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Kolumnist: Redaktion boerse-frankfurt.de

Wochenausblick: Anlauf auf 13.000 Punkte




09.10.17 15:23
Redaktion boerse-frankfurt.de


Analysten zufolge spricht einiges für neue Allzeithochs - und das Knacken der 13.000er-Marke. Technisch gibt es allerdings auch Warnsignale. 9. Oktober 2017. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Rekordlaune überall: Der DAX kletterte vergangene Woche auf ein neues Allzeithoch von 12.993,53 Punkten, auch Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq eilten von Rekord zu Rekord.

"Treiber waren nicht nur positive US-Konjunkturdaten, sondern einmal mehr die Hoffnung, dass die Trump-Regierung eine umfassende Steuerreform auf den Weg bringen kann", erklärt Claudia Windt von der Helaba. Zugleich trage die Erwartung guter Zahlen im dritten Quartal. Am Freitag sorgte ein durchwachsen ausgefallener US-Arbeitsmarktbericht allerdings für etwas mehr Zurückhaltung.

Der DAX notiert am Montagvormittag bei 12.977 Punkten nach 12.956 zum Wochenschluss. Eine halbe Stunde nach Handelseröffnung ist der Index bis auf 4 Punkte an die 13.000er Marke herangekommen.

Bloß nichts verpassen


"Starke Frühindikatoren setzen Investoren unter Druck, die anhaltende Aktienrallye nicht zu versäumen", meint Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck. Auch technisch erscheine der DAX noch nicht ausgereizt. Der Bank zufolge könnte die nun anlaufende US-Quartalssaison den nächsten Schub für die Börsen bringen

Nicht alle Branchen profitieren


Die Commerzbank rät zur Differenzierung: Sie geht nämlich davon aus, dass die EZB ab Januar ihre Anleihekäufe verringern wird, zudem habe die US-Notenbank gerade damit begonnen, ihre Anleihebestände zu reduzieren. "Diese restriktivere Geldpolitik sollte sich insbesondere negativ auf den Kurs von Unternehmen auswirken, die hoch verschuldet sind und daher eine starke Zinssensitivität aufweisen", erklärt Analyst Markus Wallner. Insbesondere der zinssensitive Sektor Immobilien könne leiden, Banken und Versicherungen sollten hingegen weiter profitieren.

Ein Risiko ist außerdem der Konflikt in Spanien. "Sollte es zu einer Erklärung der Unabhängigkeit Kataloniens kommen, werden weiter Eskalationsstufen folgen", bemerkt Stefan Mütze von der Helaba. "Die Kapitalmärkte dürften hierauf reagieren."

Dynamik nimmt ab  

Christoph Geyer von der Commerzbank macht darauf aufmerksam, dass beim DAX und beim Nikkei in der zweiten Wochenhälfte die Aufwärtsdynamik verloren gegangen ist. "Daher könnte nach dem kräftigen Anstieg der letzten Wochen eine Korrekturbewegung einsetzen."

Das langfristige Chart beim DAX zeige allerdings ein weiterhin positives Bild. Der seit Anfang 2009 bestehende Aufwärtstrend sei intakt, die zwischenzeitlichen Korrekturen seien nach dem jeweiligen Bruch der Trendlinie genutzt worden, um neue Tops zu generieren. Auch zuletzt sei der DAX aus einer kurzen Korrekturbewegung nach oben ausgebrochen, das Kaufsignal des Stochastik-Indikators sei vom MACD-Indikator bestätigt worden. "Damit könnten in den kommenden Wochen neue Tops generiert werden."


GeyerGeyer  

Kleine Rücksetzer möglich


Christian Schmidt von der Helaba weist darauf hin, dass der DAX erneut an der 13.000er Marke und damit auch an der oberen Begrenzung des Regressionskanals bei 13.001 Punkten gescheitert ist. Damit nehme die Anzahl an kleinen Tageskerzen sukzessive zu. "Dies verdeutlicht die herrschende Unsicherheit über die weitere Bewegungsrichtung und unterstreicht zudem die Annahme, dass es zunächst zu einer Konsolidierung kommen wird, bevor ein neuerlicher Ausbruchsversuch auf der Oberseite unternommen wird", erläutert der Charttechniker.

Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftsdaten

Mittwoch, 11. Oktober

20.00 Uhr. USA: Protokoll der Fed-Sitzung vom 19./20. September.

Freitag, 13. Oktober

14.30 Uhr. USA: Einzelhandelsumsatz September. Der Commerzbank zufolge zeichnet sich in den USA für das dritte Quartal ein kräftiges Wirtschaftswachstum von auf Jahresrate hochgerechnet etwa 3 Prozent ab. Daran hätten auch die schweren Wirbelstürme nichts geändert. Ein Beleg dafür seien die Einzelhandelsumsätze im September, die Analysten erwarten einen kräftigen Anstieg um 1,8 Prozent (Konsens 1,2 Prozent).

14.30 Uhr. USA: Verbraucherpreise September. Die DekaBank rechnet mit einem deutlichen Anstieg der Preise um 0,6 Prozent gegenüber dem Vormonat. Hingegen werde der Anstieg in der Kernrate ohne Energie und Nahrungsmittel eine ruhigere Entwicklung kennzeichnen.

von: Anna-Maria Borse
9. Oktober 2017, © Deutsche Börse AG


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