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22.11.17 10:07
dpa-AFX

APA ots news: Österreichs Banken halten Auslandsforderungen in Höhe von 300 Milliarden Euro



Meldung der konsolidierten Bankenstatistik an die BIZ



Wien (APA-ots) - Ende Juni 2017 beliefen sich die Auslandsforderungen der


österreichischen Banken mit ihren Auslandstöchtern auf 298,5 Mrd EUR


und lagen somit bei 84 % des BIP.

Im europäischen Vergleich platziert


sich Österreich damit im Mittelfeld. Zu den größten


Kreditnehmerländern zählen die Tschechische Republik, die Slowakei


und Deutschland.



Die vorliegenden neuen Daten spiegeln abermals die starke Präsenz der


österreichischen Banken in den zentral-, ost- und südosteuropäischen


Ländern wider. Auf diese Region entfällt ein Anteil von 68,2 %


(gemessen an den gesamten Auslandsforderungen) bzw. 203,7 Mrd EUR.


Die Forderungen gegenüber der Tschechischen Republik lagen bei 22,2 %


bzw. 66,2 Mrd EUR unangefochten an erster Stelle. Mit großem Abstand


folgten danach fast gleichauf die Slowakei mit 10,0 % und Deutschland


mit 9,7 %. Zu weiteren wichtigen Märkten für Österreichs Banken


zählen Rumänien (8,1 %), Kroatien (5,8 %), Polen (5,5 %) und Ungarn


(5,2 %). Dahinter reihten sich die Forderungen gegenüber Russland und


der Schweiz mit einem Anteil von jeweils 3,3 % ein.



30,9 % bzw. 92,1 Mrd EUR der gesamten Auslandsforderungen


österreichischen Banken (inkl. Auslandstöchter) entfielen auf


Forderungen an nichtfinanzielle Unternehmen, knapp gefolgt von


Forderungen an den Sektor Staat und Zentralbanken mit 30,0 % bzw.


89,4 Mrd EUR. Ausleihungen an private Haushalte machten 22,8 % bzw.


68,2 Mrd EUR aus. Das internationale Interbankengeschäft inkl.


finanzieller Unternehmen lag Ende Juni 2017 mit einem Anteil von 16,3


% bei 48,7 Mrd EUR. Insgesamt wurden 183,3 Mrd EUR von Töchtern


österreichischer Banken im Ausland gegenüber deren jeweiligen


Sitzländern gehalten.



Mit einem Anteil der Auslandsforderungen von 84 % am BIP lag


Österreich im europäischen Mittelfeld. So fiel dieser Anteil


beispielsweise in Spanien (125 %) und Frankreich (111 %) höher als in


Österreich aus. Deutschland (63 %) und Italien (41 %) weisen hingegen


geringere Werte aus.



Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) hat infolge einer


Systemumstellung des Meldewesens auch die von der Bank für


Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) publizierte "Internationale


Bankenstatistik" um eine detailliertere Gliederung der


volkswirtschaftlichen Sektoren erweitert und an wesentliche neue


Vorgaben der BIZ angepasst. Die Daten sind somit nun auch leichter


international vergleichbar. Mit Berichtstermin Juni 2017 liegen nun


erstmals Daten über die Verteilung des Auslandsgeschäfts der


österreichischen Banken nach verschiedenen volkswirtschaftlichen


Sektoren vor, die bis dato nicht verfügbar waren.



Link zu den Länderrisikodaten der Internationalen Bankenstatistik der


BIZ:


https://www.oenb.at/Statistik/Standardisierte-Tabellen/Finanzinstitut


ionen/Kreditinstitute.html



Rückfragehinweis


Statistik Hotline


Tel.: +43-1-404 20-5555


Statistik.hotline@oenb.at



Rückfragehinweis:


Oesterreichische Nationalbank


Dr. Christian Gutlederer


Pressesprecher


(+43-1) 404 20-6900


christian.gutlederer@oenb.at


www.oenb.at



Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/156/aom



*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER


INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***



OTS0045 2017-11-22/10:01











 
 

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