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APA ots news: FMA verlängert Frist zur Umsetzung der starken...




19.08.19 11:33
dpa-AFX

APA ots news: FMA verlängert Frist zur Umsetzung der starken Kundenauthentifizierung bei Kartenzahlungen im E-Commerce-Bereich



Wien (APA-ots) - Österreichs Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) wird die


Frist zur Umsetzung der starken Kundenauthentifizierung


("2-Faktor-Authentifizierung") bei Kartenzahlungen im


E-Commerce-Bereich verlängern, um betroffenen Zahlungsdienstleistern


und Handelsunternehmen zusätzliche Zeit für technische Umstellungen


zu ermöglichen.

Die FMA macht damit von der Möglichkeit einer


"aufsichtsbehördlichen Nachsicht" Gebrauch, welche ihr von der


Europäischen Bankenregulierungsbehörde (EBA) eingeräumt wurde.


Betroffene Zahlungsdienstleister sind dazu angehalten der FMA einen


Umsetzungsplan zu übermitteln und die FMA laufend über den


Fortschritt des Implementierungsprozesses zu informieren. Die neue


Frist zur Umsetzung der starken Kundenauthentifizierung im


E-Commerce-Bereich sowie Details zum Umsetzungsprozess und zu


laufenden Informationspflichten werden auf europäischer Ebene Ende


September 2019 beschlossen und europaweit einheitlich gelten.



Weitere Bereiche, in welchen die starke Kundenauthentifizierung


zukünftig anzuwenden ist - wie zum Beispiel beim Online-Zugriff auf


ein Zahlungskonto, bei elektronischen Überweisungen, oder bei Point


of Sale-Zahlungen - sind nicht von der Fristverlängerung betroffen.


In diesen Bereichen muss die starke Kundenauthentifizierung somit ab


dem 14. September 2019 europaweit angewendet werden.



Starke Kundenauthentifizierung bedeutet, dass die Identität einer


zahlenden Person mindestens anhand zweier Faktoren von insgesamt drei


zu überprüfen ist, um Betrugsfälle im Zahlungsverkehr zu minimieren.


Diese Faktoren sind:



* Wissen - etwas, das nur die zahlende Person weiß, wie zum


Beispiel ein Passwort




* Besitz - etwas, das nur die zahlende Person hat, wie zum Beispiel


eine Karte, die mittels Kartenlesegerät eingelesen wird, oder ein


Handy, auf dem ein TAN-Code empfangen wird


* Inhärenz - etwas, das nur die zahlende Person ist, wie zum


Beispiel ein Fingerabdruck oder GesichtsscanDie starke


Kundenauthentifizierung ist in der Richtlinie über Zahlungsdienste


(Payment Service Directive II, PSD II) geregelt, welche am 13. Jänner


2016 in Kraft trat und mit 1. Juni 2018, durch das


Zahlungsdienstegesetz 2018 (ZaDiG 2018), in nationales Recht


umgesetzt wurde. Ursprünglich hatten Unternehmen bis 14. September


2019 Zeit, auf starke Kundenauthentifizierung umzustellen. Die


Möglichkeit, einer Fristverlängerung bei Kartenzahlungen im


E-Commerce-Bereich ergibt sich aus der "Opinion on the elements of


strong customer authentification under PSD II", welche von der EBA am


21. Juni 2019 veröffentlicht wurde.


Weitere Informationen zur starken Kundenauthentifizierung erhalten


Sie unter dem folgenden Link:




[https://www.fma.gv.at/fma-aktuell/starke-kundenauthentifizierung/]


(https://www.fma.gv.at/?post_type=fma-spotlight-on&p=27572&preview=tr


ue)



Rückfragehinweis:


Mag. Annemarie Bauer, Bakk.


+43 / (0)1 / 24959-6007


+43/ (0) 676 / 88 249 519



Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/694/aom



*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER


INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***



OTS0055 2019-08-19/11:27











 
 

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