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25 Jahre XJ220 & 60 Jahre XKSS - zwei Jaguar Supersportwagen zu Besuch in der Eifel (FOTO)




13.08.17 10:00
news aktuell

Schwalbach/Ts. (ots) -

- Mit knapp 350 km/h war der Mittelmotor-Supersportler XJ220 bis
Mitte der 90er-Jahre der schnellste Serienwagen der Welt

- Der XJ220 wurde zwischen 1992 und 1994 zum Preis von einer
Million DM nur 281 Mal gebaut; Twin-Turbo V6 schickten 542 PS
auf die Hinterachse

- Nach Original-Werksunterlagen neu aufgebauter XKSS ("Car Zero"),
als Blaupause für eine Serie von neun Kundenfahrzeugen erstmals
vor deutschem Publikum zu sehen

- XKSS von 1957 auf technischer Basis des in Le Mans siegreichen
D- Type gilt als erster Supersportwagen der Automobilgeschichte

Schwalbach/Nürburg - 13. August 2017 - Er ist 1,14 Meter hoch,
leistet gut 540 PS und wurde nur 281 Mal gebaut. Keine Frage: Der
XJ220 von 1992 ist am kommenden Wochenende der absolute Star auf dem
Jaguar Land Rover-Stand des 45. AvD Oldtimer Grand Prix. An den
Wochenenden und unter der Leitung von Chefkonstrukteur Jim Randle von
einer verschworenen Gruppe von Ingenieuren und Designern im Geheimen
entwickelt, war er das Produkt einer Hochblüte für Supersportwagen
und mit fast 350 km/h bis Mitte der 90er Jahre das schnellste
Serienauto der Welt. Zum 25-jährigen Jubiläum des XJ220 zeigt Jaguar
Classic in der Eifel den achten von zehn Entwicklungsprototypen. Er
wurde aus Anlass der offiziellen Eröffnung des eigens für den XJ220
errichteten Werkes in Bloxham am 1. Oktober 1991 von keiner
Geringeren als Prinzessin Diana enthüllt. Ebenfalls zu bestaunen auf
dem Stand oberhalb der Jaguar Kurve ist der Vorläufer ("Car Zero"),
einer Serie von neun Kundenfahrzeugen des Jaguar XKSS. Diese nach
Originalplänen von Grund auf neu aufgebauten "Continuation Cars"
schließen einen "missing link" in der Jaguar Markengeschichte. Denn
nach einem Feuer im Jaguar Werk entstanden vom ersten Supersportwagen
der Autogeschichte 1957 nur 16 von 25 geplanten Exemplaren.

XJ220: "Saturday Club Car" - im Geheimen entwickelter
Supersportwagen Die späten 1980er Jahre waren eine Blütezeit für
Hochleistungs-Sportwagen. Porsche brachte den 959, Ferrari den F40
und ebenfalls in Italien entstand sogar ein neuer Bugatti. Da wollte
auch Jaguar nicht zurückstecken und entwickelte unter Leitung des
damaligen Chefkonstrukteurs Jim Randle den XJ220. Weil er von den
Jaguar Ingenieuren in ihrer Freizeit und auf freiwilliger Basis
aufgebaut wurde, lief er intern unter der Bezeichnung "Saturday Club
Car". Nach dem Vorbild früherer Projekte aus Coventry war die Ziffer
im Typennamen Programm: "220" stand für die angestrebte
Höchstgeschwindigkeit von 220 Meilen pro Stunde, was rund 350 km/h
entsprach.

Als Konzeptstudie zeigte Jaguar den vom südafrikanischen Designer
Keith Helfet gezeichneten XJ220 auf der British Motor Show von 1988
in Birmingham. Zu diesem Zeitpunkt noch mit nach oben aufschwingenden
Scherentüren ("Scissors doors") und einem gut 500 PS starken
V12-Saugmotor mit 6,2 Litern Hubraum. Das direkt von den siegreichen
Jaguar Gruppe C-Sportwagen abgeleitete Triebwerk schickte seine Kraft
im Verhältnis 31 Prozent (vorn) und 69 Prozent (hinten) noch auf alle
vier Räder.

