhöhte sich die Kundengesamtzahl der comdirect Gruppe Ende Januar auf 2.639.216 (Dezember 2.630.525). Es wurden 1.682.260 Wertpapierdepots geführt (Dezember: 1.683.301), und das betreute Kundengesamtvermögen lag im Januar bei 43,27 Mrd. Euro (Dezember: 41,59 Mrd. Euro). Zuletzt verlor die Aktie von comdirect 1,7 Prozent. An der Spitze des SDAX stand Praktiker mit Aufschlägen von über 9 Prozent, während Anteilsscheine von Bauer am unteren Ende 4,8 Prozent abgaben.
DAX: 6.654,20 (-0,16 Prozent) MDAX: 10.306,48 (-0,66 Prozent) SDAX: 4.924,98 (-0,67 Prozent) TecDAX: 763,75 (-0,76 Prozent)
(07.02.2012/ac/n/m)
In den USA tendieren die wichtigsten Indizes zur Stunde mit bis zu 0,25 Prozent im Plus. In Deutschland stehen morgen konjunkturseitig die Zahlen zum deutschen Außenhandel und zum Umsatz im verarbeitenden Gewerbe und im Bergbau für Dezember 2011 auf der Agenda. Aus den USA werden die MBA-Hypothekenanträge gemeldet.
Im DAX präsentierte sich heute die Aktie des Düngemittelherstellers K+S mit Zugewinnen von 1,5 Prozent. Dabei konnte der Wert von positiven Geschäftszahlen des norwegischen Konkurrenten Yara International profitieren, der zuvor für das vierte Quartal mit einem überraschend deutlichen Gewinnanstieg aufwarten konnte. Anteilsscheine der Commerzbank positionierten sich mit einem Zugewinn von 3,2 Prozent an der Spitze des DAX.
Leichte Zugewinne waren daneben auch bei der Deutschen Telekom auszumachen. Die Geschäftskundensparte T-Systems will einem Medienbericht zufolge viel mehr Arbeit in Ländern mit niedrigen Löhnen erledigen lassen. Das sagte Reinhard Clemens, Vorstand der Deutsche Telekom AG und Leiter von T-Systems, in einem Zeitungsinterview. "Aktuell erledigen Programmierer und Techniker in Ländern mit besonders günstigen Löhnen rund ein Viertel der Arbeit, 2015 sollte dieser Offshore-Anteil bei 40 bis 50 Prozent liegen. So entfällt hierzulande ein entsprechender Anteil - bei Freiberuflern und Partnerfirmen, aber auch Mitarbeitern." Gleichzeitig beschrieb es Clemens als "Kraftakt", 1 Mrd. Euro bis 2015 einzusparen, indem zusätzlich unter dem Dach der T-Systems die gesamte interne Computertechnik der Telekom zusammengezogen wird. Betriebsbedingte Kündigungen schloss Clemens aus: "Wenn wir Personalumbau machen, dann ist der auch sozialverträglich."
Knapp im Minus notierte heute die Aktie der Deutschen Lufthansa. Einem Medienbericht zufolge will der Vorstandschef der führenden deutschen Fluglinie, Christoph Franz die operative Rendite der Fluggesellschaft langfristig auf 8 Prozent steigern. Das neue Sparziel von 1,5 Mrd. Euro will Franz unter anderem über einen Personalabbau in noch unbekannter Größenordnung sowie eine straffere Konzernstruktur erreichen, bei der einige Konzerntöchter Teile ihrer bisherigen Eigenverantwortung abgeben müssen. Bei Daimler waren angesichts negativer Analystenkommentare größere Abschläge von 1,8 Prozent auszumachen. Einem Pressebericht zufolge will der Konzern gegen die ausufernde Masse von Vorschriften für seine Mitarbeiter vorgehen. "Wir haben uns im vergangenen Jahr auf den Weg gemacht, die Regelwerke zu entschlacken", sagte Christine Hohmann-Dennhardt, Vorstand für Integrität und Recht, in einem Zeitungsinterview. Zu ihrem Amtsantritt habe sie insgesamt 1.800 bestehende Regeln vorgefunden. "Wir haben die Zahl mittlerweile auf knapp 1.000 verringert. Und wir sind noch längst nicht am Ende." Schlusslicht im DAX war die Aktie von BMW, die rund 2 Prozent leichter tendierte.
