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3 Entwicklungen in den Content-Kriegen, die man kennen sollte




27.06.18 08:00
Motley Fool

Netflix (WKN:552484) verdient die Anerkennung für einen Großteil des Wandels in der Medienlandschaft. Das Unternehmen wurde zum modernen Pionier im Streaming-Videosegment, aber es dauerte nicht lange, bis eine Reihe von gut betuchten Konkurrenten mit Plänen, Marktanteile zu stehlen, in den entstehenden Bereich eintraten. Amazon (WKN:906866) führte Prime Video als Teil seines Kundenbindungsprogramms ein und ermöglichte schließlich eigenständige Abonnements. Hulu hat sich für ein werbefinanziertes Modell entschieden, das auch heute noch läuft, selbst für diejenigen, die für ein Abonnement bezahlen, und Dutzende anderer Unternehmen sind in den Markt eingestiegen.


Obwohl viele versucht haben, Netflix’ Position anzugreifen, führt das Unternehmen mit 125 Mio. Mitgliedern weltweit den Markt weiter an. Das hat die Konkurrenz nicht davon abgehalten, den Einsatz zu erhöhen, und einige neue Entwicklungen zeigen, dass Netflix zwar de facto Champion bleibt, wir aber erst am Beginn des Spiels stehen.


Ändert HBO seine Strategie?

Jetzt, da Time Warner Teil von AT&T (WKN:A0HL9Z) geworden ist, haben bei HBO andere Führungskräfte das Sagen.


Der Premium-Kabelkanal setzt seit Langem auf die Qualität seiner Inhalte, um sich vom überfüllten und sich wandelnden Medienbereich abzuheben. In einem aktuellen Interview sagte Frank Rich von HBO, dass das Unternehmen inhaltlich eindeutig die Nase vorn hat gegenüber dem, was die Zuschauer auf Netflix finden. „Unser Punkt bei HBO ist, dass wir nicht alles übertragen“, sagte er. „Und eine Menge Netflix-Zeug ist toll, aber nicht alles.“ Rich ist vor allem für seine Arbeit am preisgekrönten HBO-Hit Veep bekannt.


Unter seinem neuen Eigentümer könnte HBO jedoch gezwungen sein, seine Produktion zu erhöhen, um in einer Welt zu konkurrieren, die zunehmend von Netflix beherrscht wird. John Stankey, der die Unterhaltungsabteilung für AT&T leiten wird, sagte in einem Interview, dass er plane, den Betrag zu erhöhen, den das Unternehmen für Eigenproduktionen ausgibt.


„Ich gehe davon aus, dass wir mehr in die Entwicklung von Inhalten bei HBO investieren werden … Ich denke, es gibt international eine Perspektive, bei der HBO sich dafür entscheiden könnte, direktere Beziehungen zu den Endverbrauchern zu unterhalten, als dies heute der Fall ist.“


Klingt, als wollte er wirklich mit Netflix konkurrieren – und möglicherweise ganz ohne die Kabelbetreiber.


Apple baut seine Pipeline aus

Obwohl viele schon lange den Einstieg von Apple (WKN:865985) in den Streaming-Videobereich befürchten, hat man von dem Unternehmen nicht viel mehr gehört seit Shows wie „Planet of the Apps“ und „Carpool Karaoke“, die einfach Serien für Abonnenten des Streaming-Musikdienstes waren.


In den letzten Monaten scheint das Unternehmen jedoch zu signalisieren, dass es ernsthafte Pläne hat, eine Reihe von hochkarätigen Deals mit Leuten wie M. Night Shyamalan, Reese Witherspoon und Jennifer Aniston zu unterzeichnen, um Programme zu entwickeln, sowie Steven Spielbergs 80er-Jahre Anthologie-Serie „Amazing Stories“ neu zu starten. Kürzlich hat das Unternehmen beschlossen, einen abendfüllenden Animationsfilm zu drehen, so ein Bericht von Bloomberg. Apple befindet sich in Verhandlungen mit dem preisgekrönten irischen Animationsstudio Cartoon Saloon, um das Projekt zu realisieren.


Es gibt auch einen Bericht, dass Apple einen mehrjährigen Vertrag mit Oprah Winfrey abgeschlossen hat, um eigene Inhalte für den iPhone-Hersteller zu erstellen, meldet The Hollywood Reporter. Die Vereinbarung umfasst Serien und Filme sowie Apps und Bücher. Der Bericht besagt auch, dass Oprah das Eigentum an den Inhalten behält.


Die Star-Power, die in diese jüngsten Geschäfte involviert ist, scheint auf ein wachsendes Interesse von Apple an der Einführung eines eigenen Streamingservices hinzuweisen, obwohl das Unternehmen seine Absichten noch nicht bestätigt hat.


Wichtige Entwicklungen

Amazon hat lange Zeit die zweite Geige neben Netflix gespielt, aber der E-Commerce-Gigant scheint sich von Netflix’ aktueller Strategie des direkten Kontakts zu kreativen Köpfen etwas abgeschaut zu haben. Erst Anfang Juni hat Amazon mehrere „First Look“-Deals mit
A-Listen-Talenten abgeschlossen, die ihnen erste Einblicke in Projekte geben. Amazon schloss eine Vereinbarung mit Jordan Peele und seinem Produktionsunternehmen Monkeypaw Productions, die bereits mehrere Shows auf Prime haben. Auch mit Nicole Kidman und ihren Blossom Films hat das Unternehmen einen ähnlichen Vertrag über Filme, Originalserien und digitale Inhalte abgeschlossen.


Dies markiert eine strategische Veränderung für Amazon. Das Unternehmen hat vor Kurzem Jennifer Salke angeheuert, um die Leitung der Amazon Studios zu übernehmen, nachdem der frühere Leiter der Studios nach Vorwürfen sexueller Belästigung gegangen war. Salke sagte, dass das Unternehmen nicht die gleiche Art von Volumen wie Netflix produzieren würde:


„Ich denke, wir werden etwas anderes anbieten als unsere Konkurrenten oder zumindest das, was Netflix tut… Wir wollen kuratieren und die Heimat für die besten Talente sein sowie echte strategische und kreative Partnerschaften mit Autoren eingehen, die nach einem Ort mit weniger Volumen suchen. Wir wollen sehr produktiv sein und aggressiv vorgehen und wir haben die volle Unterstützung des Unternehmens.“


Der rote Faden

Wenn es ein Thema gibt, das diese jüngsten Entwicklungen verdeutlicht, dann dies, dass jeder aktiv versucht, einen Weg zu finden, um mit Netflix zu konkurrieren. Der Streaming-Riese verursachte einen massiven Wandel in der Medienlandschaft und nun sind andere dabei, sich anzupassen. Wenn du irgendwelche Zweifel hast, schau dir nur die vor Kurzem abgeschlossene Fusion von AT&T und Time Warner an oder beobachte den anstehenden Kampf zwischen Disney und Comcast darüber, wer den Zuschlag bei Fox erhält.


Im Moment gibt aber Netflix den Ton an und andere Unternehmen versuchen nur, einen Weg zu finden, mitzuhalten.


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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, ein Tochterunternehmen von Amazon, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. 


Dieser Artikel wurde von Danny Vena auf Englisch verfasst und am 18.06.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.


The Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon, Apple, Netflix und Walt Disney. The Motley Fool hat folgende Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple und Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple.


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