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Kolumnist: Sven Weisenhaus

Welches Ziel der DAX zum Verfallstag anpeilt




11.04.17 10:42
Sven Weisenhaus

Sehr verehrte Leserinnen und Leser,


am 21. April ist der nächste Verfallstag. Und wie immer werfen wir daher rechtzeitig einen Blick auf die aktuelle Verfallstagsprognose für den DAX. Diesmal ist sie besonders interessant, und zwar aus drei Gründen:


Ein ungewöhnlich eindeutiges Kursziel


Erstens ist das Kursziel diesmal völlig eindeutig. Zweitens ist es für den DAX problemlos erreichbar. Und drittens sind die bevorstehenden umsatzschwachen Osterfeiertage eine ideale Gelegenheit für die Stillhalter, die Kurse auf dieses Kursziel zu drücken. Die schlechte Nachricht dabei: Wenn es so kommt, sind die Aussichten für den DAX in den kommenden zwei Wochen nicht allzu berauschend.


Aber der Reihe nach. Werfen wir zuerst einen Blick auf die aktuelle Verfallstagsgrafik:


Verfallstagsgrafi 04/2017


Selbst wenn Ihnen dieses Diagramm noch nicht allzu viel sagt, dann dürfte Ihnen auffallen, dass es diesmal außergewöhnlich „aufgeräumt“ aussieht. Die blauen Säulen (Calls) versammeln sich nahezu vollständig „oben“ im Bild, während die roten Säulen (Puts) „unten“ liegen. Die Scheidemarke für diese Zweiteilung ist ebenso klar zu erkennen – es ist die 12.000-Punkte-Marke (siehe Pfeil).


Was die Zweiteilung der Verfallstagspositionierung bedeutet


Diese klare Zweiteilung der Verfallstagspositionierungen ist auch der Grund, dass an der 12.000er Marke zugleich der beste Abrechnungswert für die Stillhalter insgesamt liegt (siehe unterer Diagrammteil). Und weil der DAX mit aktuell rund 12.200 Punkten ebenfalls in der Reichweite dieser Marke liegt, ist das Kursziel diesmal völlig unstrittig: die 12.000-Punkte-Marke.


Jede Abweichung von diesem Niveau am Verfallstag hätte zur Folge, dass entweder die Call-Positionen (bei höheren Kursen) oder die Put-Positionen (bei niedrigeren Kursen) ins Geld laufen. Das versuchen die Stillhalter nach Möglichkeit zu verhindern, indem sie versuchen, die Kurse in die Gegenrichtung zu treiben. Insbesondere nach unten scheint der DAX diesmal recht gut abgesichert zu sein: Bei 12.000 Punkten liegt gleich die erste große Put-Position, bei 11.800 Punkten folgt die nächste – die sogar die größte überhaupt ist. Die Stillhalter haben also ein großes Interesse daran, den DAX über diesen Marken zu halten.


Nach oben ist die „Deckelung“ nicht ganz so eindeutig. Hier sehen wir bis 12.450 Punkte eine Vielzahl von kleineren, relativ homogen verteilten Call-Positionen. Erst bei 12.500/12.600 gibt es zwei größere Blöcke von Calls. Aufgrund dieser Konstellation hat der DAX nach oben allenfalls Luft bis zu seinem Allzeithoch bei knapp 12.400 Punkten. Ein nachhaltiger Ausbruch nach oben sollte ihm aber bis zum Verfallstag nicht gelingen.


Wann die nächste stärkere Bewegung im DAX zu erwarten ist


Und da bis dahin noch die beiden Osterfeiertage auch an der Eurex für eine zusätzliche Pause sorgen, sollte es den Stillhaltern diesmal leichtfallen, den DAX auch in den kommenden sieben Handelstagen im Bereich der 12.000er Marke zu halten – vorausgesetzt natürlich, es gibt keine stark kursbewegenden Ereignisse in dieser Zeit.


Wenn dies geschieht, dann sind die möglichen Auswirkungen auf den DAX klar: Dynamische und nachhaltige Ausschläge über oder unter die 12.000-Punkte-Marke haben dann in der Regel zur Folge, dass die Stillhalter Absicherungsmaßnahmen ergreifen. Diese verstärken stets die ursprüngliche Bewegung.


Wie Sie als Trader der Langeweile entfliehen können


Besonders drastisch dürften dabei Ausschläge nach unten ausfallen, weil diese Maßnahmen der Stillhalter zusätzlich zu den „üblichen“ Panikverkäufen der Anleger kommen. Und nach der jüngsten, sehr schwankungsarmen Rally dürfte das Überraschungsmoment und damit die Gewinnsicherungsbereitschaft bei Rückschlägen sehr hoch sein. Darauf deuten auch diverse Stimmungsindikatoren derzeit hin.


Sollte all das ausbleiben, dann stehen uns zwei sehr langweilige Wochen im DAX bevor. Die Kursausschläge könnten dann immer geringer werden. Das sollten Sie insbesondere als Trader beachten. Wenn also die Volatilität im DAX weiter abnimmt, dann ist es sinnvoller, sich andere Märkte zu suchen, bei denen mehr zu holen ist. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen in den kommenden Tagen viel Erfolg!


Mit besten Grüßen


Ihr Torsten Ewert


(Quelle: www.stockstreet.de)
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