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125 Jahre Butterkeks - Wie aus dem "Cake" der "Keks" wurde (AUDIO)




19.10.16 12:03
news aktuell

Hannover (ots) -

Anmoderationsvorschlag:

Nur echt mit 52 Zähnen! Diesen Spruch kennt man aus der Werbung
und man verbindet ihn mit Keksen - besser gesagt mit den Leibniz
Butterkeksen. Vor ziemlich genau 125 Jahren kam der erste dieser
Kekse auf den Markt. Trendsetter und Marketinggenie Hermann Bahlsen
hatte ihn in seiner Hannoverschen Cakesfabrik hergestellt. In diesen
125 Jahren ist so einiges passiert - von einer Goldmedaille bei der
Weltausstellung in Chicago, über neue Wortschöpfungen bis zu einem
spektakulären Kriminalfall. Helke Michael berichtet.

Sprecherin: Den Keks hat Hermann Bahlsen in Schottland kennen und
lieben gelernt und ihn mit nach Deutschland gebracht. Kurz nach
Gründung des Unternehmens bereiste er aufmerksam die Welt und
sammelte Ideen.

O-Ton 1 (Werner M. Bahlsen, 0:27 Min.): "Er war in Chicago bei der
Weltausstellung und hat sich dort unter anderem die Fleischindustrie
oder die Schlachthöfe angeguckt. Da hat er gesehen, dass es
Fließbänder gab und die hat er dann Zuhause eingeführt. Genauso wie
er als erster eine Leuchtreklame am Potsdamer Platz in Berlin hat
aufstellen lassen. Er hat Gesundheitskurse für seine Mitarbeiter in
der Fabrik eingeführt."

Sprecherin: So Werner M. Bahlsen, der das Familienunternehmen in
3. Generation führt. Der Pionier- und Erfindergeist seines Großvaters
machte auch vor der deutschen Sprache nicht Halt, als er das
englische Wort "Cake" kurzerhand eindeutschte und "Keks" daraus
machte. Aber warum nannte Bahlsen seinen Butterkeks Leibniz?

O-Ton 2 (Werner M. Bahlsen, 0:17 Min.): "Mein Großvater war
sozusagen auch der Erfinder des Marketings. Er hat sich gesagt: 'Ich
muss den Butterkeks nicht einfach Butterkeks nennen, sondern ich muss
ihm eine Persönlichkeit geben.' Und da ist er auf den berühmten Sohn
der Stadt Hannover Gottfried Wilhelm Leibniz gekommen." Sprecherin:
Der Spruch mit den 52 Zähnen ist allerdings auf eine
Produktionsmaschine zurückzuführen, die zufällig diese 52 Zähne
hatte.

O-Ton 3 (Werner M. Bahlsen, 0:10 Min.): "Der Spruch ist erst sehr
viel später entstanden, aber er soll sozusagen zeigen, dass der
Leibniz-Keks das Original ist. Und mit 51 Zähnen schmeckt er einfach
nicht."

Sprecherin: Und dann gab es ja noch einen spektakulären
Kriminalfall - als das Wahrzeichen des Unternehmens, der goldene
Keks, geklaut wurde. Wer hinter der Aktion steckte, weiß man bis
heute nicht.

O-Ton 4 (Werner M. Bahlsen, 0:26 Min.): "Wir haben dann eine Art
Erpresserbrief bekommen vom 'Krümelmonster'. Wir haben das genutzt
und haben 52 soziale Einrichtungen mit Keksen versorgt - 52, weil
eben 52 Zähne. Das hat eine große Aufregung gegeben. Soweit, dass
selbst in Japan das Fernsehen darüber berichtet hat. Wichtig ist uns,
dass wir den Keks zurückbekommen haben. Und er hängt wieder da, wo er
hingehört."

Abmoderationsvorschlag:

Übrigens, der "Goldene Keksklau" war nicht nur im japanischen
Fernsehen Thema. Die Geschichte war so spektakulär, dass sogar die
New York Times und die englische BBC darüber berichtet haben.

ACHTUNG REDAKTIONEN:

Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Sendemitschnitt bitte
an ots.audio@newsaktuell.de.



Pressekontakt:
K3 Presseagentur GmbH
Natali Frisch
Tel: 040/22 82 05 69
E-Mail: n.frisch@k3presseagentur.de

Original-Content von: Bahlsen GmbH & Co.KG, übermittelt durch news aktuell

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