Erweiterte Funktionen


APA ots news: FMA und OeNB begrüßen Europäische Initiativen zur rascheren...




14.03.18 15:33
dpa-AFX

APA ots news: FMA und OeNB begrüßen Europäische Initiativen zur rascheren Adressierung von notleidenden Krediten



Kreditqualität bei Österreichs Banken besser als im


EU-Schnitt, bleibt aber im Fokus der Aufsicht



Wien (APA-ots) - Die Finanzmarktaufsicht (FMA) und Oesterreichische


Nationalbank (OeNB) begrüßen den gemeinsamen Vorstoß der Europäischen


Kommission und des Einheitlichen Europäischen Aufsichtsmechanismus


(Single Supervisory Mechanism, SSM), präventive Maßnahmen gegen einen


neuerlichen Anstieg notleidender Kredite in Europa zu setzen.

Die


Initiativen zielen auf einen rascheren und konsequenteren Umgang mit


notleidenden Krediten ab und ermöglichen so wieder mehr Neugeschäft.


"Die globale Finanzkrise hat gezeigt, dass sich die Kreditqualität in


den Banken vor allem in Aufschwungphasen entscheidet. Wir dürfen


angesichts der derzeit guten Entwicklung nicht nachlässig werden,


denn Kreditvergabe nach laxen Standards im Aufschwung führt danach zu


hohen Quoten notleidender Kredite.", so die Vorstände der FMA, Helmut


Ettl und Klaus Kumpfmüller.



Der Anteil der notleidenden Kredite in den konsolidierten


Bankbilanzen österreichischer Banken konnte im dritten Quartal 2017


gemäß Europäische Kommission auf 3,8 % gesenkt werden. Neben der


Abschreibung und Verwertung hatten auch Verkäufe von Portfolien


notleidender Kredite einen wesentlichen Anteil an dieser Reduktion.


Besonders stark hat der Anteil notleidender Haushalts- und


Unternehmenskredite in den Tochterbanken in Zentral-, Ost- und


Südosteuropa abgenommen (von 13,9 % auf 7,5 %*), aber auch in


Österreich selbst ist es zu einer leichten Reduktion auf niedrigem


Niveau gekommen (4,7% auf 3,2%). Zahlen der EZB und der Europäischen


Bankenregulierungsbehörde (EBA) zeigen, dass die österreichischen


Banken damit unter dem Gesamtdurchschnitt der EU liegen. Zudem


verfügen österreichische Banken über im europäischen Vergleich hohe


Deckungsquoten (Wertberichtigungen im Verhältnis zu notleidenden


Krediten) - während der Wert für europäische Banken bei 50,7 % liegt,


verfügen österreichische Banken über eine Deckungsquote von 63,8%.


Insgesamt ist somit für die österreichischen Banken keine


unerwarteten Belastungen zu rechnen



Der Abbau und die ausreichende Bevorsorgung von notleidenden


Krediten haben für die Aufsicht in Österreich seit Ausbruch der


Finanzkrise oberste Priorität. Sie sind daher auch Resultat einer


konsequenten Aufsichtstätigkeit. Das Thema Kreditvergabestandards,


insbesondere bei Wohnimmobilien, wird auch weiterhin im Fokus der


Aufsicht in Österreich bleiben. "Die rechtzeitige Bevorsorgung von


Krediten ist in jedem Fall eine sinnvolle, vorausschauende Maßnahme,


von der sowohl Banken als auch die Wirtschaft als Ganzes profitieren


werden. Im aktuell guten konjunkturellen Umfeld profitieren Banken


von sehr niedrigen Kreditrisikokosten. Eine konjunkturelle Eintrübung


oder Änderungen im Zinsumfeld könnten dies jedoch rasch ändern,


sodass die Banken das aktuelle Zeitfenster nützen müssen, um ihre


Ertragskraft zu stärken", so OeNB Vize-Gouverneur Mag. Andreas


Ittner.



Mit den Maßnahmen von Kommission und SSM werden Banken künftig


europaweit einheitlich verpflichtet, notleidende Kreditforderungen


innerhalb von zwei Jahren (unbesicherte) bzw. sieben Jahre


(besicherte) wertzuberichtigen oder anderweitig vom Kernkapital


abzuziehen. Die Initiativen der Europäischen Institutionen sind dabei


in die Zukunft gerichtet. Der Regulierungsvorschlag der Kommission


gilt für Kredite, die nach seinem in Kraft treten vergeben werden.



Der Text des Vorschlags der Europäischen Kommission ist abrufbar


unter:


[https://ec.europa.eu/info/publications/180314-proposal-non-performin


g-loans_en]


(https://ec.europa.eu/info/publications/180314-proposal-non-performin


g-loans_en)



*Der Prozentsatz bezieht sich auf das zweite Quartal 2017.



Rückfragehinweis:


Finanzmarktaufsicht


Klaus Grubelnik (FMA-Mediensprecher)


+43/(0)1/24959-6006 oder +43/(0)676/882 49 516



Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/694/aom



*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER


INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***



OTS0170 2018-03-14/15:28











 
 

Aktien des Tages
  

Jetzt für den kostenfreien Newsletter "Aktien des Tages" anmelden und keinen Artikel unseres exklusiven Labels AC Research mehr verpassen.

Das Abonnement kann jederzeit wieder beendet werden.

RSS Feeds




Bitte warten...