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Kolumnist: Redaktion boerse-frankfurt.de

Wochenausblick: Handelsstreit bestimmt




09.04.18 14:35
Redaktion boerse-frankfurt.de


An den Börsen herrscht ein Wechselbad der Gefühle, die Richtung gibt Donald Trump vor. Pessimisten befürchten, dass der Präsident vom Börsentreiber zum Börsenschreck werden könnte. 9. April 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). An den Märkten hängt derzeit alles an US-Präsident Trump. "Das Auf und Ab von Dow Jones, DAX und Co. lässt sich 1:1 an den Kommentaren der Trump-Administration zum aktuellen Handelskonflikt mit China festmachen", stellt Chris-Oliver Schickentanz von der Commerzbank fest. Viel sei Verhandlungstaktik, ganz ohne Gefahren sei das Gebaren allerdings nicht: "Selbst wenn die ersten Maßnahmen nicht direkt auf die Europäer abzielen, werden die Nebenwirkungen auch hierzulande zu spüren sein." Die konjunkturelle Dynamik werde tendenziell eher ab- als weiter zunehmen. 

Der DAX war vergangenen Mittwoch auf rund 11.800 Punkte zurückgegangen, erholte sich dann zum Wochenende aber deutlich auf 12.241 Zähler, am Montagmorgen liegt der Index bei 12.355 Punkten knapp 1 Prozent im Plus. Der Dow Jones war am Freitag wieder unter 24.000 Punkte gefallen. 

Drohungen und Entspannungssignale


Zum Ende vergangener Woche hatte Trump angekündigt, eine Verdreifachung der bisher beschlossenen Strafzölle auf chinesische Warenimporte zu prüfen, China drohte daraufhin mit umfassenden Gegenmaßnahmen. Am Wochenende twitterte Trump dann, er rechne mit Zugeständnissen Chinas und kündigte eine "großartige Zukunft" für beide Länder an. "Trump hat noch nicht genug vom Säbelrasseln, das zeigen seine anhaltenden Drohgebärden", kommentiert Robert Greil von Merck Finck. Bisher seien die globalen Wachstumsperspektiven trotz gerade an der Stimmungsfront aufziehender Wolken solide. Je länger sich die Handelsstreitereien hinzögen und je schärfer sie würden, desto mehr trübe sich das Konjunkturbild ein. "Das Umfeld spricht nicht mehr für eine Übergewichtung von Aktien. Wir gewichten sie neutral", erklärt Greil. 

Patrick Franke von der Helaba sorgt sich um ein "Lose-Lose"-Szenario mit ausschließlich Verlierern: "Die Sichtweise ‚Alles wird schon nicht so schlimm‘ ist glücklicherweise bisher von der Realität noch nicht eindeutig widerlegt", erläutert der Analyst. Die Ereignisse der vergangenen Tage machten einen solchen glimpflichen Ausgang aber nicht gerade wahrscheinlicher. "Auch wenn er nicht in die handelspolitische Katastrophe führen sollte, hat der Konflikt bereits konkrete negative Auswirkungen." 

Langfristtrend intakt  

Auch nach Ansicht von Martin Utschneider vom Bankhaus Donner & Reuschel ist die US-Strafzolldebatte noch nicht ausgestanden. "Für den mittelfristigen Ausblick gilt aber: Der primäre Trend ist bei rund 11.800 abgesichert", erläutert der Charttechniker. Die psychologisch wichtige Marke bei 12.000 Punkten scheine ebenfalls zu halten. "Wichtig wäre aus charttechnischer Sicht das nachhaltige Halten der 12.154, hier verläuft das ‚Opening-Gap‘ vom vergangenen Donnerstag." 

Markttechnisch zeugten die Indikatoren weiterhin von Entspannung. Selbst die Slow-Stochastik tendiere nach der jüngsten Kauflaune nicht im roten Bereich. Allerdings steige nun wieder die geopolitische Unsicherheit und damit auch die Wahrscheinlichkeit kurzfristiger Gewinnmitnahmen. "Nichtsdestotrotz bleibt der strategische Langfristtrend intakt."


UtschneiderUtschneider  

Potenzial bis 12.460 Zähler


Dirk Oppermann von der DZ Bank geht davon aus, dass das Überspringen der 12.180 Punkte-Marke - dem 61,8 Prozent-Fibonacci-Retracement des jüngsten tertiären Abwärtstrends von Mitte bis Ende März - die laufende Erholung noch weiter nach oben tragen wird. "Aus charttechnischer Sicht besitzt der DAX ein weitergehendes Erholungspotenzial bis in den Bereich seiner letzten Reaktionshochs des mittelfristigen Abwärtstrends bei 12.460 Punkten", stellt der technische Analyst fest. Aus strategischer Sicht laste dabei allerdings unverändert der Anfang Februar erfolgte Abschluss einer "Doppeltop"-Formation auf dem Index. 

Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftsdaten


Mittwoch, 11. April 

14.30 Uhr. USA: Verbraucherpreise März. Laut Commerzbank sind die Verbraucherpreise gegenüber Februar wohl leicht um 0,1 Prozent gesunken (Konsens 0 Prozent), da Benzin deutlich billiger wurde. Ohne die stark schwankenden Preise für Energie und Nahrungsmittel erwarten die Analysten für die Kernrate 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat und 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 

20.00 Uhr. USA: Veröffentlichung des Protokolls der letzten US-Notenbanksitzung. 

Donnerstag, 12. April 

11.00 Uhr. Eurozone: Industrieproduktion Februar. Laut DekaBank ist die Industrie schwach in das Jahr 2018 gestartet, allerdings sei die Entwicklung von einem außergewöhnlich starken Rückgang der Energieproduktion geprägt worden. Das habe sich im Februar wohl nicht fortgesetzt. Dennoch habe sich die Industrieproduktion wohl schwergetan, an die positive Entwicklung des vierten Quartals 2018 anzuknüpfen, Grund dafür sei die schwache Entwicklung in Deutschland. 

9. April 2018, © Deutsche Börse AG

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