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Ausblick: Stärkere Eröffnung erwartet
20.07.2010
aktiencheck.de
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die deutschen Standardwerte schlossen am ersten Tag der neuen Handelswoche mit Abschlägen. Der DAX (ISIN DE0008469008 / WKN 846900) verlor nach zwischenzeitlichen Gewinnen 0,52 Prozent auf 6.009,11 Punkte. Der MDAX (ISIN DE0008467416 / WKN 846741) kam daneben ebenfalls um 0,35 Prozent zurück auf 8.108,61 Stellen. Der SDAX (ISIN DE0009653386 / WKN 965338) bröckelte um 0,54 Prozent ab auf 3.946,53 Zähler. Der TecDAX (ISIN DE0007203275 / WKN 720327) gab 0,51 Prozent ab auf 771,08 Punkte.
Asiatische und US-Börsen:
Die US-Leitindizes beendeten den Handel am Montag mit Kursgewinnen. Während der Dow Jones (ISIN US2605661048 / WKN 969420) mit 10.154,43 Punkten um 0,56 Prozent zunahm, zog der Nasdaq Composite (ISIN XC0009694271 / WKN 969427) um 0,88 Prozent an auf 2.198,23 Zähler. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072 / WKN A0AET0) gewann 0,60 Prozent auf 1.071,25 Zähler. Die Futures notieren derzeit im Plus. So tendiert der Dow Jones Future bei 10.084,00 Punkten (+24,00 Punkte), der NASDAQ Future bei 1.806,25 Punkten (+0,75 Punkte) und der S&P Future bei 1.063,90 Zählern (+0,10 Punkte).
Die größten Börsen in Asien entwickeln sich nach den guten Vorgaben der US-Börsen mehrheitlich freundlich. Nachdem die japanischen Börsen gestern feiertagsbedingt geschlossen blieben, notiert der Nikkei-Index heute in Tokio mit einem Minus von 1,15 Prozent bei 9.300,46 Punkten.
In China zeigen die Aktienmärkte hingegen grüne Vorzeichen. So steht der Hang Seng derzeit mit 1,37 Prozent im Plus bei 20.365,70 Punkten, während der Shanghai Composite um 2,11 Prozent anzieht auf 2.527,57 Punkte.
Der Markt heute:
Der Bund Future steigt bisher um 0,01 Prozent auf 128,74 Punkte.
Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Kursgewinnen starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 6.044 Punkten. Der DAX-Future notiert derzeit bei 6.040,50 Zählern (-0,1 Prozent).
In Deutschland stehen heute die Erzeugerpreise zur Veröffentlichung an. Ferner werden in Japan die Frühindikatoren und in Italien die Außenhandelsdaten sowie Industrieaufträge und -umsätze bekannt gegeben. Aus den USA werden heute die Wohnbaugenehmigungen und Wohnbaubeginne gemeldet.
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Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:
Quartalszahlen stehen heute bei A.O. Smith Corp., Apple Inc., Bank of New York Mellon Corp., Biogen Idec Inc., Blackstone GroupLP, Boston Scientific Corp., Cintas Corp., Gilead Sciences Inc., Goldman Sachs Group Inc., Harley-Davidson Inc., Illinois Tool Works Inc., Johnson & Johnson, Juniper Networks Inc., Marshall & Ilsley Corp., Omnicom Group Inc., PepsiCo Inc., Seagate Technology, SLM Corp., State Street Corp., TD Ameritrade Holding Corp., UAL Corp., United Rentals Inc., UnitedHealth Group Inc., Whirlpool Corp., Yahoo Inc. und Ryanair Holdings plc an.
Der deutsche Markt am Montag:
Die deutsche Wirtschaft befindet sich nach Angaben des Bundesfinanzministeriums (BMF) auf Erholungskurs. Wie das BMF in seinem am Montag präsentierten Monatsbericht erklärt, zeigen die aktuellen Wirtschaftsdaten, dass die gesamtwirtschaftliche Aktivität im zweiten Quartal 2010 wesentlich stärker zugenommen haben dürfte als im ersten Vierteljahr.
Im DAX richteten sich die Blicke vor allem auf die Aktie von Volkswagen (ISIN DE0007664005 / WKN 766400). Dem Autobauer drohen einem Medienbericht zufolge wegen der gescheiterten Übernahme durch Porsche Automobil Holding SE (ISIN DE000PAH0038 / WKN PAH003) Schadenersatzzahlungen in Milliardenhöhe. Einem Magazinbericht zufolge wollen Anwälte der Münchner Kanzlei CLLB, die mehrere Dutzend Fonds vertreten, ihre Schadenersatzansprüche über 2,4 Mrd. Euro gegenüber Porsche jetzt auf den Wolfsburger Konzern ausweiten. Am Ende ging der Wert mit einem Minus von 1,8 Prozent in den Feierabend.
Ebenfalls schwächer tendierten die Anteilsscheine von MAN (ISIN DE0005937007 / WKN 593700). Einem Medienbericht zufolge schreibt die Lkw-Sparte des Konzerns seit März wieder schwarze Zahlen und ist jetzt nach der Krise sogar wieder optimistisch fürs Gesamtjahr. Am Montag kündigte MAN daneben an, dass man in Mexiko am Standort Querétaro Produktion und Verkauf von Lkw und Bussen bündelt. Am Ende musste der Wert mit Minuszeichen von mehr als 2,1 Prozent mit der Roten Laterne vorlieb nehmen.
Siemens (ISIN DE0007236101 / WKN 723610) präsentierte sich über weite Strecken behauptet, musste am Ende jedoch Federn lassen. Zunächst hatte der Industriekonzern einen Großauftrag für seine Sparte Siemens Energy aus Saudi Arabien im Wert von 100 Mio. Euro vermeldet. Am Nachmittag kündigte außerdem Nokia Siemens Networks, ein Gemeinschaftsunternehmen von Siemens und dem finnischen Technologiekonzern Nokia (ISIN FI0009000681 / WKN 870737) die Übernahme von Teilen der Netzwerktechniksparte des US-Konzerns Motorola (ISIN US6200761095 / WKN 853936) für 1,2 Mrd. Dollar an. Am Ende verzeichnete die Aktie ein Minus von mehr als 1,3 Prozent.
Wichtige Meldungen:
Der US-Halbleiterhersteller Texas Instruments Inc. (ISIN US8825081040 / WKN 852654) gab am Montag nach Börsenschluss die Zahlen für das zweite Quartal 2010 bekannt. Der Nettogewinn belief sich auf 769 Mio. Dollar bzw. 62 Cents je Aktie, nachdem im Vorjahreszeitraum ein Nettoergebnis von 260 Mio. Dollar bzw. 20 Cents je Aktie erzielt worden war.
Der US-Technologiekonzern International Business Machines Corp. (IBM) (ISIN US4592001014 / WKN 851399) gab am Montag nach US-Börsenschluss die Ergebnisse für das zweite Quartal 2010 bekannt. Dabei konnten der Gewinn um 9 Prozent gesteigert und die Erwartungen übertroffen werden. Der leichte Umsatzanstieg lag dagegen unterhalb der Schätzungen der Analysten. (20.07.2010/ac/n/m)