Kolumnist: Feingold-Research

Vermögenswerte zuenhmend überdehnt – Depot absichern!




13.10.17 12:28
Feingold-Research

Richard Hodges, Manager des Nomura Funds Ireland – Global Dynamic Bond Fund, setzt weiterhin auf eine ausgeprägte Portfolioabsicherung. Die unvermindert hohen Notierungen der Risikoaktiva nimmt er zu Kenntnis, beurteilt die Bewertungen vieler Vermögenswerte jedoch als zunehmend überdehnt. In unserer Produktauswahl finden Sie das passende Handwerkzeug zur Absicherung, beispielsweise den Turbo Bear DG4WKT auf den DAX, den Put DM0NJX auf den S&P 500 oder den Put DL73EM auf den NASDAQ. Werfen wir jedoch auch noch einen ausführlichen Blick auf die Analyse von Nomura Asset Management.

Es ist selten, dass sowohl die physisch gehaltenen Anleihen als auch die Positionen zur Absicherung in einem Portfolio gleichzeitig positive Beiträge liefern. Während sich Risikoaktiva im September weiterhin positiv entwickelten, standen Staatsanleihen der Industrieländer auf der Verkaufsseite, weil sich abzeichnet, dass die Zentralbanken Zinsen erhöhen und Wertpapierkaufprogramme zurückfahren könnten.


Frankfurt_BörseIn diesem für festverzinsliche Wertpapiere gemischten Umfeld trug einerseits ein aktives Durations-Management, insbesondere durch optionsbasierte Strategien bei Bundesanleihen, zur positiven Wertentwicklung des Fonds bei. Auf der Zinsseite zeigte das aktive Management der Bund-Duration Hedges im Monatsverlauf eine positive Wertentwicklung, weil die Aufwärtsbewegung bei den Bund-Renditen keineswegs linear verlief. Andererseits wurde die Fondsperformance aber auch innerhalb des Portfolios physischer Anleihen durch große positive Beiträge unseres Engagements in portugiesischen Staatsanleihen sowie durch eine Reihe von höherverzinslichen Unternehmensanleihen getragen.


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Nordkorea zündete Anfang des Monats eine unterirdische Wasserstoffbombe und lenkte dann eine Rakete über Japan. Es spricht für die Risikobereitschaft der Anleger, dass am Tag des Raketenflugs der japanische Aktienmarkt gestiegen ist. In den USA wütete der Hurrikan Irma weniger zerstörerisch als die Prognosen befürchteten. Die wichtigsten US- Inflationsdaten entsprachen den Erwartungen und zeigten, dass die jährliche Inflationsrate knapp unter dem Zwei-Prozent-Ziel der US-Notenbank Fed lag. Unterdessen verharrten die Fortschritte in der politischen Agenda von Donald Trump praktisch bei Null.


Börse_EZB_2Die Fed und die EZB hielten sich bezüglich Zinserhöhungen und der Reduktion von Anleihekäufen an ihre Drehbücher und der Markt orientiert sich an der erklärten Absicht der Fed, die Zinsen noch in 2017 erneut anzuheben. Eine herausragende Performance unter den Währungen zeigt das Britische Pfund, nachdem die Bank of England deutlich restriktivere Töne angeschlagen hatte. Die Brexit-Verhandlungsführer der EU begrüßten zwar eine versöhnliche Rede der britischen Premierministerin Theresa May.


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Echte Fortschritte waren jedoch schwer zu erkennen. Zumindest scheint eine zweijährige Übergangszeit „gemäß den derzeitigen Regeln“ jetzt auch seitens der EU akzeptabel zu sein, um mehr Zeit für die Verhandlungen zu gewinnen. Die Aktienmärkte weltweit – außerhalb von Großbritannien – und Öl stiegen weiter an. Investment-Grade-Anleihen verzeichneten trotz stabiler Spreads negative Erträge, während High-Yield-Anleihen durch ihre Ertragskomponente gestützt wurden.


Hodges und sein Team haben wiederholt festgestellt, dass riskante Anlagen möglicherweise weiterlaufen, obwohl viele positive Nachrichten längst eingepreist sind. Die Bewertungen vieler Vermögenswerte erscheinen jedoch zunehmend überdehnt und die anhaltend positiven Kapitalrenditen aus festverzinslichen Risikopapieren können nicht dauerhaft so weitergehen. Deshalb sieht Hodges sich unverändert vor der Herausforderung, einerseits das Abwärtsrisiko abzusichern, während er andererseits noch keine Anzeichen für eine Kapitulation der Märkte sieht und auch nur wenige Gründe auszumachen sind, die den Markt in Panik versetzen könnten.


Börse_AustralienBesorgt ist Hodges unverändert über die wirtschaftliche Lage in Australien. Der Wohnungsmarkt ist angespannt und der Konsum verhalten. Eine Schwäche in China, dem größten australischen Rohstoffabnehmer, könnte die Konjunktur weiter belasten. Hodges hat sich gegen eine Ausweitung der Spreads australischer Unternehmensanleihens geschützt ebenso wie gegen eine Spreadausweitung bei den wichtigsten australischen Banken. Bei indischen Rupie-Anleihen (Masala Bonds) werden dagegen ausgeprägte Renditechancen gesehen.


Außerdem geht Hodges davon aus, dass japanische Wandelanleihen weiterhin ein attraktives Renditepotenzial bieten und ein begrenztes Abwärtsrisiko aufweisen. Obwohl die Zurückhaltung gegenüber den Bewertungen der Aktienmärkte eine hohe Allokation auf Wandelanleihen verhindert, entfällt ein wesentlicher Teil der gesamten Allokation auf japanische Emittenten, so Hodges weiter.


Quelle: Nomura Asset Management / eigene Recherche



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