Kolumnist: Miningscout.de

Uran und Seltene Erden: Skyharbour-Partner Valor Resources ermittelt hochgradige Ergebnisse aus Feldprogramm




02.09.21 13:03
Miningscout.de

Neuigkeiten von „Hook Lake“: Nachdem Valor Resources Ltd., Projektpartner von Skyharbour Resources (TSX-V: SYH, WKN: A2AJ7J, ISIN: CA8308166096), zuletzt die Ergebnisse aus einer luftgestützten radiometrischen Untersuchung kommunizierte, kommen nun auch ganz konkrete Gehalte zum Tragen. Zahlreiche Gesteinsproben, vornehmlich vom „Hook Lake/ Zone S“-Areal zeigen interessante Werte, wobei auch Augenmerk auf Seltenerd-Gehalte gelegt wurde. Nachdem dieses Feldprogramm nun abgeschlossen ist, präsentiert Valor erste Highlights und bereitet die nächsten Explorationsschritte vor. Dazu gehört eine projektweite Überprüfung des Seltenerd- und Molybdänpotenzials. In Planung ist außerdem ein weiteres Feldprogramm zur Finalisierung und Priorisierung der Bohrtests.


Das „Hook Lake“-Projekt setzt sich aus insgesamt sechzehn miteinander verbundenen Bergbau-Claims zusammen und deckt eine Gesamtfläche von 25.846 Hektar ab. Es liegt etwa 60 Kilometer östlich der Uranmine „Key Lake“ im kanadischen Nord-Saskatchewan. Das Projektgelände befindet sich unweit zweier Allwetter-Autobahnen und dem Stromnetz. Bisherige Explorationsarbeiten beinhalteten geophysikalische Untersuchungen aus der Luft und am Boden, mehrstufige Diamantbohrkampagnen, geochemische Probeentnahmen und Analysen sowie bodengestützte Schürfungen, die in einer umfangreichen geologischen Datenbank zusammenflossen.



Skyharbour hat mit Valor ein endgültiges Abkommen, gemäß dem Valor einen 80-Prozent-Anteil an „Hook Lake“ erwerben kann. Als Gegenleistung übernimmt Valor Explorationsausgaben von insgesamt 3.500.000 CAD, 475.000 CAD Barzahlungen binnen eines Drei-Jahres-Zeitraums und gibt 233.333.333 Unternehmensaktien aus.


Feldprogramm mit Gesteinsprobenentnahme auf dem Gesamtprojekt

Auf „Hook Lake“ wurden insgesamt 57 Proben genommen. Speziell hervorzuheben sind jene Ergebnisse, die die Probenentnahme vom Prospekt „Hook Lake / Zone S“ erbrachte. Durch diese wurde die gemeldete hochgradige Uranmineralisierung bestätigt. Wichtig zu wissen ist, dass solche Proben naturgemäß selektiv sind und ein hohes Potenzial für Verzerrungen aufweisen. Sie stehen daher keineswegs repräsentativ für die gesamte mineralisierte Struktur oder gar Zone.


Das Programm zur Probenentnahme wurde von der Firma Dahrouge Geological Consulting Limited aus Edmonton (Provinz Alberta) ausgeführt. Der Fokus lag sowohl auf der Validierung und Weiterentwicklung des geologischen Verständnisses der historischen Uranvorkommen (etwa bei „Hook Lake/ Zone S“ und „Westway“). Weiterverfolgt werden sollten auch die neuen Ziele aus der im April abgeschlossenen magnetischen VLF-EM-Untersuchung und der prioritären Anomalien, welche die detaillierte radiometrische Untersuchung aus der Luft im Juli identifiziert hatte.


Aktuell werden weitere Feldarbeiten geplant, um die Bohrziele endgültig festzulegen und zu priorisieren. Voraussichtlich wird dieses Programm im Oktober stattfinden; die Bohrungen sollten dann im Winter 2021/22 anstehen.


„Hook Lake“: Hohe Urangrade und Seltene Erden

„Hook Lake/ Zone S“ ist ein Gebiet mit hochgradigen Oberflächenaufschlüssen mit gemeldeten Gehalten bis zu 68 Prozent Triuranoctoxid aus Schürfproben. Eine im Jahr 2015 über den Gräben durchgeführte geochemische Untersuchung ergab positive Ergebnisse mit Anomalien entlang des Streichens zwei Kilometer nordöstlich.