Am unteren Ende waren hingegen bei der Optikerkette Fielmann Abschläge von knapp 7 Prozent auszumachen. Wie Europas führende Optikerkette heute auf Basis vorläufiger Berechnungen verkündete, lag der Konzernumsatz im abgelaufenen Fiskaljahr demnach mit 1,05 Mrd. Euro über dem Vorjahreswert von 994 Mio. Euro. Das Vorsteuerergebnis liegt voraussichtlich bei 172 Mio. Euro, nach 170,3 Mio. Euro im Vorjahr. Der Jahresüberschuss erreichte nach vorläufigen Berechnungen 124 Mio. Euro, nach 120,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Im Anschluss zeigte sich Fielmann zuversichtlich, seine Marktanteile weiter ausbauen zu können.
Schwächer präsentierte sich auch die Aktie des Hafenbetreibers HHLA. Am Morgen hatte der Konzern vorläufige Geschäftszahlen für das abgelaufene Fiskaljahr vorgelegt und dabei einen Umsatz- und Ergebnisanstieg ausgewiesen. Zuletzt musste die Aktie nach anfänglichen Aufschlägen 1,6 Prozent abgeben.
Der Baukonzern HOCHTIEF musste ebenfalls Federn lassen, obwohl die australische Tochter Leighton (ISIN AU000000LEI5 / WKN 856187) einen weiteren Großauftrag an Land ziehen konnte. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, wurde die Leighton-Tochter Thiess Pty. Ltd. von dem Minenkonzern Oz Minerals mit der Erweiterung der in Südaustralien gelegenen Prominent Hill Copper and Gold Mine beauftragt. Das Rahmenabkommen mit einer Laufzeit von sechs Jahren hat einen Gesamtauftragswert von rund 1 Mrd. Australischen Dollar (AUD). Zuletzt verbilligten sich Anteilsscheine von HOCHTIEF um 1,2 Prozent.
Im TecDAX konnte centrotherm an der Spitze rund 4 Prozent zulegen. Daneben waren auch Drägerwerk und Q-Cells bei den Investoren gefragt. Am unteren Ende gaben SMA Solar um 3,3 Prozent ab.
Im SDAX musste die Aktie der Fluggesellschaft Air Berlin Einbußen von 0,9 Prozent hinnehmen, nachdem die zweitgrößte deutsche Airline am Morgen ein Minus bei den Passagierzahlen für den Monat Januar ausgewiesen hatte. Leichte Zugewinne sind unterdessen beim Online-Broker comdirect bank auszumachen. Unternehmensangaben zufolge erhöhte sich die Kundengesamtzahl der comdirect Gruppe Ende Januar auf 2.639.216 (Dezember 2.630.525). Es wurden 1.682.260 Wertpapierdepots geführt (Dezember: 1.683.301), und das betreute Kundengesamtvermögen lag im Januar bei 43,27 Mrd. Euro (Dezember: 41,59 Mrd. Euro). Zuletzt verlor die Aktie von comdirect 1,7 Prozent. An der Spitze des SDAX stand Praktiker mit Aufschlägen von über 9 Prozent, während Anteilsscheine von Bauer am unteren Ende 4,8 Prozent abgaben.
DAX: 6.654,20 (-0,16 Prozent) MDAX: 10.306,48 (-0,66 Prozent) SDAX: 4.924,98 (-0,67 Prozent) TecDAX: 763,75 (-0,76 Prozent)
(07.02.2012/ac/n/m)
Artikelsuche
mehr >Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 6.339,94 | 6.315,89 | 24,05 | +0,38% | 25.05./17:45 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0008469008 | 846900 | 7.524 | 4.966 | |
Werte im Artikel
Weitere Analysen & News
mehr >25.05.12, aktiencheck.de
Wochenrückblick KW 21
25.05.12, aktiencheck.de
Börse Frankfurt Schluss: DAX knapp im Plus [...]
25.05.12, Erste Bank
DAX gewinnt auf Wochensicht 0,11%
25.05.12, scoach.de
DAX durch Eindeckungskäufe gestützt
25.05.12, aktiencheck.de
Börse Frankfurt am Mittag: Stimmung trübt [...]
|







