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US-Einzelhandelsumsätze über Erwartungen




17.04.18 11:30
aktiencheck.de

Bonn (www.aktiencheck.de) - Die US-Einzelhandelsumsätze sind im März im Vormonatsvergleich um 0,6% gestiegen, womit die Erwartungen übertroffen wurden, berichten die Analysten von Postbank Research.


 


Ein erheblicher Teil des Zuwachses sei auf das Konto höherer Autoabsätze gegangen. Ex Autos habe sich ein leichtes Umsatzplus von 0,2% ergeben. In der Abgrenzung ohne Lebensmittel, Autos, Tankstellenumsätze und Baumaterialien habe das Umsatzwachstum bei 0,4% gelegen. Damit hätten die Umsätze in dieser engen Abgrenzung, die direkt in die Berechnung des privaten Verbrauchs einfließe, wieder gen Norden tendiert. Nach zuvor drei schwachen Monaten in Serie werde dies das Konsumwachstum im 1. Quartal aber nicht mehr in entscheidender Weise positiv beeinflussen. Die bisher verfügbaren Daten würden darauf schließen lassen, dass der private Verbrauch allenfalls um gut ein Prozent annualisiert gewachsen sei, nachdem das Plus im 4. Quartal 2017 bei 4,0% gelegen habe. Dennoch sei die Entwicklung der Einzelhandelsumsätze im März positiv zu bewerten, da sie zeige, dass die Schwäche zu Beginn des Jahres wohl nur vorübergehend gewesen sei. Für das Frühlingsquartal rechnen die Analysten von Postbank Research denn auch wieder mit einem wesentlich dynamischeren Konsumwachstum in den USA als zu Jahresbeginn.


 


Der Empire State Index über die Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe der Region New York sei im April von 22,5 auf 15,8 Punkte gefallen. Damit bewege sich der Indikator zwar weiterhin klar im expansiven Bereich, der Rückgang signalisiere aber eine etwas nachlassende Dynamik. Der Index über die erwartete Geschäftsentwicklung in den kommenden sechs Monaten sei gleich um 26 auf 18,3 Punkte in die Tiefe gerauscht. Dies sei das niedrigste Niveau seit mehr als zwei Jahren. Zwar werde dieser Erwartungsindex üblicherweise wenig beachtet. Die aktuelle Entwicklung dürfte aber mehr als ein Fingerzeig sein, dass die Industrieunternehmen in der Region, die oftmals im High-Tech-Bereich angesiedelt und zugleich exportorientiert seien, von den drohenden Handelskriegen verunsichert werden.


 


Die Entwicklung in der US-Industrie habe sich zuletzt sehen lassen können. Im Februar habe die Produktion im Vormonatsvergleich immerhin um 0,9% zugelegt. Oftmals folge einem solchen, für US-Verhältnisse sehr starken Zuwachs eine Gegenbewegung. Damit rechnen die Analysten von Postbank Research aktuell aber nicht. Da nämlich die Energieproduktion im Februar deutlich nachgegeben habe, könnte sie im März einen positiven Beitrag geleistet haben. Hinsichtlich des Verarbeitenden Gewerbes wiederum würden die Stimmungsindikatoren auf ein robustes, trendmäßiges Wachstum hindeuten. Die Analysten würden deshalb für März im Vormonatsvergleich ein Plus von 0,5% bei der US-Industrieproduktion erwarten. (17.04.2018/ac/a/m)







 
 
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