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Automotive-Zulieferer am Wendepunkt / Deloitte-Report: 4 von 5 Zulieferern müssen sich auf Markteinbrüche von bis zu einem Drittel einstellen




07.12.17 13:59
news aktuell

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Automotive Outlook 2025
http://ots.de/x3ldN
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München (ots) - Stürmische Aussichten: Automobil-Zulieferer
geraten massiv unter Veränderungsdruck. E-Mobilität und autonomes
Fahren bedeuten für Autobauer und Zulieferer zwar neue Chancen, aber
auch eine erhebliche Umstellung. So werden Bereiche wie Batterien,
Sensoren und elektrische Antriebsmodule um bis zu 1.000 Prozent
wachsen, Getriebe und Auspuffsysteme hingegen um 30 bis 35 Prozent
nachlassen. Das zeigt der aktuelle Deloitte-Report "The Future of the
Automotive Value Chain: Supplier Industry Outlook 2025". Wie genau
sich die Veränderungen auswirken können, demonstriert der Report
anhand von vier unterschiedlichen Szenarien zur potenziellen Rolle
des Automobils im Jahr 2025 und einer detaillierten Modellierung von
Marktvolumina in den Regionen Deutschland, China und NAFTA.

"Komponenten für konventionelle Antriebssysteme, aber auch
generell Produkte der stahl- oder gummiverarbeitenden Industrie
werden bis zum Jahr 2025 im Gesamtvolumen stark nachlassen. In Euro
und Cent bedeutet das: Während beispielsweise der Markt für Batterien
und Brennstoffzellen von heute 5,5 Milliarden Euro - im besten Fall -
auf über 81 Milliarden im Jahr 2025 wächst, schrumpft derjenige für
Getriebe von jetzt 61 Milliarden auf - im schlechtesten Fall - nur
noch 39 Milliarden in sieben Jahren*", erklärt Dr. Nikolaus Helbig,
Partner Strategy & Operations bei Deloitte.

Autobauer 2025: Technologieführer oder Commodity-Hersteller?

Die vier möglichen Funktionen der Automotive-Industrie im Jahr
2025 sind die eines umfassenden Daten- und Mobilitätsmanagers mit
einer dominanten Stellung und einem starken E-Mobilitätssegment oder
aber diejenige eines Anbieters in einem technologisch eher
stagnierenden Markt, in dem die OEMs aus einer defensiven Haltung
heraus neue technologieaffine Wettbewerber abwehren konnten. In der
dritten Variante werden Automobile zum reinen Gebrauchsgegenstand
ohne besonderen technischen Anspruch - Privatwagen sind hier eher die
Ausnahme, Hightech spielt eine untergeordnete Rolle. Bei Möglichkeit
vier schließlich haben IT-Hersteller große Teile des Markts
übernommen. Die OEMs stellen lediglich die Basis zur Verfügung,
können sich dabei aber über besonders hochwertige "Plattformen"
differenzieren.

Unterschiedliche Perspektiven für Zulieferer

Den Zulieferern kommt je nach Szenario eine unterschiedliche
Position zu: Sie können von einer Aufwertung als Partner der OEMs
profitieren oder ihre bisherige Rolle beibehalten. Im Kontext des
dritten Szenarios würden sie die "anonyme" Massenmobilität durch ein
entsprechendes Serviceportfolio unterstützen, zum Beispiel in Gestalt
von Pricing-Modellen, die sich am konkreten Gebrauch orientieren.
Kommt es zu einem großangelegten Eintritt von Tech-Anbietern in den
Automotive-Markt, würden die Zulieferer unterschiedliche Allianzen
mit ihnen bilden und teilweise die heutige Funktion der OEMs
übernehmen.

Konventionelle Komponenten verlieren

Im Zuge der technischen Entwicklung wird für den Großteil - laut
Deloitte Modellrechnung annähernd 80% - der Komponentengruppen,
einfach gesprochen, von Autobauern deutlich weniger Geld ausgegeben
werden (können) als heute. Das gilt etwa für solche, die im direkten
Zusammenhang mit Verbrennungsmotoren oder konventionellen Getrieben
stehen. Dagegen gewinnen Elemente wie Sensoren an Bedeutung. Je nach
Szenario können aber auch Innenausstattungskomponenten von einer
starken Nachfrage profitieren - zum Beispiel, wenn autonome Mobilität
zum Massenphänomen wird. Dabei gilt: Je weniger dynamisch die
technische Entwicklung, desto größer der Kostendruck auf die
Zulieferer.

Batterien bieten große Wachstumspotenziale

Insbesondere Batterien kommt im Kontext der E-Mobilität besonders
viel Aufmerksamkeit zu. Sie gehören zu den kostenintensivsten und
damit "wertvollsten" Komponenten. Je rascher sich der Vormarsch
batteriebetriebener Elektroautos entwickelt, desto schneller können
die entsprechenden Zulieferer von einer besonders starken Nachfrage
nach neuartigen, leistungsfähigen Kraftspeichern profitieren.

"Gerade in den klassischen Komponenten haben deutsche Zulieferer,
auch solche der zweiten und dritten Reihe im Mittelstand signifikant
Geschäft, während Batterietechnologie immer noch zu großen Teilen aus
dem asiatischen Raum geliefert wird. Schon heute ist es so, dass
Zulieferer im Verbrennersegment nur noch schwer Finanzierungen für
Innovationen erhalten. Gleichzeitig bricht der Absatzmarkt in der
Zukunft weg. Um in einer solchen Situation über Zeit erfolgreich zu
bestehen und auch nachhaltig Arbeitsplätze hierzulande zu erhalten
benötigen die Zulieferer neue, vielschichtige Strategien. Unsere
Modellierung zeigt, dass eine Strategie, die zunächst auf eine
Marktkonsolidierung auf Basis des aktuellen Portfolios zielt, um
darauf aufbauend die Transformation mit größerer finanzieller
Gestaltungskraft umzusetzen, durchaus denkbar ist, wenn sie auf
Kapitalseite abgesichert ist", ergänzt Helbig.

Die komplette Studie erhalten Sie auf Anfrage. Einen Auszug aus
der Studie können Sie hier herunterladen: http://ots.de/x3ldN

* Nicht enthalten sind hier inflationsbedingt Marktwachstum und
Ersatzteilumfänge.



Pressekontakt:
Isabel Milojevic
Leiterin Presse
Tel: +49 89 29036 8825
imilojevic@deloitte.de

Original-Content von: Deloitte, übermittelt durch news aktuell

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