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Bangladesch: Caritas befürchtet "Katastrophe in der Katastrophe" - Zehntausende geflüchtete Rohingya sind dem Monsun weitgehend schutzlos ausgeliefert




14.06.18 11:31
news aktuell

Freiburg (ots) - "Eine Katastrophe in der Katastrophe" befürchtet
Asien-Referent Peter Seidel von Caritas international angesichts der
ersten starken Regenfälle, die in den vergangenen Tagen über den
Flüchtlingslagern in Bangladesch niedergegangen sind. "Wenn der
Monsun so verheerend ausfällt wie 2017, dann werden viele der
notdürftig aus Bambus und Plastikplanen zusammengezimmerten Hütten
dem nicht standhalten. Es besteht die große Gefahr, dass Teile der
Lager mit den Wassermassen in Schlammlawinen abrutschen und mit ihnen
die darin lebenden Menschen. Um den Geflüchteten helfen zu können,
ist schnell eine Vervielfachung der Anstrengungen nötig", fordert
Seidel nach einer Begutachtung der Flüchtlingslager.

In die Region Cox Bazar haben sich insgesamt mehr als 900.000
Menschen geflüchtet. Für ca. 200.000 Menschen von ihnen wurden an
gerodeten Hängen Notunterkünfte gebaut, die als extrem gefährdet
gelten. Das Lager Kutupalong ist seit Beginn der Krise im August 2017
innerhalb kürzester Zeit zum größten Flüchtlingslager der Welt
angewachsen. Die Caritas Bangladesch arbeitet dort in Kooperation mit
UN-Organisationen unter Hochdruck an der Evakuierung besonders
gefährdeter Bezirke und wappnet die Notunterkünfte so gut wie möglich
gegen Regen und Wirbelstürme. 4.000 Übergangsunterkünfte wurden
bislang gebaut, weitere sind geplant.

"Die Anstrengungen, die im Lager unternommen werden, sind
beeindruckend", so Seidel. Beispielsweise sei es in von Caritas-Teams
betreuten Gebieten gelungen, mit Drainagen, befestigten Wegen und
Verbesserungen der Unterkünfte die Lager deutlich sicherer zu machen.
"Aber 900.000 Menschen zu versorgen, ist eine kaum zu meisternde
Herausforderung. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit", berichtet
Asien-Experte Peter Seidel. 2017 hatte der Monsun von Juni bis
September ein Drittel von Bangladesch überschwemmt. 170 Menschen
waren ums Leben gekommen.

Hinweis für Redaktionen: Asien-Referent Peter Seidel hält sich
derzeit in Myanmar auf und steht für Interviews zur Verfügung.

Kontakt: 0761/200-515 (Achim Reinke)

"Rohingya: Verfolgt und vertrieben" - eine gemeinsame Kampagne
gegen das Vergessen von Caritas international und Diakonie
Katastrophenhilfe:
https://www.caritas-international.de/vergessene-krisen

Spenden mit Stichwort "Rohingya" werden erbeten auf:
Caritas international, Freiburg,
IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02,
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe,
BIC: BFSWDE33KRL oder online unter: www.caritas-international.de
Caritas international ist das Hilfswerk der deutschen Caritas und
gehört zum weltweiten Netzwerk der Caritas mit 162 nationalen
Mitgliedsverbänden.



Pressekontakt:
Hrsg.: Deutscher Caritasverband,
Caritas international,
Öffentlichkeitsarbeit,
Karlstr. 40,
79104 Freiburg.
Telefon 0761 / 200-0.
Michael Brücker (verantwortlich, Durchwahl -293),
Achim Reinke (Durchwahl -515)

Original-Content von: Caritas international, übermittelt durch news aktuell

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