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Kolumnist: Börse Stuttgart AG

Zinsgespenst gedrosselt




01.12.18 07:38
Börse Stuttgart AG

Euwax bonds

Sehr zu Freude des amerikanischen Präsidenten Donald Trump hat der FED-Chef Jerome Powell am Mittwochabend verkündet, dass die Zinsen weniger stark steigen werden als ursprünglich befürchtet. Der aktuelle Leitzins von 2,25% liege nur knapp unter dem neutralen Niveau, so Powell. Die Aktienmärkte nahmen die Aussage sehr positiv auf, der Dow Jones schloss am Mittwoch 2,50 Prozent im Plus. Der DAX zeigte sich etwas weniger beeindruckt und stieg am Donnerstag bis zum Nachmittag nur leicht um 0,36 Prozent. Die zehnjährigen US-Renditen auf 3,013 Prozent – so tief wie seit zwei Monaten nicht mehr. Der Handelsstreit zwischen den USA und China geht indes in die nächste Runde. Nachdem Trump erneut mit Sonderzöllen gedroht hat, wird das Treffen von US-Präsident Trump und Chinas Staatschef Xi Jingping im Zuge des G20 Gipfels in Buenos Aires am Wochenende mit Spannung erwartet.

Bank of England und Finanzministerium analysieren mögliche Auswirkungen des Brexit


Die Bank of England (BoE) hat analysiert, welche Folgen der Brexit auf die britische Wirtschaft haben könnte und kam zu dem Ergebnis, dass die Auswirkungen eines ungeordneten Brexits verehrender wären als die Folgen der Finanzkrise im Jahr 2007. Im Worst-Case-Szenario könnte die britische Wirtschaft um acht Prozent schrumpfen (zum Vergleich: im Zuge der Finanzkrise brach die britische Wirtschaft um 6,25 Prozent ein), Preise für Immobilien könnten um bis zu 30 Prozent einbrechen, das Pfund könnte massiv abwerten und Arbeitslosigkeit, Inflation und Leitzinsen könnten stark steigen. Die Bank of England betonte allerdings, dass es sich bei diesen Zahlen nicht um eine Prognose, sondern lediglich um den absoluten Worst-Case handelt, er theoretisch eintreffen könnte. Die Bank geht jedoch nicht davon aus, dass dieses Szenario eintreten wird. Das britische Finanzministerium hat ebenfalls Analysen zum bevorstehenden Brexit veröffentlicht – diese sind jedoch nicht so negativ ausgefallen, wie die Szenario-Analysen der BoE. Das Finanzministerium hat jedoch nicht die Folgen eines ungeordneten Brexits analysiert, sondern die eines geordneten. Es wird damit gerechnet, dass die britische Wirtschaft gemessen auf einen Zeitraum von fünfzehn Jahren um vier Prozent schrumpfen wird. Die gute Nachricht: Ganz gleich, ob der Brexit geordnet oder ungeordnet über die Bühne geht, die britischen Banken sind gut gewappnet.
 

Wirtschaftsstimmung in der EU leicht unterkühlt


Der Verbraucherpreisindex für Deutschland ist im November im Jahresvergleich auf 2,3 Prozent gesunken liegt somit 0,1 Prozent unter der Prognose sowie 0,2 Prozent unter Vormonatswert. Der Economic Sentiment Indicator, welcher die Stimmung der Wirtschaft im Euroraum widergibt, ist auf den tiefsten Stand seit Mai 2017 gefallen. Doch es gibt auch positive Nachrichten: Das Geschäftsklima in der Eurozone ist auf um 0,08 Zähler einen Wert von 1,09 gestiegen, Experten hatten zuvor einen Rückgang um 0,05 Zähler prognostiziert. Außerdem ist die Arbeitslosenquote in Deutschland im November auf 4,8 Prozent gefallen und somit so tief wie seit 28 Jahren nicht mehr.


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