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Börse Frankfurt Schluss: Verluste, MAN und Lufthansa sacken ab
29.07.2010
aktiencheck.de
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich mit Abschlägen in den Feierabend verabschiedet. Der DAX (ISIN DE0008469008 / WKN 846900) gab nach zwischenzeitlichen Gewinnen 0,72 Prozent ab auf 6.134,70 Punkte. Der MDAX (ISIN DE0008467416 / WKN 846741) verlor daneben 1,06 Prozent auf 8.405,41 Stellen. Der SDAX (ISIN DE0009653386 / WKN 965338) fiel um 0,15 Prozent zurück auf 4.140,50 Zähler. Der TecDAX (ISIN DE0007203275 / WKN 720327) verlor 1,04 Prozent auf 771,61 Punkte. Der Bund Future gewann zuletzt 0,19 Prozent auf 128,05 Zähler. Der Euro stieg zuletzt um 0,53 Prozent auf 1,3066 Dollar.
Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland hat sich im Juli im Zuge der Sommerpause erhöht. Laut Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) stieg die Zahl der Arbeitslosen binnen Monatsfrist um 39.000 auf insgesamt rund 3.192.000 Menschen. Saisonbereinigt ergibt sich aber eine Abnahme um 20.000. Die Arbeitslosenquote zog gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 7,6 Prozent an.
Die breiten US-Indizes lagen zum Xetra-Schluss mit bis zu 1,1 Prozent hinten. Wie das Arbeitsministerium in Washington erklärte, hat sich die Arbeitsmarktsituation in den USA in der Vorwoche verbessert. So verringerte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 11.000 auf 457.000, während Volkswirte im Vorfeld einen Rückgang auf 460.000 prognostiziert hatten. Zahlen kamen unter anderem von Exxon Mobil (ISIN US30231G1022 / WKN 852549) (-0,4 Prozent), Motorola (ISIN US6200761095 / WKN 853936) (+2 Prozent) und Visa (ISIN US92826C8394 / WKN A0NC7B) (-4,7 Prozent). Nachbörslich lassen mitunter Amgen, Eastman Chemical und Expedia in ihre Bücher blicken. Am Freitag werden in den USA unter anderem das BIP, der Arbeitskostenindex, der Chicagoer Einkaufsmanagerindex und die Verbraucherstimmung erwartet. Zahlen kommen unter anderem von Alcatel-Lucent, Anglo American, Arch Coal, AUDI, British Airways, Chevron, EDF, First Solar, GEA Group, HeidelbergCement, Lafarge, JC Decaux, EnBW, EADS, Merck & Co, Mitsubishi, PSI, Renault, Schneider Electric, Total, Wacker Chemie und Weyerheauser.
Merck (ISIN DE0006599905 / WKN 659990) zogen an der DAX-Spitze um 4,6 Prozent an. Der Pharmakonzern hat im zweiten Quartal deutlich mehr verdient und seine Gesamtjahresprognose angehoben. Die Erlöse stiegen um 16 Prozent auf ein Rekordhoch von 2,21 Mrd. Euro. Das Ergebnis nach Steuern kletterte um 70 Prozent auf 187 Mio. Euro. Im Gesamtjahr sollen die Gesamterlöse um 21 Prozent und das operative Ergebnis um 90 Prozent gesteigert werden. Wie der Autobauer Volkswagen (ISIN DE0007664039 / WKN 766403) mitteilte, konnte er im ersten Halbjahr mit einem deutlichen Ergebnisplus aufwarten. Der Umsatz lag mit 61,81 Mrd. Euro um 20,7 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Zahl der Auslieferungen an Kunden kletterte um 15,8 Prozent auf 3,613 Millionen, wobei der weltweite Marktanteil von 11,6 auf 11,7 Prozent gesteigert werden konnte. Beim Konzernergebnis nach Steuern hatte man einen Anstieg auf 1,82 Mrd. Euro (Vorjahreszeitraum: 494 Mio. Euro) vorzuweisen. VW verteuerten sich um 3,1 Prozent.
