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Kolumnist: Cornelia Frey

Trump unter Druck – Aktienkurse taumeln




18.05.17 15:58
Cornelia Frey

Euwax

Die Zahl der Baugenehmigungen in Deutschland ging im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,6 Prozent auf 79.000 zurück. Das war der erste Rückgang in einem Quartal seit fünf Jahren. Die Baubranche profitiert seit geraumer Zeit von niedrigen Zinsen. Dadurch leisteten sich in den vergangenen Jahren immer mehr private Bauherren die eigenen vier Wände. Zudem stecken viele Investoren mangels attraktiver Anlagealternativen viel Geld in den Immobiliensektor.

Das Börsengeschehen wird aber vor allem durch die Diskussionen um Donald Trump dominiert. Nun soll ein unabhängiger Sonderermittler mögliche Russland-Verbindungen von dessen Wahlkampf-Team untersuchen. Daneben diskutieren Experten schon über ein mögliches Amtsenthebungsverfahren gegen den US-Präsidenten, weil dieser den inzwischen entlassenen FBI-Chef James Comey gedrängt haben soll, derartige Ermittlungen einzustellen.
Die daraus resultierende Unruhe an den Aktienmärkten war bereits gestern deutlich spürbar. Anleger befürchten nun offensichtlich auch, dass die Pläne um die von Donald Trump geplanten Steuersenkungen in den USA gefährdet werden könnten.

Der DAX gab bis zum frühen Nachmittag um weitere 0,8 Prozent auf 12.535 Punkte nach. Gestern hatte das deutsche Börsenbarometer bereits 1,4 Prozent verloren.

Merck bekommt Schub durch Asiengeschäft

Der Pharma- und Chemiekonzern Merck profitiert von einem starken Geschäft in Asien und Lateinamerika. Im ersten Quartal steigerte das Darmstädter Unternehmen sein Ergebnis überraschend deutlich, hält allerdings für das Gesamtjahr weiterhin auch einen Rückgang für möglich.
Die Aktien verbilligten sich heute um 1,5 Prozent auf 109,90 Euro.

Hauptversammlung bei der Deutschen Bank

Offenbar sieht Deutschlands größtes Geldhaus nach mehreren Krisenjahren Licht am Ende des Tunnels. Nach den Worten von Vorstandschef John Cryan auf der heute stattfindenden Hauptversammlung in der Frankfurter Festhalle habe die Deutsche Bank weitere große Rechtsstreitigkeiten abgeschlossen, allen voran das Verfahren wegen Tricksereien am US-Immobilienmarkt. Dabei ergänzte er wörtlich: “Auch wenn es weitere offene Fragen gibt: Wir gehen davon aus, dass wir das Schlimmste hinter uns haben.”
Die Skandale der Vergangenheit seien gründlich aufgearbeitet worden. Allerdings wird dies von einigen kritischen Aktionären anders gesehen.
Cryan sieht die Bank nach dem turbulenten Jahr 2016 wieder in ruhigem Fahrwasser. Die Zuversicht sei größer geworden. Man habe mit der Entscheidung, die Postbank zu integrieren, nun eine Aufstellung gefunden, die von Dauer sein werde. “In fast zwei Jahren haben wir viel gesät und gepflanzt. Jetzt geht es mehr und mehr darum, zu ernten”, erklärte John Cryan.
Die Aktien gaben heute in einem insgesamt schwachen Marktumfeld um 0,5 Prozent auf 16,77 Euro nach.



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