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AKTIE IM FOKUS 2: Hohe Gewinne und Dividende schieben Airbus Richtung Rekordhoch




15.02.18 10:34
dpa-AFX

(neu: mehr Stimmen, Aktienkurs)



FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Der Flugzeugbauer Airbus hat die Anleger am Donnerstag mit seiner operativen Gewinnentwicklung und einer überraschend hohen Dividende überzeugt.

Die Probleme beim Militärtransporter A400M, die 2017 eine weitere Milliardensumme gekostet hatten, rückten in den Hintergrund.



Die Papiere schnellten am Vormittag als einer der Favoriten im Index der mittelgroßen Werte MDax um 9,18 Prozent auf 91,90 Euro nach oben. Nach dem jüngsten Rückschlag bis auf 77,80 Euro nahmen sie damit wieder Kurs auf ihr Rekordhoch vom Januar: Bis zu den 93,76 Euro fehlten nur rund 2 Prozent.



Das bereinigte operative Ergebnis, die Entwicklung der Barmittel sowie die Dividende hätten die Erwartungen übertroffen, schrieb Analyst Christophe Menard vom Investmenthaus Kepler Cheuvreux in einer Studie.



Trotz einer Milliarden-Sonderbelastung für die anhaltenden Probleme beim Militär-Transportflugzeug A400M verdreifachte der Boeing -Rivale seinen Gewinn im abgelaufenen Jahr unter dem Strich nahezu. Die Aktionäre sollen mit einer von 1,35 auf 1,50 Euro je Anteilsschein erhöhten Dividende am Erfolg beteiligt werden.



Die Rückstellung von 1,3 Milliarden Euro im Zusammenhang mit dem A400M sei zwar etwas höher als gedacht, aber keine Katastrophe, erklärte Analyst David Perry von der US-Bank JPMorgan. Einige Investoren dürften eine Belastung bis zu 2 Milliarden Euro befürchtet haben. Zudem klinge die Unternehmensmitteilung mit Blick auf die Einigungen mit den Regierungen der Abnehmerstaaten des Militär-Transportflugzeugs positiv.



Überdies dürften die Verzögerungen beim modernisierten Mittelstreckenjet A320neo laut Perry wohl kaum zu einem Bremsklotz für Airbus werden. Der Jet verkauft sich derzeit so gut wie kein anderes Flugzeug, sorgt aber auch für Negativschlagzeilen. So drohen bei einem Teil der Baureihe die Triebwerke während des Flugs auszufallen.



Laut Konzernchef Tom Enders sind 32 ausgelieferte A320neo-Jets mit Antrieben der United-Technologies-Tochter Pratt & Whitney (P&W) von dem Problem betroffen, bei einem Drittel dieser Flieger geht es um beide Antriebe. Manche der betroffenen Maschinen müssen am Boden bleiben.



Die Airbus-Führung macht es nun von der Lösung dieses Problems abhängig, ob sie ihr Ziel erreichen kann, in diesem Jahr insgesamt 800 Verkehrsflugzeuge auszuliefern. Die neuen technischen Probleme beim Getriebefan-Triebwerk von Pratt & Whitney sind laut dem JPMorgan Experten Perry "sehr frustrierend", doch wohl früh genug im Jahr erkannt worden, um die Auslieferungsziele von Airbus nicht zu gefährden./mis/stw/das/jha/







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