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Kolumnist: Feingold-Research

Telekom, Telefonica und Co. – die Welt träumt von 5G




15.02.21 11:18
Feingold-Research

Träumen Sie auch schon von einer Welt, in der ihr Kühlschrank selbstständig einkauft und bezahlt oder das Auto autonom zum Ziel fährt? Die 5G-Zukunft eröffnet ganz neue Möglichkeiten, von der auch Anleger profitieren können.

Jeder hat mit Funklöchern in Deutschland schon Erfahrung gemacht, nicht selten auch an Orten, wo schnelles Internet eigentlich Selbstverständlichkeit sein sollte. Wer hofft, mit der neuen 5G-Technologie davon nicht mehr betroffen zu sein, freut sich zu früh. Weiße Flecken wird es auch weiterhin geben, die Bedeutung des neuen Mobilfunkstandards liegt ohnehin in ganz anderen Bereichen, die gerade für Anleger viel Fantasie bieten.


Gegenüber dem aktuellen 4G-Standard ist die Nachfolgegeneration mit Geschwindigkeiten von 10 Gigabit pro Sekunde etwa 100-mal schneller. Wer sich einen Film von zwei Stunden Spieldauer herunterladen möchte, brauchte bisher vor allem Nerven und etwas Zeit. Künftig beginnt das Vergnügen nach wenigen Sekunden. „Doch die Bedeutung geht weit über die boomenden Streaming-Möglichkeiten für den privaten Nutzer hinaus“, meint Carlo Alberto de Casa, Chefanalyst beim britischen Broker Activtrades. 5G sei die Voraussetzung für das sogenannte „Internet der Dinge“. „Künftig sind nicht nur Telefone und Computer miteinander verbunden, sondern auch Roboter, Autos und alle Geräte, die Sensoren haben und an das Internet angeschlossen sind“, sagt de Casa.


Digitale Infrastruktur mit 5G aufbauen

Ineffizienzen werden beseitigt, durch die engere Vernetzung eröffnen sich neue Möglichkeiten. Intelligente Städte der Zukunft optimieren über das Internet der Dinge ihren Energieverbrauch sowie die komplette Infrastruktur. Autonome Fahrzeuge kommunizieren über die 5G-Technologie miteinander, was sich im Idealfall positiv auf die Unfallstatistiken auswirkt und zu Zeitersparnis führt. Der Kühlschrank weiß nicht nur, welche Lebensmittel fehlen, sondern kann auch selbstständig Bestellungen aufgeben und bezahlen.


Zugegeben: Die Beispiele sind noch Zukunftsmusik und auch die Risiken einer solchen Entwicklung sind nicht zu unterschätzen. Anders als die Vorgängerversionen 2G, 3G und LTE könnte 5G allerdings wirklich unser Leben zumindest langfristig grundlegend verändern. Mit der Möglichkeit, bisher unvorstellbare Datenübertragungen und Fähigkeiten zu nutzen, stellt die neue Generation die Basis dar für zahlreiche neue Geschäftsfelder.


Anleger haben nun verschiedene Möglichkeiten an dem 5G-Trend zu partizipieren. Die Bank Vontobel bietet ein Indexzertifikat (WKN VA9H37) auf einen 5G-Index, der Unternehmen aus ganz verschiedenen Branchen umfasst. Neben den USA sind auch zahlreiche Unternehmen aus Südkorea und Japan enthalten. Im Gegensatz zu einem Aktienkauf ist hierbei das Risiko breit auf zahlreiche Unternehmen verteilt. Die Jahresgebühr beträgt 1,2 Prozent. Mutige Anleger kaufen Turbos auf die Einzeltitel etwa wie Deutsche Telekom. Die Papiere mit der WKN CL9UCT (Société Générale) und DFD2E9 (DZ Bank) sind mit einem Multiplikator von 5 beziehungsweise 3 moderat gehebelt.


T-Mobile mit erfolgreicher Strategie

Der Ball liegt nun bei den Mobilfunkbetreibern. Neben den technischen Voraussetzungen müssen sich die Konzerne vor allem überlegen, wie Sie Mehrwert für den Kunden generieren, damit dieser die neuen Leistungen auch nutzen wird. In Amerika zeigte die Telekom-Tochter T-Mobile US in den vergangenen Jahren, wie man erfolgreich einen etablierten Markt aufrollt. Dank der Fusion mit Sprint steht nun ein breiter Frequenzbereich zur Verfügung. Zusammen mit den neuen Mobilfunkstandard 5G hat der Konzern sehr gute Karten, die beiden Platzhirsche Verizon und AT&T anzugreifen. Aber auch Unternehmen wie der Halbleiterhersteller Qualcomm dürften profitieren.


In Europa schließen sich Deutsche Telekom AG, Orange, Telefónica und Vodafone zusammen, um gemeinsam die Funkzugangstechnologien zu vereinfachen. Heißt konkret: Die bisher geschlossenen und herstellergebundenen RAN-Netze werden durch flexiblere und zukunftsweisende Open-RAN-Lösungen ersetzt. Künftig müssen nicht mehr teure Umrüstungen an den zahlreichen Basisstationen vorgenommen werden, sondern ein neuer Mobilfunkstandard wie 5G wird via Software-Update aufgespielt. Dies spart Kosten und weckt viel Fantasie.



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