Der in der Eifel gezeigte Wagen ist das achte Modell aus einer
Serie von zehn Entwicklungsprototypen und befindet sich heute im
Besitz des Jaguar Heritage Trust. Er wurde von Prinzessin Diana aus
Anlass der offiziellen Eröffnung des eigens für den XJ220 errichteten
Werkes in Bloxham am 1. Oktober 1991 enthüllt und später von Jaguar
als Presse- und Showcar genutzt - öffentlich gezeigt wurde "Nummer
acht" auf der Tokio Motor Show am 23. Oktober 1991.

Ebenso wie im 1992 angelaufenen Serienmodell sorgte hier bereits
ein mit 542 PS noch kräftigerer 3,5-Liter-V6 mit Bi-Turbo-Aufladung
und Vierventil-Köpfen für mächtig Vortrieb. Zugleich hatten die
Ingenieure von Jaguar Sport und Tom Walkinshaw Racing das Chassis um
25 Zentimeter gekappt und den Allrad- durch einen Heckantrieb
ersetzt. Die Modifikationen drückten das Gewicht von 1.564 auf 1.350
Kilo und machten den nun "nur" noch 4,85 Meter langen XJ220 satte 25
Zentimeter kürzer. Statt durch die Scherentüren schlängelten sich die
beiden Passagiere nun durch zwei konventionelle Einstiegsöffnungen in
das hautenge Cockpit.

"Ein Tyrannosaurus Rex im Reich der Eidechsen" (ams, Heft 19/94)
Als Jaguar bekannt gab, mindestens 220 und bei entsprechender
Nachfrage maximal 350 Einheiten bauen zu wollen, gingen in wenigen
Tagen 1.200 Bestellungen für den, laut auto motor und sport-Tester
Götz Leyrer, "Tyrannosaurus Rex im Reich der Eidechsen" ein. Die
Endmontage lief Anfang 1992 an, erste Auslieferungen folgten im Juli.
Zu den Erstkunden gehörten Popstar Elton John und der Sultan von
Brunei.

Zwar entsprach das Chassis des XJ220 mit seiner
Aluminium-Lamellen-Bauweise dem Anspruch an einen
Hochleistungs-Sportwagen, doch zugleich verströmten feine Ledersitze,
hochflorige Teppiche und ein hochwertiges Soundsystem jenes Ambiente,
das Kunden nur von der Raubkatzenmarke erwarteten. Eine echte
Besonderheit waren auch die vier in die Fahrertür integrierten
Rundanzeigen - im Armaturenbrett war schlicht kein Platz mehr für
sie.

Wie schnell der XJ220 tatsächlich fuhr, testete Jaguar mit Hilfe
seiner Werks-Rennfahrer auf geschlossenen Prüfgeländen. 1991
erreichte Andy Wallace auf der Firestone-Testbahn in Fort Stockton
(Texas) eine 341,6 km/h. Im italienischen Nardò verbesserte Martin
Brundle dann im Jahr darauf diesen Wert auf 349,4 km/h, was den XJ220
endgültig zum damals schnellsten Serienfahrzeug der Welt machte.

Zum Verkauf der angestrebten 350 Autos kam es trotz aller fraglos
vorhandenen Qualitäten und des spektakulären Designs dann aber nicht.
In der einsetzenden Rezession stornierten viele Kunden ihre
Bestellungen, sodass zwischen 1992 und 1994 insgesamt nur 281
Exemplare des eine Million DM teuren XJ220 das Werk verließen. Umso
begehrter ist dieser einst schnellste Serienwagen der Welt bis heute
bei passionierten Sammlern.

