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Kolumnist: Philip Hopf

Die größte Rallye des Jahrhunderts!




06.08.17 12:16
Philip Hopf

 


 


 


 


Mit Vergnügen las ich heute Morgen die aktuellen Artikel im Edelmetallbereich.  “Preisexplosionen“ bei Gold- und Silberminen sind also aktuell und seit 2011, quasi täglich zu erwarten.


Jim Rickards schreibt vom „größten Shortsqueeze der Geschichte!“ 


 


Einfach herrlich, nirgendwo anders wird derart mit Superlativen um sich geworfen wie im Edelmetallmarkt. Man will seine Schäfchen ja bei Laune halten. 


 


Fällt der Kurs und man liegt (wie zumeist) mit der Prognose voll daneben, war es zu 100% Manipulation, die den Preis gedrückt hat. Dann heißt es die Manipulatoren kontrollieren den gesamten Markt. Steigt der Kurs feiert man sich für seine Prognose auch wenn der Kurs nicht mal ein Zehntel so explosiv angestiegen ist wie behaupten. Man setzt das „erwartete“ Ereignis einfach immer weiter in die Zukunft. +Irgendwann+ wird es schon eintreffen! 


 


Wie das überhaupt möglich ist, wenn die Manipulatoren doch den Gold- und Silbermarkt komplett kontrollieren? Und warum soll jemand überhaupt in Gold und Silber oder gar Minengesellschaften investieren, wenn gleichzeitig alles manipuliert ist? Hinterfragen sie sich doch bitte selbst einmal wie viel Blödsinn man ihnen verzapfen kann, bevor der Hinterfragungszustand eintritt.


 


Mal ganz im Ernst, setzen sie sich an einen Pokertisch und spielen um Geld, wenn Sie wissen, dass die Karten gegen sie gezinkt sind? Nur jemand mit geistiger Umnachtung würde so etwas tun, oder?


 


Im Edelmetallmarkt ist es jedoch das Normalste der Welt. Man redet von 100% beweisbarer Manipulation und gleichzeitig investiert man in diesen Markt und liest sich täglich Berichte durch die von gigantischsten Preisexplosionen schwadronieren. Zumeist verfasst von Autoren die seit dem Bärenmarkt in 2011 komplett auf der falschen Seite des Marktes stehen und doch unbeirrt im Wochentakt die Rallye des Jahrhunderts ankündigen.


 


Jim Rickards tingelt durch sämtliche internationalen TV Shows und gilt als DER Finanzmarkt Überexperte. 3 Tage vor der US Präsidentenwahl empfiehlt er im US Fernsehen, sollte Trump die Wahl gewinnen werden die US Indexe zusammenbrechen und die Edelmetalle durch die Decke knallen. Seine Abonnenten und Zuhörer sollten sich also dementsprechend Positionieren. Er sprach von einem „super easy Trade“!


 


Was geschah? Der Mann welcher nach internationaler Mainstreampresse nicht den Hauch einer Chance hatte, wurde Präsident und seitdem baut der S&P500 ein neues Allzeithoch nach dem anderen aus. Während die Metalle seit der Wahl mehrmals harte Abverkäufe verkraften mussten und aktuell alles sind, nur nicht durch die Decke geknallt.


 


Mir ist bewusst viele Anleger wollen das partout nicht hören und lieber in Wunschträumen verharren, aber nehmen sie mal die rosa Brille ab und stellen sich der Realität. Medienereignisse haben keinen langfristigen Einfluss auf die Preise. Kurse durchlaufen Zyklen, diese Zyklen sind unabhängig von Fundamentaldaten. Das Verlaufsmuster dieser Zyklen kann in ca. 80% der Fälle genau berechnet werden. Deshalb konnten wir in 2011 das hoch auf 2 Dollar im Silber und 10 Dollar im Gold vorausberechnen und benennen. 


 


Wir benannten 2013 das Tief beider Metalle, welches 2015 eintraf. Nicht weil wir eine Glaskugel haben, im Gegenteil es hat nichts damit zu tun. Es ist reine Mathematik. Wir nutzen eine Methodik, die in der Mehrheit der Fälle funktioniert, während fundamentale Analysten einer Methodik folgen, die in der Praxis nicht funktioniert. Die Vergangenheit und Gegenwart beweist dies immer wieder, wenn Ereignisse stattfinden, welche fundamental extrem bullisch sein sollten und dann doch das Gegenteil eintritt.


 


Im Langfristchart können Sie sich unsere damals benannten Zielbereiche anschauen. Analysten die sich auf fundamentale Daten stützen haben nie eine größere Trefferquote als wenn Sie auf Kopf oder Zahl beim Münzwurf setzen. Der Kurs kann nur steigen oder fallen, deshalb ist deren Quote bei ca. 50%. Es ist die Quote des Zufalls.


 



 



 


 


Natürlich sind meine Aussagen zu viel für manche Anleger und sie denken was für ein Blödsinn. Bevor wir zur Einschätzung in den Metallen kommen noch eine Einschätzung von Warren Buffet, er sollte es wissen. Warren Buffet hat ganz richtig erkannt das über 95% aller Fonds weltweit schlechter performen als der unterliegende Markt in den der Fond investiert. Wissen sie was das bedeutet? Es bedeutet auch der Fondsmanager mit 50 Millionen Dollar Jahresgehalt, hat nicht den blassesten Schimmer was abläuft. Weil fast alle einer Methodik folgen die nicht funktioniert. 


 


Wenn ich ein paar Lichtlein habe aufgehen lassen, ist der Zweck erfüllt.


 


Kommen wir zu den Metallen:


 


 


Nachdem wir am gestrigen Handelstag einmal einen Blick unter die $1262 im Gold geworfen haben, halten die Bullen sich im Tagesschluss die Türe weiter offen. Wir können zu diesem Zeitpunkt kein Hoch ausmachen und entsprechend noch nicht davon ausgehen, dass die Welle 1 bereits abgeschlossen wurde. Was wir allerdings weiterhin nicht für realistisch halten, ist ein direkter Ausbruch über die $1294. Zwar ist ein Solcher nicht kategorisch auszuschließen, von allen Szenarien aber aktuell der mit der geringsten Wahrscheinlichkeit. So oder so, würde auch in diesem Fall, dann zwar von höheren Levels, aber dennoch ein Rücksetzer erfolgen. Für den wir einen Zielbereich hinterlegen würden, wie wir ihn aktuell für die Welle 2 in Lila planen.


 



 



 


 


Das bisher ausgebaute Tief im Silbermarkt reicht nicht aus, um die Bewegung der Welle 2 bereits auf den Weg zu bringen. Wir können vor allem weiterhin nicht ausschließen, dass der Preis zuvor nicht doch noch die $17 anläuft, respektive diese sogar überschreitet.


 


 


 


Geschieht dies, wären Kurse bis zu $17.76 möglich. Ein direktes Überschreiten dieses Bereiches erwarten wir aber ganz klar nicht. Auch aus diesem Bereich käme es dann zu einem Rücksetzer, welcher sich aber in den Regionen, der aktuellen Notierungen fangen würde und nicht mehr unter die $16 fällt. Solange wir also im Wochenschluss die $16.24 halten können, bleibt eine Variante mit Kursen von zunächst über $17 am Leben.


 


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© Philip Hopf Hopf-Klinkmüller Capital Management KG   


 



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