Kolumnist: Claus Vogt

US-Frühindikator fällt: Gut für Gold, schlecht für Aktien




02.12.18 08:32
Claus Vogt

Liebe Leser,

ökonomische Frühindikatoren ermöglichen Ihnen einen gewissen Blick in die Zukunft. Ihr wichtigster Zweck besteht darin, frühzeitig auf einen drohenden Abschwung hinzuweisen. Dass die Konjunktur zyklisch ist, weiß eigentlich jeder. Es wird nur selten darüber geredet. Deshalb scheint jede Rezession als große Überraschung über die Welt hereinzubrechen, scheinbar unvorhersehbar.


Tatsächlich gibt es nur ganz wenige Ökonomen, die es wagen, einen Abschwung zu prognostizieren. Dafür gibt es einen guten Grund: Es ist ihrer Karriere nicht förderlich. Banken und Fondsgesellschaften, Politiker und Zentralbanken, sie alle haben ein Interesse daran, immer und ausnahmslos gute Zeiten vorherzusagen. Wer hier als Volkswirt ein Auskommen haben möchte, weiß das natürlich und verhält sich entsprechend.


Minus 3,7 Punkte: Kurz vor Rezessionswarnung


Die Analysten des unabhängigen New Yorker Economic Cycle Research Institute (ECRI) ficht das nicht an. Sie haben es sich seit den 1960er Jahren zur Aufgabe gemacht, den Wirtschaftszyklus zu analysieren und auf obere und untere Wendepunkte hinzuweisen. Dabei waren sie überaus erfolgreich.


Der vom ECRI veröffentlichte Frühindikator der US-Wirtschaft ist seit Anfang des Jahres von plus 12,1 auf minus 3,7 Punkte gefallen. Damit ist er nicht mehr weit entfernt von einer klaren Rezessionswarnung. Ich werde die weitere Entwicklung dieser Kennzahl genauestens verfolgen. Denn Rezessionen gehen stets mit schweren Aktienbaissen einher und häufig auch mit echten Krisen wie zuletzt im Jahr 2008.


Topformationen der US-Indizes deuten eine Baisse an


Passend zur Entwicklung dieses Frühindikators zeigen die US-Aktienmärkte inzwischen große potenzielle Topformationen. Aufgrund zahlreicher fundamentaler und technischer Indikatoren rechne ich nun damit, dass der Ausbruch aus diesen Formationen bald erfolgen wird. Vor dem Hintergrund des oben genannten Frühindikators würde dieser Ausbruch nicht nur den Beginn einer Aktienbaisse bestätigen, sondern auch die Wahrscheinlichkeit einer Rezession deutlich erhöhen.


Kurzfristig mag es im Dezember noch zu einer Jahresendrally kommen. Zumal US-Notenbank-Chef Jerome Powell am Donnerstag angedeutet hat, dass er die US-Zinsen weniger schnell bzw. weniger stark anheben werde als bisher signalisiert. Ob ihn der US-Präsident zu dieser Änderung bewegt hat oder der Rückgang der Frühindikatoren, werden wir wohl niemals erfahren.


Die Finanzgeschichte lehrt aber, dass die Zentralbank weder eine Rezession noch eine Aktienbaisse aufhalten kann, nachdem der Wendepunkt überschritten wurde. Deshalb werde ich eine Jahresendrally an den Aktienmärkten dazu nutzen, den Lesern meines Börsenbriefs Krisensicher Investieren weitere Short-Positionen zu empfehlen, mit denen sie bei fallenden Aktienkursen Geld verdienen.


Bodenbildung bei Gold nahezu beendet


Spiegelbildlich zu den Aktienmärkten zeigen sich die Edelmetalle. Während bei den Aktien alles auf eine schwere Baisse hindeutet, kündigt sich bei den Edelmetallen eine große Hausse an.


Wie Sie auf dem folgenden Chart sehen, zeigt der Kursverlauf des Goldes eine klare Bodenformation in Form eines bullishen Dreiecks an. Im größeren Bild ist dieses Dreieck nur ein kleiner Teil einer sehr großen Bodenformation, die eine entsprechend starke Hausse signalisiert. Die übrigen technischen Indikatoren bestätigen diese bullishen Aussichten.


Goldpreis pro Unze in US-$, 2017 bis 2018


Das eingezeichnete aufsteigende Dreieck ist eine prinzipiell bullishe Chartformation.


Quelle: StockCharts.com


In den vergangenen zehn Jahren hat die weltweite Verschuldung noch einmal dramatisch zugenommen. Entsprechend groß sind die Risiken für das Finanzsystem. In einem Abschwung werden diese Risiken auch für die Allgemeinheit wieder sichtbar. Dann wird es für den Goldpreis kein Halten mehr geben.


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Bitcoin & Co.: IWF-Chefin Lagarde lässt die Katze aus dem Sack


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Details lesen Sie auf knapp hundert Seiten in Roland Leuschels und meinem neuen kleinen Buch „Bitcoin & Co. – Was Sie über Geld, Gold und Kryptowährungen wissen sollten“. Erhältlich im Buchhandel oder auf unserer Homepage – aber ganz bewusst nicht bei Amazon.


Ich wünsche Ihnen einen schönen ersten Advent,


Ihr



Claus Vogt, Chefredakteur Krisensicher Investieren


P.S.: Es gibt auch Aktien, die in diesem Umfeld steigen. Konkrete Kaufempfehlungen lesen Sie in meinem Börsenbrief Krisensicher Investieren.


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Claus Vogt, der ausgewiesene Finanzmarktexperte, ist zusammen mit Roland Leuschel Chefredakteur des kritischen, unabhängigen und konträren Börsenbriefs Krisensicher Investieren.


2004 schrieb er ebenfalls zusammen mit Roland Leuschel das Buch "Das Greenspan Dossier" und die „Inflationsfalle“. Mehr zu Claus Vogt finden Sie hier.






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