Sieg in der GT-Klasse bei den 24 Stunden von Le Mans 1993 Zu
Rennsportruhm kam der XJ220 dann noch bei den 24 Stunden von Le Mans
des Jahres 1993: Unter Bewerbung von TWR traten drei XJ220 C (C für
Competition) in der GT-Klasse gegen Porsche, Lotus, Ferrari und
Venturi an. Die in der IMSA-Kategorie genannten Autos zeigten sich
gegenüber der Serienversion vor allem aerodynamisch stark verbessert
und trugen anstelle der Aluminium-Karosserie eine Hülle aus
superleichtem Kohlefaser-Verbundmaterial. Die Motorleistung blieb als
Folge von zwei dem Reglement geschuldeten Luftmengengrenzern jedoch
auf etwa 550 PS beschränkt. Nach 24 Stunden gingen David Coulthard,
John Nielsen und David Brabham als Sieger der Klasse durchs Ziel, nur
um kurze Zeit später disqualifiziert zu werden. Ob die XJ220 nun
tatsächlich, wie vom veranstaltenden ACO gefordert, mit Katalysatoren
hätten fahren müssen oder nicht, bleibt bis heute ein Streitpunkt.
Die Pokale zumindest wollten die Franzosen nie zurückhaben.

XKSS: Continuation Car-Programm des ersten Supersportwagens der
Welt Der am Nürburgring ausgestellte Jaguar XKSS darf als
spiritueller Vorläufer des XJ220 gelten. Nach den Le Mans-Siegen von
1955, 1956 und 1957 sowie dem Rückzug des Werkes aus dem Motorsport
hatte Jaguar Chef Sir William Lyons am 14. Januar 1957 entschieden,
25 verbliebene D-Type Monocoques zum weltweit ersten Supersportwagen
umzubauen. Der mit seinem 3,4 Liter großen Reihensechszylinder 230
km/h schnelle und nur 920 Kilo schwere XKSS war primär für den
US-Export bestimmt, doch nur 16 Autos wurden vor Ausbruch des großen
Feuers vom Februar 1957 fertig.

Die für die Straßenzulassung durchgeführten Änderungen umfassten
im Vergleich zum Genspender D-Type eine höher gezogene
Windschutzscheibe mit massivem Chromrahmen, Seitenscheiben, eine
zweite Tür auf der Beifahrerseite, vordere und hintere Stoßstangen,
geänderte Scheinwerfer und Rückleuchten sowie die Demontage der
Trennstrebe zwischen Fahrer und (imaginärem) Beifahrer sowie der
ikonischen Heckflosse. Ein Stoffdach bot rudimentären Schutz vor Wind
und Regen, statt eines Kofferraums gab es nur einen Gepäckträger, und
eine Sitzverstellung fehlte völlig. Ins Auto gelangte man über
empfindlich hohe Seitenschweller.

Beim Oldtimer Grand Prix zu bestaunen ist der Vorläufer ("Car
Zero"), einer Serie von neun Kundenfahrzeugen des XKSS, die noch im
Laufe des Jahres an eine weltweite Kundschaft ausgeliefert werden.
Die nach Originalplänen neu geborenen XKSS schließen nun diesen
"missing link" in der Markenhistorie, sprich die nach dem Feuer im
Werk Browns Lane nicht mehr fertiggestellten neun Chassis.

Die von Jaguar Classic beim Nachbau von sechs originalgetreuen
E-Type Lightweight 2014/2015 gesammelten Erfahrungswerte fließen
dabei auch in die mit fortlaufenden Fahrgestellnummern versehenen
XKSS ein.

10.000 Stunden Handarbeit fließen in jeden "neuen" XKSS Anders als
bei den Reborn-Programmen von Jaguar und Land Rover handelt es sich
bei "Continuation Cars" wie den neun XKSS um von Grund auf neu und in
rund 10.000 Stunden per Hand aufgebaute Modelle historischer
Markenikonen. Anhand des im Werksbesitz bleibenden Vorläufers der
Neuner-Serie des XKSS können Besucher des Oldtimer Grand Prixs en
detail die hohe Fertigungsgüte dieser wunderschönen Nachbauten
bewundern.