Sieben Gesteinssplitterproben wurden nun aus einer historischen Grabung entnommen, wobei vier dieser Proben hochgradige Werte von mehr als 6 Prozent Triuranoctoxid sowie stark erhöhte Werte für Seltene Erden (mehr als 5 Prozent), Silber (mehr als 50 ppm) und Blei (mehr als 1,8 Prozent) auswiesen. Alle Proben stammen aus einer In-Situ-Uraninit-Mineralisierung innerhalb von Biotit- beziehungsweise Psammitgneis.


Zu den Highlights der aktuellen Probenresultate von „Hook Lake/ Zone S” gehören 59,2 Prozent Triuranoctoxid, 499 Gramm Silber pro Tonne, 5,05 Prozent Seltenerdoxide (11.797 ppm Neodym(III)-oxid und Praseodym(III,IV)-oxid sowie 1.825 ppm Dysprosium(III)-oxid) und 14,4 Prozent Blei aus einer Schwebeprobe sowie aus verschiedenen Gesteinssplitterproben.


Unter diesen ermittelten die Analysen folgende Konstellationen: 57,4 Prozent Triuranoctoxid, 507 Gramm Silber pro Tonne, 3,68 Prozent Seltenerdoxide (8.562 ppm Neodym(III)-oxid und Praseodym(III,IV)-oxid und 1.676 ppm Dysprosium(III)-oxid) und 14,5 Prozent Blei; 46,1 Prozent Triuranoctoxid, 435 Gramm Silber pro Tonne, 2,88 Prozent Seltenerdoxide (7.054 ppm Neodym(III)-oxid und Praseodym(III,IV)-oxid und 1.139 ppm Dysprosium(III)-oxid) und 8,8 Prozent Blei; 6,92 Prozent Triuranoctoxid, 0,81 Prozent Seltenerdoxide und zwei Prozent Blei sowie 6,42 Prozent Triuranoctoxid, 1,17 Prozent Seltenerdoxide und1,8 Prozent Blei.


Etwa 300 Meter östlich des Grabens ergab eine Geröllprobe weiterhin hochgradiges Uran (59,3 Prozent Triuranoctoxid) und Seltene Erden (5,05 Prozent Seltenerdoxid).


 Interpretation der Proben

Diese hochgradige Uran-/ Seltenerdmineralisierung befand sich laut Interpretation innerhalb einer Dilatationsfalle oder eines Dilatationsfehlers, der sich am Schnittpunkt einer von Nordost nach Südwest verlaufenden Scherzone und einer möglicherweise von Nord nach Süd orientierten Struktur (eventuell einer reaktivierten Tabbernor-Verwerfung) bildete.


Diese Interpretation unterstreicht die potenzielle Bedeutung der nord-südlich verlaufenden Strukturen des Tabbernore-Verwerfungssystems, von denen mehrere das Projektareal kreuzen dürften. Abseits des neigungsabwärts gerichteten Potenzials des eigentlichen „Hook-Lake“-Ziels besteht weiteres Potenzial für ähnlich geartete strukturelle Ziele entlang des Streichens in nordöstlicher und südwestlicher Richtung.  All dies soll im Rahmen von Nachfolgeprogrammen vor Ort weiter untersucht werden.


„West Way”: Spannende Triuranoctoxid- und Molybdän-Gehalte

Weiterhin wurden anomale Gesteinssplitterproben auf dem etwa 6,5 Kilometer nördlich von „Hook Lake/ Zone S” gelegenen Areal „West Way” genommen. Dort gibt es eine aderartige Uranmineralisierung innerhalb einer gen Nordosten verlaufenden Scherzone. Schürfproben von der Oberfläche zeigten unterschiedliche Uranwerte (etwa 0,475 Prozent Triuranoctoxid). Bohrungen durchteuften eine veränderte Scherungszone in der Tiefe und stießen auf anomales Kupfer, Nickel, Kobalt, Arsen, Vanadium, Uran und Blei.


