Bitcoin erreicht 10.000 US-Dollar! Warum die beliebteste Kryptowährung der Welt auf neue Allzeithochs steigen könnte




30.06.19 09:00
Motley Fool

Wie ein Phönix, der aus der Asche aufsteigt, ist Bitcoin aus seinem Baisse-Einbruch zurückgekehrt.


Nachdem sie von den Höchstständen vom Dezember 2017 um mehr als 80 % gefallen war, hat sich die wertvollste Kryptowährung der Welt in den letzten Monaten stark erholt. Von seinen Tiefstständen bei 3.000 US-Dollar im Dezember 2018 hat Bitcoin fast die Hälfte seiner Verluste zurückerobert und wird wieder mit über 10.000 US-Dollar gehandelt.


Skeptiker würden argumentieren, dass der Bitcoin-Kurs, wie der vieler Kryptowährungen, manipuliert wird. Eine Studie von Bitwise Asset Management unterstützt diese Sichtweise. Laut einer aktuellen Studie des blockchainorientierten Investmentunternehmens sind erstaunliche 95 % des Bitcoin-Handelsvolumens betrügerisch.


Darüber hinaus glauben viele Beobachter der Kryptoindustrie, dass Bitcoins Kurs künstlich von Tether, dem umstrittenen Stablecoin-Emittenten, der von der New Yorker Staatsanwaltschaft wegen angeblicher Betrugsfälle untersucht wird, nach oben getrieben wird. Da die Tether-Emission eng mit den jüngsten Gewinnen von Bitcoin zusammenfällt, ist es verständlich, dass viele Skeptiker sich fragen, ob die Preissteigerung der Kryptowährung weitgehend gefälscht und eine ernsthafte Korrektur erforderlich ist. Das ist ein Risiko, das selbst leidenschaftliche Bitcoin-Optimisten bei ihren Investitionsentscheidungen berücksichtigen sollten.


Aber es gibt noch einige andere mögliche Gründe, warum sich der Kurs von Bitcoin erholt – und warum er in den kommenden Monaten weiter auf neue Höchststände steigen könnte. Hier sind drei davon.


Facebooks Krypto-Ankündigung

Die Begeisterung über das neue digitale Libra-Token von Facebook (WKN:A1JWVX) dürfte zu den Gewinnen von Bitcoin beitragen. Der Social-Media-Titan kündigte am 18. Juni seine Pläne zur Einführung einer neuen globalen Währung an.


Der blockchainbasierte digitale Token von Facebook heißt Libra. Es soll als stabiles Austauschmedium für Milliarden von Menschen auf der ganzen Welt dienen. Wie Tether soll auch Libra dem Modell eines stabilen Tokens folgen, einer niedrigvolumigen Kryptowährung, deren Wert durch reale Vermögenswerte wie Fiat-Währungen gestützt wird. Doch im Gegensatz zu Tether – das zugegeben hat, dass seine Token nur teilweise durch seine Barreserven gedeckt sind – wird Libra vollständig durch Bankeinlagen und kurzfristige Staatsanleihen gedeckt sein.


Libra wurde entwickelt, um schnelle und kostengünstige Geldtransfers über das App-Netzwerk von Facebook zu ermöglichen. Dank der florierenden Basis von Facebook mit mehr als 2 Mrd. Nutzern wird erwartet, dass Libra schnell zu einer der am häufigsten verwendeten digitalen Währungen wird.


Also, was bringt das Bitcoin, fragst du? Nun, indem Facebook das Konzept der digitalen Währungen bei Milliarden von Menschen einführt, schärft der Konzern das Bewusstsein für den gesamten Kryptowährungsmarkt. Sobald sich die Menschen mit dem Kauf digitaler Währungen wie Libra vertraut gemacht haben, ist es nur noch ein kleiner Schritt bis zum Kauf anderer Kryptowährungen wie Bitcoin.


Im Wesentlichen dient Libra als wichtige neue Zufahrtsstraße für Millionen neuer Kryptonutzer. Diese gestiegene Nachfrage könnte den Kurs von Bitcoin nach oben treiben – und Händler dürften den Kurs der Kryptowährung bereits im Vorfeld der Einführung von Libra pushen.


Institutionelle Investoren können die Arena betreten

Ob der Wachstumstreiber nun der bevorstehende Libra-Launch von Facebook oder etwas anderes ist, es mehren sich die Anzeichen, dass institutionelle Investoren beginnen, ihre Zehen in das Kryptowasser zu tauchen.


Die CME Group (WKN:A0MW32) erfreut sich eines Rekordvolumens an Bitcoin-Futures-Kontrakten – verbindlichen Vereinbarungen, die es den Menschen ermöglichen, Wetten darüber abzuschließen, ob der Kurs der Kryptowährung über einen bestimmten Zeitraum steigen oder fallen wird. Diese Verträge helfen Investoren auch bei der Absicherung ihrer Positionen, was sie zu einem beliebten Instrument bei professionellen Investoren macht.


Darüber hinaus bereitet sich Fidelity Investments, das mehr als 7 Billionen US-Dollar an Vermögenswerten verwaltet, darauf vor, Bitcoin-Handelsdienstleistungen für seine institutionellen Kunden anzubieten, so Bloomberg. Eine kürzlich von Fidelity durchgeführte Umfrage ergab, dass 22 % der institutionellen Anleger bereits ein gewisses Engagement in digitalen Vermögenswerten haben, während 40 % sagen, dass sie offen für Investitionen in die Anlageklasse in den nächsten fünf Jahren sind. Darüber hinaus wollen 47 % der mehr als 400 befragten institutionellen Investoren – darunter Hedgefonds, Family Offices, Pensionsfonds, Universitätsstiftungen und Finanzberater – digitalen Vermögenswerten einen Platz in ihren Anlageportfolios einräumen.


Institutionelle Investoren verwalten Billionen von Dollar an Kapital. Wenn auch nur ein winziger Bruchteil dieser Vermögenswerte in die Kryptomärkte fließt, könnte der Kurs von Bitcoin und anderen Kryptowährungen steigen.


Die Angst, etwas zu verpassen

Die Kryptowelt lebt von der Hoffnung und wird von der Aufregung angeheizt. Das bedeutet, dass neue Höchststände mehr neue Höchststände bringen können, da die Angst, etwas zu verpassen, mehr Investoren in den Markt bringt.


In diesem Zusammenhang sind 10.000 US-Dollar eine wichtige psychologische Schwelle für die Investoren. Da Bitcoin in den letzten Tagen wieder über diesem Kurs lag, werden Nachrichtenschlagzeilen (wie die für diesen Artikel!) auf den Bildschirmen der Investoren erscheinen, um diesen Anlass zu feiern. Bitcoin wird wieder ein Schwerpunktthema in den Finanzmedien sein und astronomische Preisprognosen werden wieder weitergegeben.


All das trägt dazu bei, das Feuer um Bitcoin neu zu entfachen. Diese Faktoren könnten die beliebte Kryptowährung in den kommenden Monaten – oder schon Tagen – auf neue Höchststände über 20.000 US-Dollar bringen.


Das heißt natürlich: Wenn sie bis dahin nicht abstürzt.


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Randi Zuckerberg, ehemalige Direktorin für Marktentwicklung und Sprecherin von Facebook und Schwester von dessen CEO Mark Zuckerberg, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. Dieser Artikel wurde von Joe Tenebruso auf Englisch verfasst und am 24.06.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.


The Motley Fool besitzt Aktien von der CME Group und empfiehlt Facebook. The Motley Fool hat keine Position in einer der genannten Kryptowährungen.


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