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Aktien Asien: Anleger in Japan bekommen kalte Füße




10.11.17 06:43
dpa-AFX

TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI/SYDNEY (dpa-AFX) - Nach einem turbulenten Vortag sind die Kurse an den meisten asiatischen Börsen zum Wochenschluss weiter gefallen.

Viele Anleger hielten sich zurück, nachdem die Kurse zuvor auf lange Strecken hin nur eine Richtung kannten: aufwärts. So stand der japanische Leitindex Nikkei 225 kurz vor Handelsschluss am Freitag fast 1 Prozent im Minus. Auch in Australien, Taiwan, Südkorea und Indien überwogen die Verluste, wenngleich weniger stark.


In Japan belastete zum einen der starke Yen, der den Export erschwert. Zudem steckte den Anlegern noch der Donnerstag in den Knochen, als das Börsenbarometer die größte Kehrtwende des Jahres hingelegt hatte: Nachdem der Nikkei das erste Mal seit einem Vierteljahrhundert über die Marke von 23 000 Punkten gestiegen war, rutschten die Kurse massiv ab und schlossen im Minus.


Beobachter hatten die steile Berg- und Talfahrt damit begründet, dass sich Anleger vor dem freitäglichen Verfall an bestimmten Futuremärkten in Stellung gebracht hätten. Nun kamen Negativnachrichten aus den USA hinzu: Sorgen über eine Verschiebung der Steuerreform im Land hatte am Donnerstag die Wall Street zeitweise kräftig belastet. Nachdem Journalisten aus der ganzen Welt Millionen Dokumente aus Steuerparadiesen zugespielt wurden, verlangen die Demokraten im Kongress nun, die geplante Steuerreform der Trump-Administration auf Eis zu legen. Befürchtet wird eine Verschiebung bis ins Jahr 2019 hinein.


Die Anleger in China ließen sich davon am Freitag allerdings nicht beirren. Sowohl in Schangai und Shenzhen, als auch in Hongkong ging es bergauf. Zuletzt lag der CSI 300 , der die 300 wichtigsten Werte aus Festland-China umfasst, lag zuletzt 0,64 Prozent im Plus bei 4102,01 Punkten.


US-Präsident Donald Trump hatte eine positive Bilanz seines ersten Besuches in China gezogen. Vor seinem Weiterflug nach Vietnam, wo er am Asien-Pazifik-Gipfel (Apec) teilnimmt, sprach Trump am Freitag in einem Tweet von "sehr produktiven" Treffen mit Staats- und Parteichef Xi Jinping in Peking bezüglich der Themen Handel und Nordkorea.


Auch auf Wochensicht zeigte sich in China ein positives Bild. Hier deutete sich beim CSI 300 ein Plus von fast 3 Prozent an, beim Hang-Seng-Index in Hongkong waren es gut 2 Prozent. Japans Nikkei dürfte dank gut aufgenommener Geschäftszahlen von Unternehmen, die die Rally über lange Zeit befeuert hatten, immerhin noch auf einen Wochengewinn von einem guten halben Prozent kommen./das/zb








 
 
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