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Bayer (ISIN DE000BAY0017 / WKN BAY001) gingen mit -0,1 Prozent in den Feierabend. Der Pharmakonzern hat im zweiten Quartal erneut einen Anstieg beim Umsatz und dem bereinigten Konzernergebnis erzielt. Die Erlöse erhöhten sich um 14,6 Prozent auf 9,18 Mrd. Euro. Das Konzernergebnis ging leicht zurück auf 525 Mio. Euro. Das bereinigte Ergebnis je Aktie stieg von 1,05 auf 1,15 Euro. BASF (ISIN DE0005151005 / WKN 515100) kamen um 2,1 Prozent zurück. Wie der Chemiekonzern erklärte, konnte er Umsatz und Ergebnis im zweiten Quartal in einem weiter verbesserten Geschäftsumfeld deutlich steigern. Den Angaben zufolge wuchs der Umsatz um 29,7 Prozent auf 16,21 Mrd. Euro. Das Ergebnis nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter belief sich auf 1,18 Mrd. Euro (Vorjahr: 343 Mio. Euro).
Der Industriekonzern Siemens (ISIN DE0007236101 / WKN 723610) hat sein Ergebnis im zweiten Quartal deutlich gesteigert. Der Umsatz fiel zwar um 4 Prozent auf 18,23 Mrd. Euro. Dagegen erhöhte sich der Gewinn nach Steuern um 48 Prozent auf 1,50 Mrd. Euro. Siemens gingen mit -2,3 Prozent in den Feierabend. Das Papier der Deutschen Lufthansa (ISIN DE0008232125 / WKN 823212) bröckelte um 4,5 Prozent ab. Die Airline konnte ihre Erlöse im ersten Halbjahr auf 12,63 Mrd. Euro steigern, nach 10,23 Mrd. Euro im Vorjahr. Beim operativen Ergebnis verzeichnete die führende deutsche Fluggesellschaft einen Verlust von 171 Mio. Euro, nach einem operativen Gewinn von 8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Beim Konzernergebnis konnte der Verlust auf 104 Mio. Euro reduziert werden, nachdem man im Vorjahreszeitraum ein Minus von 178 Mio. Euro verzeichnet hatte. Wie der Nutzfahrzeug-, Motoren- und Maschinenbaukonzern MAN (ISIN DE0005937007 / WKN 593700) mitteilte, konnte er sein operatives Ergebnis im ersten Halbjahr deutlich verbessern. Den Angaben zufolge wuchs der Umsatz um 19 Prozent auf 6,7 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis belief sich auf 404 Mio. Euro und verbesserte sich damit um 66 Prozent. Nach Steuern lag das Ergebnis bei 200 Mio. Euro, nach 208 Mio. Euro im Vorjahr. Der Wert verlor 3,9 Prozent.
PUMA (ISIN DE0006969603 / WKN 696960) sackten im MDAX um 6,1 Prozent ab. Der Sportartikelhersteller konnte im zweiten Quartal ein Umsatz- und Gewinnwachstum erzielen. Demnach erhöhten sich die Umsätze um 2,5 Prozent auf 615,4 Mio. Euro. Der Konzerngewinn stieg um 16,4 Prozent auf 44,8 Mio. Euro. Der Maschinenbauer GILDEMEISTER (ISIN DE0005878003 / WKN 587800) hat im ersten Halbjahr rote Zahlen geschrieben, geht aber für die zweite Jahreshälfte von einer Ergebnisverbesserung aus. Die Erlöse lagen mit 528,9 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von 612,7 Mio. Euro. Beim Nachsteuerergebnis verzeichnete man einen Verlust von 19,0 Mio. Euro, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Gewinn von 9,7 Mio. Euro ausgewiesen hatte. Die Aktie verlor 4 Prozent. Der Modekonzern HUGO BOSS (ISIN DE0005245500 / WKN 524550) hat im ersten Halbjahr mehr verdient. Der Umsatz lag mit 769 Mio. Euro um 2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Das Konzernergebnis stieg auf 62,6 Mio. Euro, nach 47,7 Mio. Euro im Vorjahr. HUGO BOSS gaben 3,7 Prozent ab. Daneben hat der Automobilzulieferer Continental (ISIN DE0005439004 / WKN 543900) im ersten Halbjahr einen deutlichen Anstieg beim Umsatz und beim Konzernergebnis verbucht. Die Erlöse lagen mit 12,65 Mrd. Euro deutlich über dem Vorjahreswert von 9,06 Mrd. Euro. Beim Konzernergebnis nach Anteilen Dritter wurde ein Gewinn von 348,9 Mio. Euro verzeichnet, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Verlust von 457,1 Mio. Euro ausgewiesen hatte. Für das Gesamtjahr wurde die zuletzt nach oben revidierte Ergebnisprognose bestätigt. Continental schlossen 1,3 Prozent schwächer.
