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Kolumnist: Redaktion boerse-frankfurt.de

Wochenausblick: Bullen festigen ihre Position




14.05.18 14:55
Redaktion boerse-frankfurt.de


Nach einer positiven Monatsbilanz zeigt der DAX nach Ansicht von Analysten kaum Ermüdungserscheinungen. Nach Überwindung wichtiger Hürden bescheinigen Charttechniker dem Bluechip-Index genug Kraft für eine Fortsetzung der Rallye. 14. Mai 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Gut 3 Prozent liegt der deutsche Aktienindex seit Monatsbeginn im Plus, vergangene Woche schaffte der DAX einen Gewinn von 1,4 Prozent und setzte sich dabei über die psychologisch wichtige Marke von 13.000 Punkten. Damit präsentiert sich der Mai bislang von seiner Sonnenseite. 

"Da die Entscheidung des US-Präsidenten aus dem Atom-Abkommen mit dem Iran auszusteigen nicht zu der von vielen Marktteilnehmern erwarteten höheren Volatilität bei Aktien geführt hat, haben sich viele Investoren wieder auf die Käuferseite getraut", beschreibt Thomas Metzger von Bankhaus Bauer die aktuelle Stimmung. Derzeit rücke die solide makroökonomische Situation wieder verstärkt in den Anlegerfokus und dränge Themen wie den Handelskonflikt zunehmend in den Hintergrund. 

Hinzu komme eine überzeugende Berichtssaison - insbesondere in den USA - während Europäische Werte zusätzlich vom stärkeren US-Dollar zur Gemeinschaftswährung profitierten. Mit der verbesserten charttechnischen Lage könnte der Risikoappetit nach Ansicht von Metzger weiter zunehmen. Die Rallye der letzten Wochen habe gezeigt, dass ein gewisser Mut belohnt wird, sofern man sich von eher temporären Unsicherheitsfaktoren nicht zu stark aus der Ruhe bringen lasse.
Fusionen stützen den Markt  

Für Robert Halver deutet einiges darauf hin, dass die Aktienmärkte in den kommenden Wochen dann Fahrt aufnehmen werden, wenn sich der Handelskonflikt entschärft. Bei einer Verschärfung sei zwar mit Konsolidierungen zu rechnen. Aufgrund der gegenwärtig geringen Aktienquoten der Finanzprofis dürfte sich der Schaden nach Auffassung des Baader Bank-Analysten aber in Grenzen halten. Auch stünden Zoll- und Zinsangst in Wechselbeziehung: "Nimmt die Zollangst zu, lässt die Zinsangst wegen konjunktureller Ernüchterung ab."


Robert HalverHalver   Im Übrigen stütze die wieder anziehende Übernahme- und Fusionsphantasie die Aktienbörsen. Besonders aktiv seien Konzerne in den Branchen Telekommunikation, Medien und Konsum. Zur Sicherung der eigenen Marktposition müssten Wettbewerber auf die steigende Konzentration reagieren und selbst hinzukaufen oder fusionieren. "Grundsätzlich stabile Aktienmärkte ermöglichen Übernahmen durch Bezahlung in eigenen Aktien wie zuletzt bei der geplanten Übernahme von Sprint durch T-Mobile US." Damit nähre die gute Aktienstimmung die Übernahme-Hausse, die wiederum Aktien stütze. Aber auch Fremdfinanzierungen seien angesichts der nach wie vor günstigen Zinskonditionen gut zu stemmen. 

Achtsamkeit ist angebracht


Nach Meinung von Claudia Windt, Analystin bei der Helaba, zeigen sich Anleger angesichts der Risiken gegenwärtig extrem sorglos und stützten sich dabei auf nachlassende Inflationserwartungen. Das dämpfe die Zinserhöhungsphantasien für die USA. Eine nicht weiter auseinanderlaufende transatlantische Zinsdifferenz nehme wiederum den Aufwertungsdruck des Euro zum US-Dollar und verhelfe den Währungen der Schwellenländer in ihrer ausgeprägten Schwächephase zu einer Atempause. "Wie lange diese Gelassenheit trägt, bleibt abzuwarten." 

