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APA ots news: FMA warnt vor unseriösen und betrügerischen Anbietern von...




24.09.18 10:56
dpa-AFX

APA ots news: FMA warnt vor unseriösen und betrügerischen Anbietern von Finanzdienstleistungen, die Regulierung und Aufsicht nur vortäuschen.



Wien (APA-ots) - Österreichs Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA warnt davor,


dass zunehmend unseriöse und betrügerische Anbieter von


Finanzdienstleistungen auftreten, die vortäuschen registrierte oder


konzessionierte Unternehmen zu sein, die der Aufsicht einer Behörde


unterliegen. Beispielsweise klonen sie die Identität registrierter


oder konzessionierter Unternehmen und verweisen auf deren


Registrierung in öffentlich zugänglichen Datenbanken von Behörden.


Oder, sie erfinden eine Aufsichtsbehörde, für die sie sogar eine


eigene Datenbank mit verblüffend echt wirkenden, aber gefälschten


Registerdokumenten einrichten, auf die sie Interessenten dann


hinleiten.



So schützen Sie sich: FMA-Website und FMA-Sicherheits-App



Prüfen Sie daher die Zulassung eines Unternehmens sehr genau,


insbesondere auch, welche Finanzgeschäfte dieses überhaupt erbringen


darf. Vergleichen und prüfen Sie die angegebenen Kontaktdaten mit


jenen im behördlichen Register. Prüfen Sie, ob es die angegebene


Behörde tatsächlich gibt, und ob sie tatsächlich zuständig ist. Bei


Anbietern mit Bezug zu Österreich prüfen Sie auf der FMA-Website


([https://www.fma.gv.at/] (https://www.fma.gv.at/)), ob diese


tatsächlich in unserer Unternehmensdatenbank aufscheinen oder, ob


gegebenenfalls bereits eine Investorenwarnung veröffentlicht worden


ist. Sie können sich auch gratis die FMA-Sicherheits-App auf Ihr


Handy herunterladen, und haben so auch via Smartphone Zugriff auf die


FMA-Unternehmensdatenbank und erhalten alle FMA-Warnmeldungen sofort


aufs Handy ([https://www.fma.gv.at/fma-app/]


(https://www.fma.gv.at/fma-app/)).



Scheuen Sie sich auch nicht, die betreffende Aufsichtsbehörde auch


direkt - und vom Anbieter und dessen Website unabhängig - zu


kontaktieren. Schließen Sie niemals Finanzgeschäfte ab, wenn Sie der


Anbieter unerbeten via Telefon, Fax oder Email kontaktiert hat;


dieses "Cold Calling" ist in Österreich gesetzlich verboten und ein


sicheres Alarmzeichen für betrügerische Absichten.



Aktuelle Warnmeldungen



Die FMA verweist in diesem Zusammenhang insbesondere auf die von


ihr in den vergangenen Monaten veröffentlichten Investoren-Warnungen


zu "[www.afbauer.com] (https://www.fma.gv.at/www-afbauer-com/)",


"[www.helmutkob.com] (https://www.fma.gv.at/www-helmutkob-com/)",


"[www.holzmannfriedrich.com]


(https://www.fma.gv.at/www-holzmannfriedrich-com/)" sowie zu dem


unseriösen Anbieter "[Gerber and Partners]


(https://www.fma.gv.at/gerber-and-partners/)", der sich auf eine frei


erfundene österreichische Aufsichtsbehörde "FINSA" beruft.



"Clone Firms" oder "Clone Individuals"



Die Verwendung von Klonen registrierter oder konzessionierter


Unternehmen ist eine gängige Betrugsmethode. Dabei werden in


betrügerischer Absicht Firmenname und Registerdaten von tatsächlich


existierenden und zum Geschäftsverkehr ordnungsgemäß zugelassenen


Unternehmen missbräuchlich verwendet, um das Vertrauen der


potenziellen Opfer zu erschleichen. In Wahrheit hat der Klon mit dem


Unternehmen, für das er vorgibt tätig zu sein, nichts zu tun.



Beispiel:



Ein österreichischer Versicherungsvermittler gemäß Gewerbeordnung


will im Zuge der EWR-Dienstleistungsfreiheit Versicherungen auch in


Großbritannien vertreiben. Dazu veranlasst er, dass die


österreichische Behörde der dort zuständigen Aufsichtsbehörde FCA


(Financial Conduct Authority) seine europaweit gültige


Gewerbeberechtigung als Versicherungsvermittler anzeigt sowie seine


Absicht dort tätig zu werden mitteilt. Daraufhin nimmt die FCA diese


"notifizierte" Gewerbeberechtigung mit den erforderlichen Eckdaten in


ihre Register der zugelassenen Anbieter auf. Der Betrüger bastelt nun


mit diesen öffentlichen Daten ein fiktives Unternehmen, meist nur


eine durchaus aufwendig gestaltete Website, und bietet aggressiv und


unangefragt seine "Dienste" an. Als vermeintlichen Beweis seiner


Seriosität verweist er auf den FCA-Registereintrag des seriösen


Anbieters, den er geklont hat. In der Regel gehen diese


betrügerischen Geschäfte dann auch über vermeintliche


Versicherungsvermittlung hinaus und umfassen auch Bank- und


Wertpapiergeschäfte.



Erfährt die FMA von derartigen unseriösen Geschäftspraktiken, so


veröffentlicht sie eine Warnmeldung unter Nennung der Klon-Firma und


der angegebenen Kontaktdaten, untersagt die konzessionspflichtigen


Geschäfte und bringt den Sachverhalt bei der Staatsanwaltschaft zur


Anzeige.



Fake-Aufsichtsbehörde: FINSA (Financial Supervisory Authority)



Aus Großbritannien tritt derzeit ein unseriöser Anbieter, "Gerber


and Partners, auf, der Finanz- und Wertpapiergeschäfte anbietet, und


behauptet in Österreich von der "Financial Supervisory Authority"


(FINSA) mit Sitz Twin Tower 8 Flr., Wienerbergstrasse 11, 1100


Vienna, Austria konzessioniert und dort registriert zu sein. Als


FINSA-Kontaktdaten gibt er an: Ph: +43(720) 775336; Email:


[enquiries@finsa-gov.org] (mailto:enquiries@finsa-gov.org); Website:


[www.finsa-gov.org] (http://www.finsa-gov.org/). Auf der Website


dieser frei erfundenen FINSA - verlinkt von "Gerber and Partners" -


findet sich auch ein Unternehmensregister, das eine Registrierung


vortäuschen soll. Anleger erhalten von der FINSA dann gefälschte, der


österreichischen Gewerbeberechtigung nachgebildete Urkunden zu den


"registrierten" Unternehmen.



Die FMA hat den Sachverhalt bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige


gebracht.



Rückfragehinweis:


Finanzmarktaufsicht


Klaus Grubelnik (FMA-Mediensprecher)


+43/(0)1/24959-6006 oder +43/(0)676/882 49 516



Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/694/aom



*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER


INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***



OTS0066 2018-09-24/10:51











 
 

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