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Kolumnist: Finanztrends.info

Trotz Trumps Sabotageakts: Märkte glauben an weiteres Konjunkturpaket!




12.10.20 07:40
Finanztrends.info

„Der Präsident befindet sich derzeit in einem, sagen wir mal, veränderten Zustand.“ Mit diesem Satz legte Nancy Pelosi, die demokratische Sprecherin des Repräsentantenhauses, vergangene Woche nahe, was derzeit viele Beobachter in Washington glauben: Das Urteilsvermögen von Donald Trump scheint beeinträchtigt durch den Medikamenten-Cocktail, den der Covid-19-Patient zurzeit einnimmt.


Der Grund für diese Einschätzung: Er hat die Verhandlungen über ein neues Corona-Hilfspaket gestoppt – völlig abrupt, sodass Medienberichten nach selbst Berater im Weißen Haus überrascht waren. Pelosi würde nicht „in gutem Glauben“ verhandeln, twitterte Trump nur einen Tag, nachdem er aus dem Krankenhaus entlassen wurde.


„Unmittelbar nach seinem Sieg“ werde er finanzielle Unterstützungen anschieben, die sich auf arbeitende Amerikaner und Kleinunternehmen konzentrieren, fügte er via Twitter hinzu. Diese Verknüpfung des Hilfspakets mit der Wiederwahl empörte die Demokraten naturgemäß: Er hätte „Millionen von Amerikanern, die ihren Arbeitsplatz verloren haben, den Rücken zugekehrt“, so Biden, und seine politischen Interessen über jene des Landes gestellt.


Seit Wochen streiten sich die politischen Lager bereits um neue Finanzhilfen für die US-Wirtschaft. Die Republikaner haben ein Paket in Höhe von 1,6 Billionen US-Dollar vorgeschlagen, für die Demokraten sollen es mindestens 2,2 Billionen Dollar werden. Letztere drängten zudem auf höhere Ausgaben für besonders von der Pandemie betroffene Bundesstaaten und Städte. Das lehnten die Republikaner jedoch ab. Sie wollen Arbeitgebern stattdessen weitgehende Immunität gegen Corona-Klagen einräumen, was wiederum die Demokraten nicht akzeptieren wollen.


Wirtschaftliche Erholung verliert an Schwung

Nur wenige Stunden vor Trumps Ankündigung hatte sich US-Notenbankchef Jerome Powell für weitere Konjunkturpakete ausgesprochen. Die Erholung werde „schneller und stärker“ verlaufen, wenn Geld- und Fiskalpolitik Hand in Hand arbeiten, „bis die Wirtschaft aus dem gröbsten raus ist“. Wie wichtig diese Abstimmung in der jetzigen Lage ist, konnten Sie bereits vor drei Wochen im X-Faktor nachlesen.


Im Laufe dieser Woche werden in den Staaten neue Konjunkturindizes veröffentlicht, sowie weitere Daten über Einzelhandelsumsätze und Verbrauchervertrauen. Sie werden voraussichtlich zeigen, dass die Erholung bereits jetzt deutlich an Schwung verliert. In bestimmten Sektoren schwinden seit dem Frühjahr massiv Arbeitsplätze; Gastronomie, Tourismus und Kultur droht eine dauerhafte Flaute. Ohne weitere Anreize der Regierung wird sich das Wachstum noch weiter verlangsamen. Dann droht, was Ökonomen eine Double-Dip-Rezession nennen: Die Konjunktur wird nach wenigen Monaten erneut unter die Nulllinie abtauchen.


Seit März hat der US-Kongress Konjunkturhilfen im Wert von 3 Billionen Dollar verteilt, was mehr als zehn Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes entspricht. Dass sich die massiv eingebrochene US-Wirtschaft bislang zumindest teilweise erholt hat, liegt in weiten Teilen am größten Konjunkturprogramm in der Geschichte Amerikas. Trumps vorläufige Absage für weitere Hilfen trifft die USA nun in einer fragilen Phase. Anders wie in den meisten Industrienationen ist das Coronavirus völlig außer Kontrolle geraten. Die Wirtschaft brach historisch ein, wobei über 10 Millionen Jobs im Vergleich zum Frühjahr verloren gegangen sind.


Verschoben, nicht aufgehoben

Die Finanzmärkte sind die Geisel dieses Streits zwischen den beiden politischen Lagern. Das Weiße Haus sendet ihnen wieder verunsichernde Signale. Direkt nach Trumps Ankündigung drehte der Dow Jones von 200 Punkten Gewinn auf ein Minus von 300 Zählern. Der twitternde Präsident hatte den Anlegern jedoch nur kurz einen Schrecken eingejagt; der befürchtete Crash ist ausgeblieben. Denn an der Börse gehen die meisten davon aus, dass die Hilfen verschoben und nicht aufgehoben sind. Die Investoren stimmen sich dabei immer mehr darauf ein, dass Biden im Januar zum 46. Präsidenten vereidigt wird und ein großes Konjunkturpaket bringen wird.


Jüngste Umfragen bestätigen die Einschätzung der Anleger. Trump liegt bundesweit im Schnitt mit neun Prozentpunkten hinten. Der Präsident verliert demnach immer weiter an Zustimmung, momentan vor allem bei Frauen und Senioren.


Indem er nun mögliche Finanzhilfen für Millionen von US-Bürgern sabotiert hat, erwies er sich und seiner Partei einen Bärendienst. Neben dem Präsidentenamt steht am 3. November auch die Mehrheit im so wichtigen Repräsentantenhaus auf dem Spiel. In diesem Zusammenhang bezeichnete die republikanische Senatorin Susan Collins die Entscheidung zur Beendigung der Gespräche als “großen Fehler”. Corona-Medikamente hin oder her – auch aus den eigenen Reihen zweifeln mehr und mehr Vertreter am Urteilsvermögen des Präsidenten.





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