Agrarrohstoffmärkte Kälte hält Anleger im Atem
07.02.12 12:25
Commerzbank Corp. & Markets
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die spekulativen Finanzanleger haben mit einem deutlichen Abbau ihrer Netto-Short-Positionen um knapp 17 Tsd. auf 30,6 Tsd. Kontrakte auf die geänderte Lage bei Weizen reagiert, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.
Zunächst hätten Gerüchte über eine mögliche Exportsteuer Russlands den Markt aufgeschreckt. Die Kälte, die weite Teile Europas seit einer Woche im Griff habe, könnte ebenfalls Einfluss genommen haben. Angesichts der anhaltend frostigen Witterung könnten sich noch mehr Anleger dazu veranlasst sehen, ihre Short-Positionen zu schließen.
Inzwischen allerdings sei von offizieller russischer Seite geäußert worden, dass es keinen Grund für die Einführung einer Exportsteuer ab April gebe, da die Ergebnisse der Getreideernte nochmals angehoben worden seien. Auch solle die Schneedecke den Wintergetreiden in wichtigen Regionen Russlands ausreichend Schutz vor dem Frost bieten. Beides habe die Preise in Chicago zwar kurzfristig gedämpft, gestern allerdings hätten sie ihre Aufwärtsbewegung wieder aufgenommen. Der Weizenpreis an der MATIF habe in den letzten fünf Tagen um über 6% zulegen können und koste derzeit mit 222 EUR je Tonne so viel wie zuletzt im Juni 2011.
Die Terminkurve zeige die Erwartung nachlassender Preise nach der Ernte, habe sich allerdings über die letzten Wochen in ihrem gesamten Verlauf, besonders stark aber im vorderen Bereich, nach oben verschoben. Noch allerdings dürften sich in der EU die tatsächlichen Frostschäden im Rahmen halten. Die Sorge, ob dies so bleiben werde, werde den Markt aber weiterhin in Atem halten. (07.02.2012/ac/a/m)
Zunächst hätten Gerüchte über eine mögliche Exportsteuer Russlands den Markt aufgeschreckt. Die Kälte, die weite Teile Europas seit einer Woche im Griff habe, könnte ebenfalls Einfluss genommen haben. Angesichts der anhaltend frostigen Witterung könnten sich noch mehr Anleger dazu veranlasst sehen, ihre Short-Positionen zu schließen.
Inzwischen allerdings sei von offizieller russischer Seite geäußert worden, dass es keinen Grund für die Einführung einer Exportsteuer ab April gebe, da die Ergebnisse der Getreideernte nochmals angehoben worden seien. Auch solle die Schneedecke den Wintergetreiden in wichtigen Regionen Russlands ausreichend Schutz vor dem Frost bieten. Beides habe die Preise in Chicago zwar kurzfristig gedämpft, gestern allerdings hätten sie ihre Aufwärtsbewegung wieder aufgenommen. Der Weizenpreis an der MATIF habe in den letzten fünf Tagen um über 6% zulegen können und koste derzeit mit 222 EUR je Tonne so viel wie zuletzt im Juni 2011.
Die Terminkurve zeige die Erwartung nachlassender Preise nach der Ernte, habe sich allerdings über die letzten Wochen in ihrem gesamten Verlauf, besonders stark aber im vorderen Bereich, nach oben verschoben. Noch allerdings dürften sich in der EU die tatsächlichen Frostschäden im Rahmen halten. Die Sorge, ob dies so bleiben werde, werde den Markt aber weiterhin in Atem halten. (07.02.2012/ac/a/m)
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