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APA ots news: WIFO: Binnenwirtschaft stützt Konjunktur in Österreich




09.08.19 09:06
dpa-AFX

Wien (APA-ots) - Das österreichische BIP wuchs im II.

Quartal 2019


gegenüber der Vorperiode um 0,3% (nach +0,4% im I. Quartal 2019 und


+0,5% im IV. Quartal 2018). Damit setzte sich die Expansion der


Vorjahre zwar fort, sie verlangsamt sich aber seit Anfang 2018


kontinuierlich. Die positive Entwicklung der Realwirtschaft spiegelt


sich auf dem Arbeitsmarkt nach wie vor in Form eines Anstieges der


Beschäftigung und eines Rückganges der Arbeitslosigkeit. Der


Preisauftrieb schwächte sich zuletzt ab.



Die Weltwirtschaft befindet sich derzeit in einer Phase mäßigen


Wachstums. Sowohl Industrie- als auch Schwellenländer tragen zur


Expansion bei. Zwar verlangsamte sich das Wachstum im II. Quartal


2019 gemäß bisher vorliegenden Informationen spürbar, doch dürften


die Kräfte für ein Anhalten der Expansion weiterhin intakt sein. Das


Bild der Vorlaufindikatoren weist auf eine Fortsetzung der mäßigen


Expansion hin. Risikofaktoren sind jedoch die Unsicherheit in Bezug


auf wirtschaftspolitisch induzierte Störungen der weltweiten


Handelsströme und geopolitische Spannungen.



Das BIP der österreichischen Volkswirtschaft wuchs gemäß der


aktuellen Schnellschätzung des WIFO im II. Quartal 2019 gegenüber dem


Vorquartal um 0,3% (Trend-Konjunktur-Komponente). Damit setzte sich


die Expansion zwar fort, schwächte sich jedoch im Einklang mit der


internationalen Konjunktur weiter ab. Das Wachstum wurde vor allem


von der Binnennachfrage getragen, in erster Linie von den


Konsumausgaben; die Bruttoanlageinvestitionen wurden ebenfalls


ausgeweitet, allerdings in geringerem Ausmaß als in den Quartalen


zuvor. Auch in der Außenwirtschaft ließ die Dynamik zuletzt nach,


zugleich verlor die Industriekonjunktur an Schwung.



Das Bild der Vorlaufindikatoren stabilisierte sich nach einer


längeren Phase der Eintrübung zuletzt etwas. Insgesamt geben sie


weiterhin einen optimistischen Ausblick, wenngleich dieser über die


Sektoren sehr unterschiedlich ist: die Industrie ist überwiegend


pessimistisch, die Bau- und Dienstleistungsunternehmen weiterhin


zuversichtlich.



Die Inflationsrate lag im Juni 2019 laut harmonisierten VPI mit


1,6% um 0,1 Prozentpunkt unter dem Vergleichswert des Vormonats.


Damit war der Preisauftrieb in Österreich höher als im Durchschnitt


des Euro-Raumes (1,3%) und entsprach jenem der EU 28 insgesamt


(1,6%). Laut nationaler Definition betrug die Inflationsrate


ebenfalls 1,6%. Nach wie vor prägen die Preissteigerungen in den


Bereichen Wohnung, Wasser, Energie sowie Restaurants und Hotels die


Inflationsdynamik und tragen am stärksten zum Anstieg der


Verbraucherpreise bei.



Das anhaltende Wirtschaftswachstum begünstigt weiterhin den


Beschäftigungsaufbau und den Rückgang der Arbeitslosigkeit. Im Juli


war die Zahl der unselbständig aktiv Beschäftigten nach vorläufigen


Schätzungen um 59.000 höher als im Vorjahr (+1,6%), saisonbereinigt


stagnierte sie im Vormonatsvergleich hingegen. Die Zahl der offenen


Stellen nimmt saisonbereinigt nicht mehr nennenswert zu. Im Juli


waren beim AMS um 10.800 Arbeitslose weniger registriert als im


Vorjahr (3,8%), einschließlich Personen in Schulungen um 15.400


(4,5%). Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote verharrte nach


nationaler Definition im Juli vorrausichtlich bei 7,4%.



Zu den Definitionen siehe ["Methodische Hinweise und Kurzglossar"]


(https://www.ots.at/redirect/Glossar2)



Rückfragehinweis:


Rückfragen bitte am Freitag, dem 9. August 2019, zwischen 9 und 11 Uhr an Mag. Dr. Christian Glocker, MSc, Tel. (1) 798 26 01/467, christian.glocker@wifo.ac.at



Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/235/aom



*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER


INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***



OTS0017 2019-08-09/09:00











 
 

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