Kolumnist: Feingold-Research

Wachstum der Euro-Zone ist nicht aufzuhalten




06.12.17 10:09
Feingold-Research

Die Euro-Zone boomt. Im November konnte das Wachstum in der Euro-Zne, insbesondere durch beschleunigte Steigerungsraten in Deutschland und Frankreich und einen Aufschwung in Italien, bestärkt werden. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft stieg um 1,5 Punkte und lag damit nah seinem Rekordhoch. Die passenden Produkte auf den EuroStoxx 50 finden Anleger mit dem Bonus HW2R2B und PR4WUF in unserer Produktauswahl.


Die Wirtschaft der Euro-Zone wird 2018 auf Wachstumskurs bleiben. Dieser Ansicht ist Ronald Temple, CFA, Co-Head of Multi-Asset und Head of US Equity bei Lazard Asset Management. „Wir erwarten in der Euro-Zone eine Zunahme des realen Bruttoinlandsprodukts von 1,5 bis 2 Prozent“, so der Experte im aktuellen Marktausblick für 2018. Motor des Wachstums seien vor allem die zunehmenden Ausgaben von Verbrauchern und Unternehmen.


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Konjunktur_Fahrt in die NachtDie Konjunkturerwartungen für die Euro-Zone spiegeln die positiven wirtschaftlichen Entwicklungen in der Region wider: Sie sind auf dem höchsten Stand seit über einem Jahrzehnt. Tendenz steigend. „Zwar hat sich die Beschäftigtenzahl langsamer erholt als das reale Bruttoinlandsprodukt und steht derzeit nur 1,8 Prozent über dem Wert von 2008. Allerdings ist die Zahl der Erwerbstätigen fünf Prozent höher als Ende 2013 und diese Zunahme hat dazu geführt, dass Konsumenten mehr Geld ausgeben für eine Reihe von Waren und Dienstleistungen, die sie sich in den Jahren zuvor versagt hatten“, so Temple.


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Er stellt zudem eine regionale Ausweitung des Wachstums fest: „In den frühen Jahren des Aufschwungs ging das Wachstum in der Euro-Zone vor allem von den starken Kernstaaten aus. Nun aber zeigt die Wachstumskurve in allen Ländern des Währungsbündnisses nach oben.“


Europa_EU_FlaggeEs bestehen jedoch weiterhin politische Risiken in der Region: „In mehreren Ländern sind Regierungskoalitionen an der Macht, die nur eine sehr geringe Mehrheit vorweisen können“, erklärt der Experte. Zudem sei der Populismus in Europa, wie auch den USA, durchaus lebendig. Mögliche Überraschungen in 2018 könnten deshalb unerwartete Wahlen sein aufgrund eines gescheiterten Regierungsbündnisses oder anderer regionaler Spannungen. Schwache Regierungskoalitionen seien zudem schlecht aufgestellt, um Reformen auf EU-Ebene durchzuführen. Darum seien die Chancen für wichtige strukturelle Reformen oberhalb der Länderebene begrenzt.


Quelle: Lazard Asset Management, eigene Recherche



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