Bullen festigen ihre Position  

Technisch hat das deutsche Aktienbarometer nach Ansicht von Karen Szola seine seit Februar entwickelte Flaggen-Formation mit einem dynamischen Ausbruch Mitte April nach oben verlassen. "Anfang Mai konnte dann sogar die wichtige 200-Tage-Linie zurückgewonnen werden - ein übergeordnetes Kaufsignal entstand", meint die technische Analystin von Euro am Sonntag und Börse Online.


Karen SzolaSzola   Damit sehe die DAX-Bilanz äußerst positiv aus, denn der Index legte seit Monatsbeginn rund 500 Punkte zu und habe wichtige Chartmarken zurückerobert. Zudem sei der DAX erstmals seit Ende Januar wieder über die Barriere von 13.000 Punkten gestiegen. Im Januar hatte das hiesige Aktienbarometer bei 13.596 Zählern auch seinen historischen Rekord aufgestellt. 

Von gesunden Verschnaufpausen abgesehen, die sich auch aktuell aus der überkauften Indikatorensicht ankündigten, sieht Szola die nächste ausgeprägte Hürde im Bereich um 13.200 Punkte. Diese habe sich zwischen Oktober 2017 und Januar 2018 geformt. "Darüber hinaus wäre der Weg bis zum genannten Allzeithoch zu bewältigen." Komme es hingegen zu unerwarteter Schwäche, stelle die Region zwischen rund 12.500 und 12.400 Zählern eine ausgeprägte Haltezone dar. 

Höchstmarke in Sicht  

Auch Christoph Geyer sieht den steilen Aufwärtstrend beim deutschen Bluechip-Index intakt. "Noch vor wenigen Wochen hatte es den Anschein, als würde der langfristige Aufwärtstrend des DAX nicht halten können", erinnert der Charttechniker der Commerzbank. Doch sei die Trendlinie nicht ganz erreicht worden und die Unterstützungslinie bei knapp unter 12.000 Punkten habe verteidigt werden können. Inzwischen sei das Kaufsignal beim Stochastik-Indikator vom MACD-Indikator bestätigt worden. Das Volumen bleibe zwar derzeit noch rückläufig und spiegele die mangelnde Marktbreite wider. Dennoch sieht Geyer die Chance für den DAX, an die bisherigen Höchststände heranzulaufen. "Auch wenn dies den saisonalen Gegebenheiten widerspricht, könnte diese Chance genutzt werden."


Christoph GeyerGeyer  

Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftsdaten


Dienstag, 15. Mai 

8.00 Uhr. Deutschland: Vorläufiges Bruttoinlandsprodukt erstes Quartal. Gemessen an der Stimmung Ende 2017 war der Jahresauftakt für die deutsche Volkswirtschaft laut NordLB ernüchternd. Eine Vielzahl an Konjunkturindikatoren hätten in den ersten drei Monaten unerwartet geschwächelt. Die realen Einzelhandelsumsätze seien im Vorjahresvergleich um 0,8 Prozent rückläufig und die Außenhandelsdynamik kühle sich seit dem Jahreswechsel spürbar ab. Zudem stagnierten die Industrie- und die Bauproduktion, während die Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe einen deutlichen Rückgang der Neuaufträge um 2,1 Prozent haben hinnehmen müssen. 

Für die Analysten der NordLB ist die Entwicklung eher temporärer Natur. Zwar werde auch das Bruttoinlandsprodukt mit voraussichtlich 0,3 Prozent ein niedrigeres Wachstum zeigen. Angesichts von Nachholeffekten, einem hohen Auftragsbestand der Industrieunternehmen, einer kräftigen Baunachfrage und der anhaltend positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt zeichne sich bereits wieder eine Beschleunigung ab. Für das Gesamtjahr rechnet die NordLB trotz zahlreicher globaler Risiken mit einem Konjunkturplus von 2,3 Prozent. 

14.30 Uhr. USA: Einzelhandelsumsätze April. Nach freundlichen Daten im Vormonat rechnet die NordLB mit einem weiteren Anstieg der US-Einzelhandelsumsätze um 0,4 Prozent. Exklusive Automobile erwarteten die Nordlichter einen Anstieg um beachtliche 0,6 Prozent, die unter anderen durch gute Geschäfte mit Baumaterialien und an den Tankstellen getragen würden. Grundsätzlich bleibe der US-Konsument somit eine tragende Säule des Aufschwungs in Nordamerika. 

Von Iris Merker
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