Kolumnist: Feingold-Research

Zeitreise der Optionsscheine




04.08.17 10:45
Feingold-Research

Die Mauer fällt, Icke Häßler trifft gegen Wales zum 2-1 und schießt Deutschland zur WM, Steffi Graf und Boris Becker gewinnen binnen weniger Stunden nacheinander das Finale in Wimbledon, Alain Prost und Ayrton Senna schießen sich in Suzuka einmal mehr gegenseitig von der Strecke und Prost wird Weltmeister, Nirvana bringt das erste Studioalbum heraus, Carlos Menem wird Präsident in Argentinien, Deutschland öffnet erstmals die Geschäfte Donnerstags länger, der Game-Boy wird präsentiert und Kardinal Meisner wird Erzbischof in Köln. 1989 war eine Menge los und jeder darf sich sein Lieblingsereignis aussuchen. Für Fans der Börse war es damals aber sicher die Emission der ersten Optionsscheine.

Kaum zu glauben, aber schon 28 Jahre lassen sich die Vola-abhängigen Papiere handeln. Benjamin hat ein paar Geschichten aus den Anfangstagen parat, die womöglich eher in den Bereich Anekdoten und “kreative Abrechnung” einiger Händler gehören.


Wie in jedem neu entstehenden Markt gibt es eben zu Beginn die cleveren, die die Neulinge nicht mit Samthandschuhen anfassen. Mittlerweile ist der Optionsscheinmarkt extrem kompetitiv, auf nahezu jeden Basiswert gibt es eine Auswahl über Basispreise, Laufzeiten und Anbieter hinweg. Wir wollen eine kleine Zeitreise durch die Geschichte der Optionsscheine unternehmen.


Die Volatilität ist spottbillig und dementsprechend sind Optionsscheine so attraktiv wie nie. Dies gilt natürlich auch für eine Absicherung mit Puts, auch diese ist günstig wie seit Jahren nicht mehr. Hier eine schöne Auswahl für Sie:


DAX-Put - SC1PWC


DAX-Call - SG97MU


EuroStoxx-Call - DM40H3


WTI – DGH4RP  


IAA_Daimler_2So richtig begann es also 1989. Der Ursprung ist dabei aber schon in den späten 1980er Jahren zu finden wie Dirk Hess von der Citi, damals Vorreiter beim Thema Optionsscheine, erläutert. Zu der Zeit waren Optionsscheine auf japanische Aktien bei vielen Anlegern sehr beliebt. Diese Papiere waren stets Bestandteil einer Optionsanleihe. Japans Unternehmen nutzten dieses Instrument als günstige Möglichkeit der Finanzierung.


Denn Japan erlebte in dieser Zeit einen rasanten wirtschaftlichen Aufschwung mit entsprechend hohen Leitzinsen. In Deutschland wurden diese Optionsscheine vielfach zur chancenorientierten Geldanlage genutzt. Dabei kamen viele Anleger erstmals mit der inzwischen bestens bekannten Hebelwirkung in Berührung.


Bitte Hebel auf den DAX

Doch die Anleger wollten mehr: Immer wieder kam die Frage bei den Kundenberatern der Banken auf, warum man mit dieser Hebelwirkung nicht auch auf deutsche Aktien oder gar einen Index, beispielsweise den DAX, setzen kann. Denn der DAX war damals gerade frisch an den Start gegangen. Doch „echte“ Optionsscheine auf deutsche Titel waren zu dieser Zeit sehr rar. Deutsche Unternehmen bevorzugten andere Finanzierungsquellen. Wie es mit der Evolution der Optionsscheine weiterging und welche Konsequenzen sich für Anleger aus dieser Entwicklung ergeben, lesen Sie im zweiten Teil.



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