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Aktienmärkte: Für die Anleger ist es Zeit, langsam nervös zu werden




20.06.17 11:23
Finanztrends

Lieber Investor,


der Gewöhnungseffekt ist eine ebenso gute wie gefährliche Angelegenheit. Er ermöglicht uns, Routinen zu entwickeln, die uns unser Leben erleichtern. Er lässt uns aber auch leicht sorglos werden und aufkommende Gefahren übersehen, wenn wir zu oft und über einen zu langen Zeitraum von negativen Entwicklungen verschont bleiben.


An den internationalen Börsen laufen die Dinge schon seit einigen Jahren gut. Zu gut möchte man meinen, denn Korrekturen finden heute kaum noch statt, und wenn sie sich doch einmal ereignen, vollziehen sie sich in einer Form, die deutlich von den historischen Vorbildern abweicht.


Selbst nach kräftigen Aufwärtsschüben korrigierte der DAX im April und Mai nur marginal. Der Index fiel kaum zurück und die sogenannte Korrektur bestand oft darin, dass die Kurse der Aktien einfach nur seitwärts liefen. Manchmal waren sogar die Seitwärtsbewegungen leicht aufwärtsgerichtet, sodass sich der eigentlich zu erwartende Kursverlust am Ende als ein leichter Kursgewinn dargestellt hat.


Auch die Volatilität nahm in den letzten Monaten deutlich ab. Der VDAX, eigentlich ein klassischer Angstmesser, der die Nervosität der Anleger widerspiegeln soll, erreichte vor kurzem historische Tiefs. Ängste scheinen die Anleger derzeit keine zu kennen, höchstens die Angst, den nächsten Aufschwung der Kurse zu verpassen.


Goldman Sachs warnt


Irritieren kann die Anleger derzeit nichts, höchstens das Faktum, dass die jüngste Warnung der US-Investmentbank Goldman Sachs just in dem Moment kam, in dem der marktbreite S&P500 Index wieder vorsichtig an die Tür zu neuen Allzeithochs klopfte. Goldman Sachs ist nicht irgendeine Provinzsparkasse und die Investmentbank lag in der Vergangenheit mit ihren Prognosen immer wieder ausgesprochen richtig. Deshalb sollten wir aufhorchen, wenn von Goldman Sachs Warnungen ausgesprochen werden, während alle anderen gerade in Feierlaune sind.


Auch der Inhalt der jetzigen Warnung ist ernst zu nehmen. Goldman sieht die US-Konjunktur am Ende eines langen Zyklus und erwartet eine Verlangsamung und Abkühlung der wirtschaftlichen Aktivität. Während diese Warnung ausgesprochen wird, notieren nicht nur die wichtigsten Aktienbarometer in den USA auf ambitionierten Niveaus. Auch die fundamentale Lage stellt sich als sehr ansprechend dar.


Der Arbeitsmarkt ist weitestgehend leergefegt. Es herrscht Vollbeschäftigung und auch das Wachstum im 1. Quartal war mit einem Plus von 0,7 Prozent sehr ordentlich. Dennoch sah sich Goldman Sachs wie kurz zuvor die Bank of America gezwungen, eine deutliche Warnung auszusprechen.


Wenn Goldman Sachs einen Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität erwartet und die Bank of America betont, dass sie die Aktienmärkte als seltsam empfindet, sollten Investoren nicht einfach zur Tagesordnung übergehen und weiter dem nächsten Hoch nachjagen, als sei nichts geschehen.


Eine sich selbsterfüllende Prophezeiung


Der amerikanische Aktienmarkt wird momentan von zwei Grundüberzeugungen getragen, die sich nicht nur beide gegenseitig verstärken, sondern auch in der Art von zwei sich selbsterfüllenden Prophezeiungen wirken. Im Hintergrund stehen dabei die Geldpolitik der Notenbank und das veränderte Anlageverhalten der Investoren.


Die Notenbank werde eingreifen und den Markt stützen, glauben viele Anleger. Sie zählen darauf, dass es im Fall der Fälle wieder so kommt wie in den Jahren 2008/2009 und abstürzende Aktienmärkte mit viel Geld der Federal Reserve Bank über Wasser gehalten und schmerzhafte Verluste für die Anleger verhindert werden.


Aus diesem Grund verkauft aus reiner Vorsicht inzwischen niemand mehr. Da sich aber immer mehr private und institutionelle Anleger der passiv gemanagten Anlageformen bedienen und einfach nur blind dem Trend bzw. der Masse folgen, steigen die Kurse auch dann weiter, wenn es nicht nur keinen Grund zum Steigen mehr gibt, sondern im Gegenteil auch ein kurzzeitiges Zurückfallen durchaus einmal angebracht wäre.


Was soll diese Zuversicht und diese Gleichgültigkeit der Anleger noch erschüttern? Argumente, selbst sehr gute, scheinen es nicht zu sein. An dieser Stelle lauert die große Gefahr, denn wenn alle denken, dass es so wie bisher immer weitergehen wird, wird gerade an der Börse das Eis, auf dem die Anleger mit ihren Kaufentscheidungen stehen, ausgesprochen dünn.


Das zweite Halbjahr hat vor diesem Hintergrund gute Chancen, genauso seltsam wie das erste zu werden. Es könnte aber auch ganz anders kommen und ausgesprochen ungemütlich werden. Als Anleger sollten Sie auf beide Varianten vorbereitet sein und je nach Lage schnell reagieren können.


Onlinehändler werden uns den Hals umdrehen …


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Ein Beitrag von Dr. Bernd Heim.


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