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TecDAX kritische Charttechnik


09.04.2010
DAX-Ausblick

Rosenheim (aktiencheck.de AG) - Während DAX und MDAX seit Ende Februar jeweils im zweistelligen Prozentbereich zulegen konnten, hinkt der TecDAX mit einem Plus von 6% derzeit deutlich hinterher, so der Experte vom "DAX-Ausblick", Sebastian Hoffmann.

Dabei seien es doch gerade die Technologie-Werte gewesen, die seit dem März-Tief 2009 mit Profiten von bspw. +669% (AIXTRON) die großen Blue Chips weit hinter sich zurückgelassen hätten. Jetzt komme die Aufwärtsbewegung - in der das Technologie-Barometer in nur 13 Monaten 435 Punkte bzw. 109% habe aufsatteln können - spürbar ins Stocken.


Damit werde es jetzt spannend, denn: Zusammen mit der seit Anfang November gültigen Auf- sowie der Januar-Abwärtstrendgeraden könne nun ein Dreieck konstruiert werden. Bullish aufgelöst werde diese Formation aber erst mit dem Break per Schlusskurs über das März-Hoch bei 846 Punkten. Dann wäre der Weg frei bis zum Jahreshoch im Bereich von 870 Zählern und anschließend könnte sogar die 900er Punkte-Marke ins Visier genommen werden.

Bis dahin gelte allerdings zu beachten: In den kommenden Sitzungen dürfte sich auch entscheiden, ob das Technologie-Barometer weiter dem Verlauf der Jahre 2003/2004 folge oder wie DAX bzw. MDAX jetzt von dieser Route abweiche. Die Notierungen hätten sich zuerst genau an den 2003er und anschließend an den 2004er Kursverlauf gehalten. In beiden Fällen sei es im März zum Aufwärtsdreh gekommen, worauf bis zum Jahresende eine gewaltige Rally gefolgt sei, in der der Tec-Index zweimal rund 100% aufgesattelt habe. Eine weitere Übereinstimmung finde man dann beim Jahreshoch, das wie 2004 im Januar markiert werde und trotz kurzfristiger Erholung das ganze Jahr über nicht mehr erreicht werden sollte.

Das heiße: Bleibe der TecDAX weiter auf der Spur des 2004er Verlaufs, seien über die Sommermonate deutlich schwächere Niveaus zu erwarten. Gleichzeitig erkenne man aber auch, dass im August dann mit einer lukrativen Einstiegsgelegenheit für Calls zu rechnen sei. Denn nach einem turbulenten Sommer dürfte der TecDAX dann mit einem beeindruckend starken Restjahr überzeugen. (09.04.2010/ac/a/m)



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