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Börse Frankfurt-News: Fonds: Dividenden reizen




14.06.18 13:45
dpa-AFX

FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - Fondsanleger setzten bevorzugt auf in US-Dollar geführte Portfolios mit


Dividenden- und Technologieaktien.

Auch chinesische Unternehmen sind in


Teilen gefragt.



14. Juni 2018. Das Auf und Ab an den internationalen Aktienbörsen belebt das


Geschäft mit aktiv verwalteten Fonds. "Wir hatten in den vergangenen Wochen


ausgesprochen gut zu tun", meldet Andreas Kehnen von der Baader Bank.


Anleger fokussierten sich derzeit tendenziell auf global engagierte


Portfolios, die häufig in US-Dollar notiert sind. Einen klaren Kaufüberhang


sieht der Händler etwa für den Morgan Stanley Global Opportunity Fund (WKN


A1H6XK).



Ebenso rückten Dividenden stärker in den Fokus. Besonders häufig zum Tragen


käme der Fidelity Funds Global Dividends (WKN A1JSY0) "Bei diesem Fonds


dominieren klar die Zuflüsse." Verkäufe hielten sich bei Portfolios mit


Dividenden-Fokus insgesamt in Grenzen.



Zumeist Abgaben registriert Kehnen etwa für M&G Global Basics (WKN 797735),


der weltweit in Aktien von Unternehmen investiert, die in der


Grundstoffindustrie aktiv sind.



Trump könnte auch bluffen



Zurückhaltender agierten Investoren hinsichtlich Aktienportfolios aus dem


asiatischen Raum. Kehnen sieht einen Zusammenhang mit den schwelenden


Handelsstreitigkeiten. "Anleger können die Situation schwer einschätzen."


Spitze sich die Lage zu, würde die chinesische Wirtschaft zweifellos


getroffen. "Donald Trump ist aber auch ein Spieler und könnte durchaus


bluffen." Käufer der in US-Dollar geführten UBS Equity Fund - China


Opportunity (WKN 986579) und Schroder ISF Emerging Asia (WKN A0BMNX)


scheinen auf diese Version zu setzen. "Hier sehen wir recht viel Bewegung


und kaum Abgaben."



Deutlich gestiegenes Interesse gebe es zudem an Geldmarktfonds. Die Verkäufe


des US-Dollar Fonds Deutsche Floating Rate Notes (WKN 972167) verbucht der


Fondsspezialist unter Gewinnmitnahmen.



Sorge vor knappem US-Dollar



Einen Bogen zu Diskussionen über eine sich womöglich anbahnende US-Dollar-


Knappheit spannt Jan Duisberg hinsichtlich der steigenden Umsätze von


Anteilen an Fonds mit lateinamerikanischem Anstrich. Nennenswerte Abflüsse


registriere der Händler der ICF Bank beim HSBC Brazil Equity (WKN A0DJ0P)


und BGF Latin America Fund (WKN 987139). Gleichzeitig hätten Investoren sich


mit dem Threadneedle Latin America Fund (WKN 987673) unterm Strich


eingedeckt.



Zinserhöhungen in den Vereinigten Staaten, höhere Rohölpreise und eine


Ausweitung der Handelskonflikte könnten nach Ansicht von Duisberg Länder wie


Brasilien besonders hart treffen. In Zeiten extrem niedriger Leitzinsen


hätten sich Schwellenländer verstärkt in US-Dollar verschuldet. Der


Internationale Währungsfonds nennt Schätzungen, nachdem seit Ausbruch der


Finanzkrise weltweit rund 60 Billionen US-Dollar aus dem Nichts erschaffen


worden sein. Die Zinserhöhungen in den USA - die Fed hat den Leitzins um 25


Basispunkte auf 1,75-2,00 Prozent angehoben - führten nun dazu, dass die US-


Dollar-Schulden deutlich schwerer zu begleichen seien. Zudem ebbe das


weltweite Wirtschaftswachstum ab und Dollar-Liquidität ströme in die USA


zurück. Abzulesen sei die Entwicklung unter anderem an den nachgebenden


Währungen insbesondere der Entwicklungsländer gegenüber dem US-Dollar.



Setzen auf die Zukunft



In erster Linie sind laut Duisberg Publikumsfonds mit Technologieaktien


gefragt. Anleger positionierten sich besonders gern im UniSector HighTech


(WKN 921559), der weltweit in Unternehmen aus der Computer-, Software- und


Hochtechnologiebranche investiert. "Hier hatten wir sehr starken Zuspruch."


Bewegung in beide Richtungen gebe es beim rege gehandelten Fidelity Funds -


Global Technology Fund (WKN A0NGW1). Nach der Korrektur in der Branche


erholten sich Technologieaktien wieder, wie Duisberg erinnert. Etwa legte


der technologielastige Nadaq seit Anfang April von 6.390 auf 7.210 Punkte


zu. "Niedrigere Kurse bei Apple, Facebook und Co. nutzen Investoren häufig


zum Einstieg."



Dividenden überzeugen



Portfolios mit europäischen und deutschen Konzernen stehen Kehnen zufolge


bei Anlegern tendenziell im Hintergrund. Auf moderatem Niveau setzten die


Kunden der Baader Bank auf dividendenstarke Aktien beispielsweise im Allianz


European Equity Dividend - Aktienzins (WKN A12BH6) und mittelgroße


europäische Unternehmen im Comgest Growth Mid-Caps Europe (WKN 631027). "Bei


beiden überwiegen die Zuflüsse." Von hiesigen Bluechips im Mainfirst Germany


Fund (WKN A0RAJN) verabschiedeten sich Fondsanleger unterm Strich.



von: Iris Merker


14. Juni 2018



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(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)









 
 

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