Loewe (ISIN DE0006494107 / WKN 649410) sackten im SDAX um 6,8 Prozent ab. Wie der Konzern erklärte, lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 74,0 Mio. Euro um 4 Prozent über dem Vorjahreswert. Trotz dieses moderaten Anstiegs erzielte Loewe ein negatives EBIT in Höhe von 4,9 Mio. Euro, nach +0,7 Mio. Euro im Vergleichszeitraum. Der Vorstandsvorsitzende Frieder C. Löhrer übernahm die Verantwortung für den deutlichen Ergebnisrückgang und trat von seinem Amt zurück. Dagegen konnte der Büroversandhändler TAKKT (ISIN DE0007446007 / WKN 744600) im zweiten Quartal wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren. Der Umsatz lag mit 191 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 171,9 Mio. Euro. Beim EBIT wurde ein kräftiger Anstieg auf 18,4 Mio. Euro ausgewiesen, nachdem man im Vorjahreszeitraum hier 7,7 Mio. Euro ausgewiesen hatte. TAKKT verbesserten sich um 4,8 Prozent.
Papiere des Solarkonzerns SolarWorld (ISIN DE0005108401 / WKN 510840) sind im TecDAX im späten Handel massiv unter Druck geraten. Am Ende verlor der Titel 6,4 Prozent. Wie SolarWorld erklärte, hat man das nachhaltige internationale Wachstum im zweiten Quartal fortgesetzt. Der Umsatz kletterte um 68,6 Prozent auf 382,8 Mio. Euro. Der Nachsteuergewinn nahm von 27,9 Mio. Euro auf 29,6 Mio. Euro zu. Titel des Technologiekonzerns AIXTRON (ISIN DE000A0WMPJ6 / WKN A0WMPJ), der im zweiten Quartal einen deutlichen Ergebnisanstieg verbucht und im Anschluss die Jahresprognose angehoben hat, gaben 5,2 Prozent ab. Die Software AG (ISIN DE0003304002 / WKN 330400) verbuchte im zweiten Quartal einen kräftigen Ergebnisanstieg. Den Angaben zufolge schoss der Umsatz um 52 Prozent nach oben auf 267,3 Mio. Euro. Das EBIT verbesserte sich von 44,2 Mio. Euro auf 58,9 Mio. Euro, wobei die EBIT-Marge allerdings von 25,1 Prozent auf 22,0 Prozent zurückging. Die Prognose für das Gesamtjahr wurde bestätigt. Die Aktie kam um 3,1 Prozent zurück. SMARTRAC (ISIN NL0000186633 / WKN A0JEHN) zogen dagegen um 2,2 Prozent an. Der Konzern hat im ersten Halbjahr einen deutlichen Ergebnisanstieg verbucht. Der Umsatz stieg auf 80,7 Mio. Euro, nach 59 Mio. Euro im Vorjahr. Unter dem Strich wurde ein Periodenüberschuss von 5,8 Mio. Euro verzeichnet, nachdem man im Vorjahreszeitraum ein Plus von 1,8 Mio. Euro ausgewiesen hatte.