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Kolumnist: S. Feuerstein

Das kommt gut an!




23.11.21 08:49
S. Feuerstein

Ungewissheit bedeutet Risiko. Und Risiko Unsicherheit. Genau das mögen die Märkte am wenigsten. Dies lässt sich immer wieder erkennen, wenn die Kurse beispielsweise vor wichtigen Notenbankentscheidungen seitwärts verlaufen. Für mehr Sicherheit hat nun die Entscheidung des amtierenden US-Präsidenten Joe Biden gesorgt!


The winner is ...


Jerome Powell! Zwar wurde Biden vor allem von eher linksgerichteten Parteimitgliedern zu einem Wechsel an der Spitze der US-Notenbank gedrängt, dennoch hat der bisherige FED-Chef Powell das Rennen für sich entschieden. Damit setzt Biden auf Kontinuität und damit auch auf Sicherheit. Die promovierte Ökonomin Lael Brainard, für die viele Linke geworben hatten, hätte an den Märkten das Signal einer Veränderung hinterlassen. Da die US-Notenbank unter Jerome Powell bereits damit begonnen hat, sich von der extrem expansiven Geldpolitik zu entfernen, wäre ein Wechsel an der FED-Spitze nicht das beste Signal gewesen. Schließlich gilt Brainard zwar ebenfalls als geldpolitische „Taube“, allerdings in dieser Eigenschaft noch deutlich mehr als Powell. Ein Austausch des obersten Währungshüters hätte damit das Signal einer weiterhin expansiven Geldpolitik erkennen lassen, worauf die Aktienmärkte sicherlich nicht erfreut reagiert hätten. So bleibt nun alles beim alten, was für den Anleger Kontinuität und damit auch Sicherheit bedeutet.


Madame Inflation


Dies ist insofern besonders wichtig, als dass die Inflation bereits angesprungen ist. Die Notenbanken zeichnen dabei das Bild eines temporären Anstiegs, so dass die Teuerung dann im kommenden Jahr wieder auf ein „normales“ Niveau zurückfällt. Insofern kommt die Abkehr der Geldpolitik der ver­­gangenen Jahre in den USA zum richtigen Zeitpunkt. Auf der anderen Seite bleibt zu hoffen, dass „Madame Inflation“ Christine Lagarde in ihrer Funktion als oberste europäische Währungshüterin den Inflationszug noch rechtzeitig bremsen kann. Entgegen der Erkenntnis der US-Notenbank sieht die EZB bislang jedenfalls keinen Grund, den Geldhahn allmählich zuzudrehen. Wie sich dies auswirken kann, wenn ein rechtzeitiges Agieren ausbleibt, lässt sich aktuell in der Türkei ablesen. Dort gibt es allerdings noch das Problem, dass das Staatsoberhaupt Erdogan entgegen der wissenschaftlichen Lehre eine steigende Inflation mit sinkenden Zinsen und damit mit mehr anstatt weniger Geld bekämpfen möchte. Die Talfahrt der Türkischen Lira macht dabei die Meinung des Marktes sehr deutlich. Solange Erdogan dieser Linie treu bleibt, wird die Lira die Talfahrt weiter fortsetzen. Da dieser Trend allerdings bereits auf Hochtouren läuft, bietet es sich an, die nächste Konsolidierung für einen Einstieg abzuwarten.


Viel Erfolg in der kommenden Börsenwoche




Stephan Feuerstein
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