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Kolumnist: Sven Weisenhaus

Wie die Frühindikatoren bereits eine Rezession ankündigen




01.12.11 15:49
Sven Weisenhaus

In dem vorangegangenen Artikel hier auf Stock-World hatte ich mich mit dem Wirtschaftswachstum in Deutschland, Europa und den USA beschäftigt. Zudem hatte ich die Frage gestellt, ob ein Abgleiten in die Rezession unvermeidlich ist.


Nun, damit das Bruttoinlandsprodukt in den Ländern auch weiterhin wachsen kann, müssten entsprechende Auftragseingänge verzeichnet werden und die Produktion wachsen. Doch beides ist rückläufig. Und genau diese Frühindikatoren sind es, die für die negativen Prognosen bezogen auf die nächsten beiden Quartale verantwortlich sind.


 


Aufträge führen zur Produktion – Produktion führt zum BIP


 


Stellen Sie sich einfach einen Produktionsprozess vor. Zunächst muss es irgendjemanden geben, der etwas in Auftrag gibt, was dann produziert und anschließend verkauft wird. Sinken die Aufträge, dann wird weniger Produziert und am Ende sinkt das (preisbereinigte) BIP.


 


Auftragseingänge im kurzfristigen Abwärtstrend




Leider nahm der Index der Auftragseingänge in der Industrie im Euroraum (ER17) im September 2011 gegenüber dem Vormonat um 6,4% ab, nach einem Anstieg von 1,4% im August. In der EU27 fielen die Auftragseingänge im September 2011 um 2,3%, nach einem Rückgang von 0,3% im August.


 


Und die US-amerikanischen Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter sind im Oktober um 0,7% gefallen. Erwartet wurde allerdings sogar ein Rückgang im Bereich von 1,0%. Schon im Vormonat waren die Auftragseingänge um (leicht nach oben revidiert) 0,6 % zurückgegangen.


Zwar ist in den USA auf ein Jahr gesehen ein Aufwärtstrend erkennbar, doch ist dieser aktuell leicht gestört.


 


Industrieproduktion ebenfalls rückläufig


 


Und so ist es eigentlich fast logisch, dass die Industrieproduktion ebenfalls inzwischen rückläufig ist.


 


Während die Produktion im August noch um 1,4% bzw. 1,0% zunahm, fiel sie nun im September gegenüber August im Euroraum (ER17) um 2,0% und in der EU27 um 1,3%.


 


In den USA hingegen legte die Industrieproduktion im Oktober überraschend kräftig um 0,7% im Monatsvergleich zu. Der Vormonatswert wurde jedoch von +0,2% auf -0,1% gegenüber dem Vormonat nach unten revidiert. Damit war also auch in den USA im Monat September (wie bei den Daten aus Europa) die Produktion rückläufig.


 


Wie sich dies auf die Stimmungsindikatoren ausgewirkt hat, zeige ich Ihnen in einem weiteren Beitrag.


 


Bis dahin wünsche ich Ihnen gute Gewinne


Sven Weisenhaus


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