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Kolumnist: Redaktion boerse-frankfurt.de

Wochenausblick: Armdrücken zwischen Bullen und Bären bleibt




18.05.20 11:19
Redaktion boerse-frankfurt.de

Mal belastet von negativen, mal angetrieben von positiven Nachrichten zu Corona: Der DAX bleibt in seiner Seitwärtsspanne. Zu Beginn der neuen Woche haben die Bullen Oberhand.



18. Mai 2020. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Die Märkte werden weiter von Corona-Nachrichten dirigiert: So rechnet Fed-Chef Powell damit, dass die US-Wirtschaft im zweiten Quartal um bis zu 30 Prozent einbrechen könnte. Auch das Wiederaufflammen des Handelsstreit zwischen den USA und China belastet. Doch gleichzeitig schüren die weltweiten Lockerungsmaßnahmen die Hoffnungen auf eine baldige konjunkturelle Belebung. Powell stellte eine rasche Erholung im dritten Quartal in Aussicht. „Wenn es zu keiner zweiten Infektionswelle kommt, wird sich die Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte schrittweise erholen“, erklärte er im Fernsehsender CBS am gestrigen Sonntag. 


Der DAX bewegt sich daher weiter im Seitwärtstrend zwischen 10.000 und 11.000 Punkten, Montagmorgen liegt er mit 10.726 Punkten gut 2 Prozent im Plus nach 10.509 am Freitagabend. 


 


Helaba: KGV des S&P schon wieder höher als vor Corona


Markus Reinwand von der Helaba weist darauf hin, dass die Aktienbewertungen mit den höheren Kursen und gleichzeitig fallenden Gewinnerwartungen in den vergangenen Wochen wieder gestiegen sind. Besonders ausgeprägt sei das in den USA. „Dort hat das KGV des S&P 500 auch dank einer kräftigen Ausweitung der Fed-Bilanzsumme das ohnehin schon hohe Niveau vor Ausbruch der Pandemie überschritten.“ 



Markus Reinwand

Reinwand


Reinwand fragt sich, ob sich die Unternehmensgewinne tatsächlich so schnell erholen konnten, um dies zu rechtfertigen und ob es bei der „Alternativlosigkeit“ von Aktien bleibe. „Auch die Historie zeigt, dass es trotz eines Mangels an Anlagealternativen zeitweilig zu Rücksetzern bei Aktien kommen kann.“


Halver: Kursrücksetzer ja, dramatische Einbrüche nein


Laut Robert Halver von der Baader Bank sind enttäuschende Gewinnzahlen und nebulöse Ausblicke im Rahmen der Berichtssaison fundamentale Handicaps für die Börsen. „Auch wiederholte massive Drohungen Trumps und seines Handelsberaters Navarro im transpazifischen Handelskonflikt sorgen für Verunsicherung.“ Allerdings würden diese angesichts der bereits geschwächten US-Exportwirtschaft wohl eher keine Folgen haben. „Kursrücksetzer sind einzukalkulieren“, meint Halver. Dramatische Einbrüche seien dagegen nicht zu erwarten, wenn der Lockerungsprozess nicht stoppe oder gar umgekehrt werde.



Robert Havler

Halver


„An nachhaltige Besserung ist vorerst nicht zu denken“


Laut Christian Henke von IG könnte sich auch die durch Covid-19 bedingte Geldflut der Notenbanken auf absehbarer Zeit zum Belastungsfaktor für die Finanzmärkte entwickeln. „Zuletzt wurde der Begriff Eurokrise 2.0 genannt.“ Daher überrasche es nicht, dass der DAX weiterhin im Abwärtstrend sei, die jüngste Erholung stehe unmittelbar vor dem Ende. 


 


„Charttechnisch besteht unterhalb der Unterstützung die Gefahr einer so genannten W-Formation“, erklärt der Charttechniker. Dies würde bedeuten, dass der DAX mindestens das Tief von März bei 8.250 Punkten sehen könnte. Erst oberhalb des fallenden exponentiellen 200-Tage-Durchschnitts bei rund 11.700 Punkten würde sich die Lage ein wenig entspannen. „An eine nachhaltige Besserung ist vorerst nicht zu denken. Die mittelfristigen Indikatoren signalisieren eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung.“



„Etwas Entspannung erst bei 11.700 Punkten.“



Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftsdaten


Dienstag, 19. Mai


11.00 Uhr. Deutschland: ZEW-Konjunkturerwartungen Mai. In den vergangenen Tagen haben die Sorgen vor einem Wiederaufflammen der Infektionen und damit vor neuerlichen Belastungen der Wirtschaft zugenommen, erklärt die DekaBank. Sie erwartet daher nach dem starken Plus der ZEW-Konjunkturerwartungen im Vormonat eine leichte Gegenbewegung im Mai.


Mittwoch, 20. Mai


20.00 Uhr. USA: Protokoll der Fed-Sitzung vom 29. April. 


Donnerstag, 21. Mai


14.30 Uhr. USA: Erstanträge Arbeitslosenunterstützung. Seit dem Gipfel von knapp 7 Millionen Ende März sinkt die Zahl laut Commerzbank zwar von Woche zu Woche, die Analysten erwarten aber auch für die letzte Berichtswoche noch 2,6 Millionen Erstanträge. Damit komme es offensichtlich weiterhin jede Woche zu Massenentlassungen. „Die US-Arbeitslosigkeit hat ihren Höhepunkt noch nicht erreicht.“


Freitag, 22. Mai


10.00 Uhr. Eurozone: Einkaufsmanagerindex Mai. Nach dem stärksten Quartalseinbruch der Wirtschaft in der Geschichte der EWU im ersten Quartal wird das zweite nach Ansicht der DekaBank noch wesentlich schlechter werden. Im Mai könne es nach dem historischen Absturz der Indizes im April durch die eingeführten leichten Lockerungsmaßnahmen aber zu Anstiegen kommen.


Von: Anna-Maria Borse


18. Mai 2020, © Deutsche Börse AG




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