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Kolumnist: Sven Weisenhaus

Wie schlimm wären US-Autozölle für den DAX?




04.07.18 11:03
Sven Weisenhaus

Manchmal könnte man meinen, dass es in unserem Land nur noch drei Themen gibt. Da hätten wir zum Einen nach wie vor die Fußball-WM. Das Interesse an dieser hat aber nach dem Aus der deutschen Nationalmannschaft deutlich nachgelassen. Dafür rückt der Streit zwischen CDU und CSU und jetzt mit der SPD umso mehr in den Blickpunkt. Und zum Schluss haben wir noch den Handelsstreit mit den USA.


Die EU hat nun vorgerechnet, dass sie Gegenmaßnahmen im Wert von 294 Milliarden Dollar planen, falls die USA an einer Einführung von Autozöllen festhält. Zum Vergleich: Die Vergeltungsmaßnahmen wegen Trumps Zöllen auf Aluminium und Stahl sorgten „nur“ für  Gegenzölle auf Produkte im Wert von 2,8 Milliarden Dollar.


Die Chroniken des Handelsstreits


Und so langsam wir es immer schwieriger den Überblick darüber zu behalten, wer gegen wen schon Zölle erhoben hat oder welche nur angedroht wurden. Zum Glück hat sich die DekaBank die Mühe gemacht, eine gute Übersicht zum diesem Thema zu erstellen.


Chronik des Streits um Handelszölle
(Quelle: DekaBank)


Mein Kollege Torsten Ewert behandelte dazu in der aktuellen Monatsausgabe des Börsenbriefs „Stockstreet Investment Strategie“ sehr genau, inwieweit die Automobilbranche durch US-Zölle unter Druck geraten würde. In der Börse-Intern vom 23. Mai stellte ich zudem auch schon einige Zahlen dazu vor (siehe „Welche Wirkung hat der Handelskonflikt auf die Kurse?“).


Wie schlimm wären US-Autozölle für die Wirtschaft?


Deshalb nur nochmal so viel dazu: Der Anteil der deutschen Autoexporte in die USA liegt bei nur etwa 0,6 % des Bruttoinlandsproduktes. Die unmittelbaren Exportkosten für Deutschland für die Zölle auf Stahl- und Aluminium betragen laut ifo-Institut gerade einmal 40 Millionen Euro und für die möglichen Automobilzölle immerhin 5 Milliarden Euro. Dies entspricht in Summe nur 0,16 % des deutschen Bruttoinlandsprodukts.


Etwas härter könnte es die Weltwirtschaft insgesamt treffen. Doch auch hier sind die Auswirkungen keineswegs so schlimm wie oft angenommen. Dazu lieferte die Fondstochter der Deutschen Bank DWS zuletzt wichtige Informationen. Laut dieser sind Handelskonflikte historisch gesehen nur von vorübergehender Natur. Sie werden bilateral ausgetragen und sorgten nur im Normalfall nur für einen von rund 0,25 % des globalen Bruttoinlandsprodukts. Bei einem Handelskrieg, der multilateral von mehreren Ländern ausgefochten wird, kostet dies das Bruttoinlandsprodukt zwischen 1,25 und 1,50 %.


Aktienmärkte nehmen es relativ gelassen


Doch wenn man die Nachrichten schaut, bekommt man das Gefühl, dass die Welt im Begriff ist unterzugehen. Mit Blick auf die Aktienkurse sieht man, dass diese bereits seit Monaten eine Seitwärtstendenz haben. Dabei nimmt die Volatilität im Haupttreiber des Handelskonflikts den USA sogar noch tendenziell weiter ab. Somit scheinen die Märkte deutlich entspannter zu sein, als die panikartigen Berichte der Medien.


Bereits in der Börse-Intern vom 23. Mai war zu lesen: „Lassen Sie sich von den täglichen Nachrichten nicht aus der Ruhe bringen! Denn solche Meldungen ändern an den laufenden Trends der Märkte nichts. Blenden Sie die Zwischenmeldungen daher nach Möglichkeit aus und konzentrieren Sie sich nur auf Ereignisse, die auch wirklich nachhaltigen Einfluss auf die Börsen haben.“


Welche Ereignisse haben welchen Einfluss auf die Börsen?


Kaum einen Einfluss dürfe der Verlauf der Fußball-WM auf die Börsen haben - der Streit zwischen CSU und CDU (und bald wohl auch SPD) schon eher, aber dann auch nur minimal. Der Handelskonflikt selbst belastet die Kurse neben der Geldpolitik zwar anhaltend, aber dafür nur moderat.


Somit ändert sich auch nach all den neu erhaltenen Informationen – auch nach den Schreckensmeldungen und Horrorszenarien – nichts an der schon vor Monaten geäußerten Erwartung, dass die seitwärts gerichtete Konsolidierung der Aktienmärkte (noch) eine Zeitlang auf hohem Niveau anhalten wird.


Durch aktives Trading gilt es nun für die Trader diese Seitwärtsbewegung gewinnbringend zu nutzen. Das bedeutet, am unteren Ende zu kaufen und damit auf steigende Kurse zu setzen und am oberen Ende der Range zu verkaufen und auf wieder fallende Kurse zu spekulieren.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage


Ihr
Sven Weisenhaus


(Quelle: www.stockstreet.de)



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