Es wurden fünf Schürfproben von Aufschlüssen beziehungsweise Teilaufschlüssen entnommen. Drei dieser Proben ergaben anomale Uranergebnisse inklusive 0,64 Prozent Triuranoctoxid aus einer Quarzader. Zwei dieser Proben erbrachten weiterhin hochgradiges Molybdän (3,4 beziehungsweise 1,9 Prozent).


Die Kontrolle über die „West-Way”-Mineralisierung ist nicht gesichert. Es sind weitere Feldarbeiten notwendig, um das geologische Verständnis zu verbessern und Bohrziele zu entwickeln. Anhand der Luftmagnetik lässt sich jedoch vermuten, dass es einen räumlichen Zusammenhang mit einem Nord-Süd-Strukturmerkmal gibt. Zudem treten potenzielle Wiederholungen dieses Strukturmerkmals entlang des Streichens im Nordosten und Südwesten von „West Way“ auf. Auch dies soll mit Nachfolgeprogrammen vor Ort weiter überprüft werden, zusätzlich zu den Folgeuntersuchungen der erhöhten Molybdän-Werte.


„Nob Hill“: variable Werte

Neun Proben wurden vom Areal „Nob Hill” genommen. Dort findet sich eine bruchgesteuerte, aderartige Uranmineralisierung an der Oberfläche. Schürfproben zeigten dort zuvor Gehalte zwischen 0,130 und 0,141 Prozent Triuranoctoxid an und Diamantbohrungen durchteuften anomales Uran in mehreren Bohrlöchern mit bis zu 422 ppm Uran in einem 0,5-Meter-Intervall.


Die aktuellen Ergebnisse rangierten von nicht nennenswerten Mineralisierungen bis zu einer Pegmatit-Schürfprobe mit 280 ppm Uran und 1,01 Prozent Seltenerdoxiden.


Weiteres Potenzial auf „Hook Lake“

Weitere interessante Bereiche auf dem „Hook-Lake“-Gesamtareal sind „Grid T“ (mit einer bruchhaltigen sekundären Uranmineralisierung in gescherten Marmoren und Kalksilikaten) innerhalb einer 100 mal 200 Meter großen Zone mit anomaler Radioaktivität (Schürfproben mit bis zu 880 ppm Uran) sowie „NE Alexander Lake“, „Alexander Lake Boulder Field“ und „Thompson Lake Boulder Field“. In diesen Arealen befinden sich diverse Felsblöcke mit auffälligen Werten von Uran und anderen Mineralien.


„Hook Lake“ und das Skyharbour-Portfolio

„Hook Lake” ist nur eines der bohrfertigen Projekte im kanadischen Athabasca-Becken aus dem Portfolio von Skyharbour Resources. Das Unternehmen untersucht außerdem in Eigenregie sein Flaggschiff „Moore Uranium“ und hält hundert Prozent am „South Falcon Project“. „Moore Uranium“ ist schon im fortgeschrittenen Explorationsstadium und war seinerzeit vom Skyharbour-Anteilseigner Denison Mines übernommen worden. Das Projekt liegt 15 Kilometer östlich des Projekts „Wheeler River“ (Denison) und 39 Kilometer südlich der Uranmine „McArthur River“ (Cameco). Aus der dortigen „Maverick“-Zone gibt es Bohrergebnisse von bis zu 6,0 Prozent Triuranoctoxid auf 5,9 Metern, inklusive 1,5 Metern mit 20,8 Prozent Triuranoctoxid aus 265 Metern Vertikaltiefe. „South Falcon Uranium“ befindet sich am Ostrand des Athabasca-Beckens. Hierfür beziffert eine Ressourcenschätzung konform zu NI 43-101 abgeleitet („inferred“) 7,0 Millionen Pfund Triuranoctoxid zu 0,03 Prozent sowie 5,3 Millionen Pfund Thoriumdioxid.


Weiterhin hält Skyharbour mit dem Branchenführer Orano Canada Inc. beim Projekt „Preston“, mit Azincourt Energy an „East Preston“ Jointventures. Dabei ist Skyharbour aktuell zu 24,5 Prozent an „Preston“, zu 15 Prozent an „East Preston“ beteiligt. Beide Gebiete sind weitläufige und aussichtsreiche Konzessionsgebiete nahe der Lagerstätten „Triple R“ (Fission Uranium) und „Arrow“ (NexGen Energy).


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