Kolumnist: wikifolio.com

Voting-Insights: Teuerung – müssen jetzt die Löhne steigen?




06.05.22 08:24
wikifolio.com

Jede Woche stellen wir auf wikifolio.com eine neue Voting-Frage. Dieses Mal geht es um die hohe Inflationsrate - und ob es steigende Löhne als Ausgleich braucht. Wir wollen es aber etwas genauer wissen: 3 Trader liefern uns daher Argumente für ihre Antwort-Auswahl beim Voting. 


wikifolio-voting-insights Quelle: pexels.com, Anna Nekrashevich Die Inflationslage

Die Inflationsrate in Deutschland ist unter anderem wegen des Ukraine-Kriegs und anziehender Energiepreise im April überraschend stark gestiegen. Um 7,4 Prozent verteuerte sich der Warenkorb, das ist der höchste Stand seit Herbst 1981. 


Laut dem Ifo-Institut dürfte die Teuerung außerdem hoch bleiben, weil Unternehmen zunehmend die Preise erhöhen wollen. Selbst innerhalb der EZB mehren sich die warnenden Stimmen vor einer Lohn-Preis-Spirale und Stagflation. Es stehe außer Zweifel, dass höhere Lohnforderungen kommen würden, wenn die Inflation längere Zeit hoch bleibe, meint EZB-Direktorin Isabel Schnabel zum „Handelsblatt“. Es müsse daher verhindert werden, dass sich die hohe Inflation in den Erwartungen festsetzt. Heißt das, steigende Löhne würden alles schlimmer machen? Oder braucht es nun einen entsprechenden Inflationsausgleich, damit das Leben leistbar bleibt?


Teuerung: Müssen jetzt die Löhne steigen? Ja, unbedingt. Nein, das macht alles schlimmer. Keine Ahnung, schwer zu sagen. Du willst abstimmen und die aktuelle Community-Meinung entdecken? Registrieren Bereits registriert? Das Voting läuft bis einschließlich 10. Mai 2022. Das Voting läuft bis einschließlich 10. Mai 2022. Steigende Löhne? Ja, aber mit Bedacht

Michel Tesmar (  Mitsch ) plädiert für den Kaufkrafterhalt über steigende Löhne: „Aufgrund der hohen Inflation sollten auch die Löhne stärker steigen als sonst üblich. Unternehmen können gestiegene Kosten in der Regel gut weiterreichen, wie man bei den gestiegenen Materialpreisen sieht. Teilweise steigen deswegen sogar die Gewinne. Die gestiegenen Materialpreise sind also kein Grund, die Löhne nicht anzuheben. Die Löhne müssen steigen, um die Kaufkraft halbwegs zu erhalten. Allerdings sollte das nicht den Rahmen sprengen. Das würde die Inflation sonst noch weiter anheizen. Also steigendende Löhne ja, aber mit Bedacht. 8,1 Prozent, wie die IG Metall fordert, halte ich dagegen für übertrieben.“


SmallCap Dividende Plus Mitsch DE000LS9DRE5 ISIN kopierenwikifolio ansehen Chart abc cde Analyse 20162018202020220100200300-100 Kennzahlen
  • +184,8 % seit 02.06.2014
  • -5,1 % 1 Jahr
  • 0,69× Risiko-Faktor 
  • EUR 399.628,06 investiertes Kapital
Ø-Perf. pro Jahr: +14,4 %

Laut Thomas Schuster (  Th96tr ) dürfen Corona-Gewinner nicht in einen Topf geworfen werden: „Die Inflation der letzten Monate befindet sich auf Rekordniveau, letztendlich werden steigende Löhne nur eine Teillösung darstellen können, welche aber jedenfalls als letzter Schritt notwendig werden wird. Es wird hier wohl von mehreren Seiten entgegengewirkt werden müssen, um die Inflation in den Griff zu bekommen und damit auch den Umfang der Lohnerhöhungen in für die Arbeitgeber*innen tragbare Höhe drücken zu können. Die Gefahr einer Lohn-Preis-Spirale, welche oft als Gegenargument verwendet wird, sehe ich in den kurzfristigen Entwicklungen (noch) nicht.“


Artificial Intelligence Th96tr DE000LS9MQ43 ISIN kopierenwikifolio ansehen Chart abc cde Analyse 201820192020202120220100200-100 Kennzahlen
  • +102,8 % seit 03.10.2017
  • +2,1 % 1 Jahr
  • 0,84× Risiko-Faktor 
  • EUR 286.032,16 investiertes Kapital
Ø-Perf. pro Jahr: +17,9 % Öl im Feuer der Inflation

Christoph Neemann (  MinusSinus ) ist anderer Ansicht. Er befürchtet, dass Lohnanstiege, die über das normale Maß hinausgehen, alles schlimmer machen würden. Er begründet dies mit den Ursachen für die aktuelle Teuerung: „Die bisherige Inflation ist engpassgetrieben, durch Verwerfungen in den Lieferketten weltweit und steigende Rohstoffpreise, zum Beispiel durch die Ukraine-Krise. Steigende Löhne werden dann zum Öl, das wir ins Feuer der Inflation gießen, und wir können in eine fortgesetzte Lohn-Preis-Spirale geraten: Höhere Preise führen zu höheren Löhnen und wieder zu höheren Preisen, ohne echtes Wachstum. In einem Umfeld hoher Inflation wird für die Unternehmen alles schwieriger: Die Planung langfristiger Investitionen, die Re-Finanzierung, die Bevorratung mit Rohstoffen. Wenn ich es mir also wünschen könnte, wäre ein nur moderater Lohnanstieg und eine wieder normalisierte Inflation das bessere Szenario für den Erfolg der börsennotierten Unternehmen weltweit.“


Minus Sinus Value Select MinusSinus DE000LS9KBH7 ISIN kopierenwikifolio ansehen Chart abc cde Analyse Benchmarks für Intraday nicht verfügbar2018202020220100200300-100 Kennzahlen
  • +168,2 % seit 14.09.2016
  • -18,0 % 1 Jahr
  • 0,81× Risiko-Faktor 
  • EUR 1.501.081,88 investiertes Kapital
Ø-Perf. pro Jahr: +19,7 % Was denkt die wikifolio Community zu anderen Themen?

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