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Aktien Frankfurt Ausblick: Im Minus - 10 000 Punkte bleiben hohe Hürde für Dax




27.03.20 08:21
dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Dem deutschen Aktienmarkt scheint am Freitag nach seiner jüngsten Erholung vom Corona-Crash zunächst die Kraft zur Verteidigung der 10 000-Punkte-Marke zu fehlen.

Knapp eine Stunde vor dem Handelsauftakt signalisierte der X-Dax als Indikator für den Dax ein Minus von 1 Prozent auf 9900 Punkte. Beim EuroStoxx 50 zeichnet sich zum Start ein Abschlag von 1,2 Prozent ab.



Der Dow Jones in New York hatte am Vorabend seine fulminante Rally der letzten Tage dank positiv interpretierter Aussagen von US-Notenbankchef Jerome Powell fortgesetzt und mehr als sechs Prozent höher geschlossen. Laut Händlern ist es jetzt aber denkbar, dass die Anleger zum Wochenschluss ihre Gewinne in trockene Tücher bringen. Der Dax steuert derweil auf ein Wochenplus von 12 Prozent zu gemessen am Vortages-Schluss. Seit dem Krisentief aus der Vorwoche beläuft sich die Erholung sogar auf mehr als 20 Prozent.



Wegen der ungebrochenen Infektionswelle, die nun immer stärker auch die USA erfasst, bleibt die Unsicherheit hoch. Die Vereinigten Staaten sind mittlerweile das Land mit den meisten bestätigten Coronavirus-Fällen weltweit. Wöchentliche US-Arbeitsmarktdaten hatten am Vortag gezeigt, dass die Pandemie bereits mit voller Wucht auf die Wirtschaft durchschlägt.



"Jetzt wird es spannend zu sehen, wie die Börsianer darauf reagieren", sagte Marktexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Neue Nachrichten zu Hilfspaketen der Regierungen und Notenbanken werde es erst einmal nicht geben und diese Gemengelage könnte dem einen oder anderen Börsianer doch aufs Gemüt schlagen, führte er aus.



Nach einer Reihe von Jahresbilanzen in den vergangenen Tagen ist am Freitag diesbezüglich kaum etwas zu erwarten. Allerdings nehmen immer mehr Konzerne ihre Ausblicke zurück und äußern sich zur Dividende. So will der Gabelstaplerhersteller Kion seinen Aktionären für 2019 so gut wie nichts ausschütten. Auf der Handelsplattform Tradegate sackten die Titel vorbörslich um fast 3 Prozent zum Xetra-Schlusskurs ab.



Der Medienkonzern ProSiebenSat.1 ändert Strategie und Unternehmensführung. Man werde das operative Geschäft wieder stärker auf den Unterhaltungssektor in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) ausrichten, teilte der Konzern mit. Im Zuge dessen scheidet der bisherige Vorstandschef Max Conze aus dem Unternehmen aus. Finanzvorstand Rainer Beaujean übernimmt zusätzlich das Amt des Vorstandssprechers. Anleger reagierten erfreut; vorbörslich auf Tradegate ging es um mehr als 6 Prozent hoch zum Xetra-Schluss./ajx/mis









 
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