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ZEW: Konjunkturerwartungen für China gehen leicht zurück




05.06.18 14:22
aktiencheck.de

Mannheim (www.aktiencheck.de) - In der aktuellen Juni-Umfrage (16.05. bis 01.06.2018) gehen die Konjunkturerwartungen für China um 1,6 Punkte auf einen neuen Wert von minus 2,9 Punkten leicht zurück (Mai 2018: minus 1,3 Punkte), so das Zentrum Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in einer aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

Der CEP-Indikator, der die Konjunkturerwartungen internationaler Finanzmarktexperten/-innen für China auf Sicht von zwölf Monaten wiedergibt, ist damit zum vierten Mal in Folge gesunken und liegt jetzt deutlich unterhalb des langfristigen Durchschnitts von 4,8 Punkten.

Auch die aktuelle Konjunktursituation Chinas ist mit einem Saldo von 22,0 Punkten um drei Punkte verglichen mit dem Vormonat zurückgegangen. Die Einschätzung der konjunkturellen Situation ist jedoch nach wie vor recht positiv. Der Mittelwert von 3,1 Punkten (seit Beginn der Umfrage im Mai 2013) wird deutlich überschritten.

Die Prognosen für das Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts liegen in der aktuellen Umfrage bei 6,7 Prozent für das Jahr 2018 und bei 6,5 Prozent für 2019 und sind damit im Vergleich zum Vormonat unverändert. Die Stimmungseintrübung bei Lage und Erwartungen hat sich somit noch nicht auf die Punktprognosen ausgewirkt.

Ein Grund hierfür könnte die Erwartung zunehmender konjunkturstützender Maßnahmen durch die chinesische Regierung sein. Der Indikator für den Staatskonsum steigt um sechs Punkte auf einen neuen Wert von 48,5 Punkten. Besonders deutlich nimmt die Erwartung einer weiteren Inlandsverschuldung (von Staat, Banken, Unternehmen und privaten Haushalten) zu. Dieser Indikator steigt um 23,1 Punkte und liegt aktuell bei einem Wert von 45,2 Punkten.

"Angesichts einer zurzeit bereits relativ hohen Inlandsverschuldung stellt sich immer mehr die Frage, ob die hohen Wachstumsziele der chinesischen Regierung für 2018 und darüber hinaus erreichbar sind. Die auf immer höhere Verschuldung aufbauende Konjunkturpolitik könnte zu einer ernsten Krise des Finanzsektors führen und dadurch zu einem konjunkturellen Abschwung führen", sagt Dr. Michael Schröder, Senior Researcher im ZEW-Forschungsbereich "Internationale Finanzmärkte und Finanzmanagement" und Projektleiter der CEP-Erhebung.

Auch die Werte für Exporte, Import und Welthandelsanteil Chinas sind wieder deutlich gestiegen. Dies deutet darauf hin, dass die Experten/-innen derzeit von einer Beruhigung des Handelskonflikts mit den USA auszugehen scheinen. (05.06.2018/ac/a/m)







 
 
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