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Kolumnist: Frank Schäffler

Welche Risiken birgt die Krise von Schwellenländern für den europäischen Finanzmarkt?




15.09.18 10:09
Frank Schäffler

In den letzten Monaten waren zunehmend schlechte Wirtschaftsdaten aus
den sogenannten Schwellenländern (nach IWF Definition derzeit 150
Länder) festzustellen. So hat z.B. der „MSCI Emerging Market Currency
Index“, welcher die Entwicklung der Währungen von Schwellenländern im
Vergleich zum US-Dollar abbildet, seit seinem Jahreshoch Ende Januar
rund acht Prozent verloren. In der deutschen Öffentlichkeit wurde vor
allem die wirtschaftliche Situation der Türkei thematisiert: Die
türkische Lira verlor seit Jahresbeginn über 40 % an Wert. Das Wachstum
des türkischen BIP hat sich deutlich verringert.
Neben der Türkei befinden sich auch andere große Schwellenländer in
wirtschaftlicher Schieflage. Am stärksten ist Argentinien betroffen,
dessen argentinischer Peso um mehr als 50% im Vergleich zum US-Dollar
abgewertet wurde. Der brasilianische Real, der südafrikanische Rand und
der russische Rubel verloren zweistellig an Wert im Vergleich zum
Dollar. Ebenso stehen die indische Rupie und die indonesische Rupiah
unter Druck. Da europäische Banken und Unternehmen teils stark in
Schwellenländern engagiert sind, könnte eine andauernde wirtschaftliche
Schieflage in den Schwellenländern auch für den europäischen Finanzmarkt
Risiken bergen. FDP-Finanzexperte Frank Schäffler will daher in einer
sogenannten Kleinen Anfrage von der Bundesregierung wissen, welche
Szenarien für den europäischen Finanzmarkt durch die aktuelle
Entwicklung zu erwarten sind.

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