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Kolumnist: Dominik Auricht

Wissen: Wie Sie Wert­papiere richtig ordern




09.06.21 12:53
Dominik Auricht

Selbst erfahrene Privatanleger wissen nicht immer, dass sie schon beim Ordern von Wertpapieren ihre Börsengeschäfte in die gewünschte Richtung lenken können. Anlass für uns, die wichtigsten Orderformen in einer zweiteiligen Serie vor­zustellen.


Market-Order: billigst oder bestens

Market-Orders sind an keinen bestimmten Preis geknüpft und werden bei der nächsten Preisfeststellung ausgeführt. Bei einem Kaufauftrag spricht man von „billigst“, bei einem Verkaufsauftrag von „bestens“. Wer eine Market-Order aufgibt, signalisiert, dass der Auftrag in jedem Fall ausgeführt werden soll – egal zu welchem Preis. Dieser Ordertyp eignet sich, wenn das Hauptinteresse in einer möglichst schnellen Ausführung liegt. Das Risiko: Schwankt der Preis des betreffenden Wertpapiers, etwa einer Aktie, sehr stark, kann das dazu führen, dass die Order zu einem Kurs ausgeführt wird, der deutlich vom gewünschten Preis abweicht.


Limit-Order: Preisgrenzen setzen

Für Anleger, die das Risiko vermeiden wollen, dass eine Order zu einem ungünstigen Kurs ausgeführt wird, sind Limit-Orders empfehlenswert. Diese werden nur zum angegebenen Preis oder einem besseren ausgeführt. Angenommen, Sie wollen Aktien der Muster AG kaufen. Allerdings hat sich deren Kurs in den letzten Tagen recht sprunghaft entwickelt. Aktuell notiert der Titel bei 45 Euro. Das ist auch der Preis, den Sie maximal pro Muster-Aktie ausgeben wollen. Also setzen Sie ein Kauflimit bei 45 Euro. Nur wenn die Aktie auf oder unter diesem Niveau gehandelt wird, wird Ihre Order getätigt. Dabei können Sie wählen, ob die Order tagesgültig oder bis zu einem bestimmten Datum gelten soll. Wird das Kauflimit innerhalb der gewählten Zeitspanne nicht erreicht, verfällt die Order. Merke: Bei Limit-Orders geben Anleger bei Käufen eine Preisobergrenze bzw. bei Verkäufen eine Preisuntergrenze an, bis zu denen ein Auftrag bedient werden soll. Beachte: Für das Mehr an Planungssicherheit können je nach Depotbank für die Order mitunter Limit-Gebühren anfallen.


Stop Loss: Absicherung geht vor

Während es bei Limit-Orders um die Optimierung eines Kauf- oder Verkaufskurses geht, steht bei einer Stop-Loss-Order die Absicherung im Vordergrund. Hierbei handelt sich um eine Verkaufsorder, die dann ausgeführt wird, wenn der vom Anleger festgelegte Stop-Kurs erreicht oder unterschritten wird. Auch hier ein Beispiel: Angenommen, Sie haben vor Kurzem die Musteraktie zu 50 Euro erworben und möchten etwaige Kursverluste auf zehn Prozent begrenzen. Also setzen Sie einen Stop Loss bei 45 Euro. Fällt die Muster-Aktie auf dieses Niveau, wird die Order automatisch ausgeführt, ohne dass Sie Ihr Depot ständig im Blick haben müssen. Zu beachten ist, dass klassische Stop-Loss-Order bei Erreichen der Stop-Marke bestens, also zum nächsten handelbaren Kurs, ausgeführt werden. Das heißt, der Verkaufskurs kann auch unter dem festgesetzten Preis liegen. Gleichwohl machen Stop-Loss-Order Sinn, gerade für Anleger, die ihre Positionen nicht ständig überwachen können oder wollen. Zudem lassen sich durch Nachziehen der Stop-Loss-Marke auch bereits erzielte Kursgewinne absichern.


In der nächsten Ausgabe: Weitere Ordertypen, die beim Wertpapierhandel hilfreich sein können.


Bildnachweis: iStock FatCamera


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Der Beitrag Wissen: Wie Sie Wert­papiere richtig ordern erschien zuerst auf onemarkets Blog (HypoVereinsbank - UniCredit Bank AG).




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