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Kolumnist: Feingold-Research

Volatilität geschickt nutzen




15.04.18 06:09
Feingold-Research

Regelmäßige Leser auf Feingold Research wissen, dass die Volatilität (Risiko, Schwankungsintensität) eines unseren liebsten “Werkzeuge” ist, um das Marktgeschehen einzuschätzen. Besonders für Antizykliker ist diese Maßzahl interessant. So zuletzt am vergangenen Freitag, weshalb wir Montagfrüh direkt auf den zu optimistischen/sorglosen Grundton in vielen Stimmungsindikatoren hingewiesen haben, hier zum Nachlesen. Diesmal hat nicht der VDAX-New, sondern der VIX aus den USA die Richtung nach unten vorgegeben. Hinzu kam ein überbordender Optimismus, der zumindest kurzfristig eine Abkühlung signalisierte. Man kann die Volatilität aber auch direkt in Investments umsetzen. In unserer heutigen Volatilitätsanalyse stehen Exoten und Alt-Bewährtes im Fokus. Am Ende zählt´s

End Inline-Optionsscheine besitzen eine obere und eine untere Knock-Out Barriere. Diese bilden gemeinsam einen Kurskorridor. Wenn der Schlusskurs des Basiswerts am finalen Bewertungstag des Optionsscheins innerhalb dieses Kurskorridors notiert, also weder auf oder über bzw. unter einer Knock-Out Barriere notiert, erhält der Anleger einen Auszahlungsbetrag in Höhe von 10,00 Euro pro End Inline-Optionsschein.


Sollte jedoch die obere oder untere Knock-out-Barriere per Schlusskurs am finalen Bewertungstag berührt oder durchbrochen werden, verfällt der End Inline-Optionsschein mit 0,001 Euro nahezu wertlos. Damit spielt es bei End Inline-Optionsscheinen für die Auszahlung am Laufzeitende keine Rolle, wie sich der jeweilige Basiswert während der Laufzeit entwickelt.


Gehebelt von einer Beruhigung der Vola profitieren

Diese Papiere werden aber nur auf den das europäische Volatilitätsbarometer VSTOXX angeboten. Wer davon ausgeht, dass sich die Lage an den Börsen bis zum Juni 2016 beruhigt und die Volatilität wieder sinkt, kann mit den Papieren SE1YGX (Korridor von 15 bis 20 Prozent) und SE1YGW (Korridor von 17,5 bis 22,5 Prozent) hohe Renditechancen wahrnehmen. Sie liegen bei 240 beziehungsweise bei 97 Prozent aktuell.


Eine andere Möglichkeit von einer fallenden Volatilität (im VSTOXX) zu profitieren, sind EndHigh-Optionsscheine. Bevor wir die aktuell interessanten Papiere vorstellen, hier kurz die Erläuterung zu diesen beiden Grundformen. Es lohnt sich wie bei Inlinern auch die Wechselwirkung von Volatilität und Kursentwicklung zu beachten.


Börse_Juni2015_2Da ein starker Volatilitätsanstieg üblicherweise bei starken Kursrückgängen eintritt, beziehen sich EndHigh- und EndLow-Optionsscheine auf kurzfristige Laufzeiten der VSTOXX Mini Futures. Ihr Vorteil: Anleger müssen sich ihre Marktmeinung lediglich für einen kurzen Zeitraum bilden. In der Regel steigt die implizite Volatilität, wenn die Aktienkurse fallen. Das heißt für den Basiswert der Optionsscheine: Fällt der EuroStoxx 50, steigt der Kurs der VSTOXX Mini Futures.


Wer also davon ausgeht, dass es zu Kursverlusten des europäischen Leitindex kommen wird, kann darauf mit den EndHigh-Optionsscheinen auf die VSTOXX Mini Futures setzen, wer mit einem Anstieg rechnet, sollte zu EndLow-Optionsscheinen greifen. EndHigh- und EndLow-Optionsscheine weisen daher prinzipiell ein niedrigeres Risiko auf als herkömmliche StayHigh- und StayLow-Optionsscheine, bei denen der Basiswert für eine erfolgreiche Rückzahlung während der kompletten Laufzeit oberhalb beziehungsweise unterhalb der Barriere liegen muss und besitzen gleichzeitig überdurchschnittliche Gewinnchancen. Bei einer Beruhigung des VSTOXX bis Juni 2016 und einem Rückgang bis unter 22 Prozent, käme der EndLow mit der WKN SE1YF6 auf eine Rendite von 110 Prozent.


DB0504Anleger können aber auch indirekt auf die Volatilität setzen. Sehr einfach geht das mit Discountzertifikaten, die ihre Vorteile haben, wenn die Unsicherheit hoch ist und sich allmählich beruhigt. Daher sind Discounter auf Basiswerte sinnvoll, die eine hohe Volatilität haben. Discountzertifikate profitieren von der hohen Volatilität und ermöglichen einen vorsichtigen Einstieg.


Je nach Wahl des Caps kann das Discountzertifikat offensiv oder defensiv ausgestaltet sein. Aktuell ist Volatilität auf die Deutsche Bank und RWE besonders hoch, daher Discounter auf die beiden attraktiv. Beide ausgewählten Papiere haben einen hohen Discount von rund 29 Prozent und bieten dennoch Renditechancen bis zum Dezember 2016 von rund 11 Prozent (Deutsche Bank, WKN: HU3NT6) beziehungsweise 7 Prozent (RWE, WKN: XM7CUK).


Quelle: Societe Generale, eigene Recherche
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