Wie anno 1957 besteht auch die Karosserie der "neuen" XKSS aus
einer Magnesium-Legierung. Die Original-Holzformen, über die die
Bleche per Hand in Form geklopft werden, rekonstruierte Jaguar
Classic mithilfe von Karosserien aus den 1950er-Jahren. Die Rahmen
werden auf Originalbasis computergestützt nachkonstruiert und die
Bestandteile werden getreu des für das Original angewendeten
Schweißverfahrens mit Bronze zusammengefügt. Ebenfalls authentisch
sind die Dunlop-Scheibenbremsen an allen vier Rädern und die auf
genieteten zweiteiligen Felgen aus einer
Magnesium/Aluminium-Legierung aufgezogenen Dunlop-Pneus. Auch im
Interieur ist vom Holzlenkrad über die Narbung der Ledersitze bis zu
den Smiths-Rundinstrumenten alles so wie vor 60 Jahren.

Über Jaguar Land Rover Classic

Jaguar Land Rover Classic ist eine Abteilung des Geschäftsbereichs
Special Vehicle Operations. Mit Sitz in Coventry, im neu errichteten
Classic Headquarter "Jaguar Land Rover Classic Works" kümmert sich
ein 130 köpfiges Team um fachmännische Dienstleistungen wie Service
und Restaurierung, Original-Ersatzteile und unvergessliche Erlebnisse
für eine weltweite Gemeinde von Liebhabern klassischer Jaguar und
Land Rover.

Über Jaguar

Seit mehr als acht Jahrzehnten steht der Name Jaguar in der
Automobilwelt für elegantes Design ebenso wie für atemberaubende
Leistung. Das heutige Modellportfolio mit dem Jaguar Signet
verkörpert "The Art of Performance" in herausragender Weise. 2018
wird die Modellfamilie um den Performance SUV I-PACE, dem ersten
elektrisch betriebenen Jaguar, erweitert. Darüber ergänzt der Premium
Kompakt-SUV E-PACE ab Anfang 2018 die modellpalette. Aktuell besteht
das Jaguar Modellportfolio aus den erfolgreichen und vielfach
prämierten Limousinen-Baureihen XE, XF und XJ ebenso wie dem rassigen
Sportwagen F-TYPE sowie dem Performance-Crossover F-PACE, dem
verkaufsstärksten Modell in der Jaguar Geschichte.

Über die Kooperation zum XJ220 mit Pirelli: Der neue Pirelli P
Zero für den Jaguar XJ220 wurde speziell für den einzigartigen
Charakter dieses legendären Supersportwagens entwickelt, und
verbindet eine klassische Optik mit modernster Reifentechnologie.

Der Reifen gehört zur kürzlich lancierten "Pirelli Collezione":
Einem von der italienischen Firma eigens für die prestigeträchtigsten
automobilen Klassiker der Welt entwickelten Sortiment von
Spezialreifen.

Seine Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit verdankt der P Zero
für den Jaguar einer hochkomplexen Innenstruktur, verbunden mit einem
asymmetrischen Spezialprofil, das eine optimale Straßenlage und
Aquaplaningresistenz gewährleistet. Dazu Ernesto Garcia Domingo,
Geschäftsführer Motorsport bei Pirelli: "Der legendäre Jaguar XJ220
ist das perfekte Aushängeschild für die Qualitäten der Pirelli
Collezione: Spezialreifen mit klassischer Optik und modernster, vom
Motorsport inspirierter Reifentechnologie."

Weitere Informationen und Bilder zur redaktionellen Nutzung finden
Sie unter: http://de.media.jaguar.com und unserer neuen
Corporate-Site: http://jaguarlandrover.com

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Pressekontakt:
Jaguar Land Rover Deutschland GmbH
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Am Kronberger Hang 2a
D-65824 Schwalbach/Ts.
Andrea Leitner-Garnell, Direktorin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 06196 9521 162, aleitner@jaguarlandrover.com

Original-Content von: Jaguar Land Rover Deutschland GmbH - Presse Jaguar, übermittelt durch news aktuell

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