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Kolumnist: Sabine Traub

Viel Rauch um nichts?




14.04.18 08:34
Sabine Traub

Euwax bonds

Österreichs Notenbankchef Ewald Nowotny hat sich diese Woche bei der Europäischen Zentralbank (EZB) keine Freunde gemacht. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters sagte er, die EZB sollte nicht zu lange mit der Normalisierung ihrer Geldpolitik warten. Nowotny, der in seiner Eigenschaft als Währungshüter des Alpenlandes im Entscheidungsgremium der EZB sitzt, hat zudem mit seinen Äußerungen zur Zukunft der Anleihekäufe und möglichen Zinsschritten an den Märkten für großes Aufsehen gesorgt. Er sagte im Interview, die EZB werde wohl ihr billionenschweres Anleihen-Kaufprogramm bis zum Jahresende auslaufen lassen. Dies werde den Weg für die erste Zinserhöhung seit 2011 bereiten. Die Statements veranlassten dann die EZB klarzustellen: Die Äußerungen repräsentierten ausdrücklich nicht die Sicht des EZB-Rats. An den Märkten schlug der Euro daraufhin die Gegenrichtung ein. Die europäische Gemeinschaftswährung brach seinen Kursanstieg ab und gab Gewinne, die er zuvor gegenüber dem US-Dollar erzielte hatte, wieder ab. Und die Moral von der Geschicht‘? Wo es qualmt, da brennt es. Zumindest kommt bei der EZB wieder Bewegung in die Debatte, wann die Zinswende in der Eurozone eingeläutet wird. Vielleicht ist am 26. April mehr zu erfahren. Dann tagt der EZB-Rat offiziell.
 
Die Währungsschwankungen hierzulande sind aber noch harmlos im Vergleich zu Russland. Die jüngsten US-Sanktionen schickten den Rubel auf Talfahrt. Innerhalb von drei Tagen verlor die russische Landeswährung zehn Prozent ihres Wertes gegenüber Euro und Dollar. Vor einer Woche hatte die amerikanische Regierung eine Liste mit den Namen von 24 Wirtschaftsbossen und 14 Unternehmen aus Russland veröffentlicht, mit denen keine Geschäfte mehr gemacht werden dürfen.








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