Kolumnist: Björn Junker

Taruga Minerals: Kobaltvererzung und neue Kupferzonen nachgewiesen




12.07.18 11:10
Björn Junker

Erst vor Kurzem hatten wir den Lesern von GOLDINVEST.de die Aktie des australischen Kobalt- und Kupferexplorers Taruga Minerals (WKN A1JR5G / ASX TAR) vorgestellt, der über sehr vielversprechende Liegenschaften in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) verfügt. Dort läuft derzeit ein Kernbohrungsprogramm, zu dem es nun ein interessantes Update gibt.


Es geht um die Projekte Mwilu und Kamilombe, die innerhalb der innerhalb der Kolwezi-Klippe im zentralafrikanischen Kupfergürtel liegen, die viele der größten bekannten Kupfer- und Kobaltlagerstätten in der südwestlichen DRK sowie in Sambia beherbergt. Schlitzproben und Bohrungen haben bereits bestätigt, dass Mwilu und Kamilombe das Potenzial besitzen, hochgradige Kobaltvererzung und eher niedrighaltige Kupfervererzung zu enthalten. Taruga ist nun damit beschäftigt, als Teil einer Due Diligence, die Ergebnisse historischer Bohrungen zu bestätigen.


Dazu hat man auf Kamilombe mittlerweile fünf Kernbohrungen (Gesamtlänge 999,3 Meter) und auf Mwilu bereits sechs Kernbohrungen (Gesamtlänge 857 Meter) durchgeführt. Mit der laufenden siebten sowie zwei weitere Kernbohrungen auf Mwilu sind die Bohrprogramme dann abgeschlossen.


Taruga hat bereits 1.322 halbierte Bohrkernproben zur Probenaufbereitungsstätte der ALS Global in Lubumbashi, DRK, geschickt und die Proben aus der ersten Kernbohrung auf Kamilombe wurden bereits an das Analyselabor von ALS Global in Südafrika weitergeleitet. Das Unternehmen rechnet damit, erste Ergebnisse innerhalb der nächsten Wochen vorliegen zu haben.


Die Bohrungen des Programms auf Kamilombe spiegeln historische Bohrungen von KCC/Gecamines (staatliche Minengesellschaft der DRK) und decken eine mögliche Streichlänge von 1.000 Metern ab. Ziel von Taruga ist es, die bereits bekannten Ergebnisse besser verstehen zu können.


Dabei zeigten die Ergebnisse einer vorläufigen Untersuchung der Proben aus der ersten Bohrung (KMDD001) mit einem Niton XRF-Gerät, eine obere 30 Meter (!) mächtige Zone mit Kobaltvererzung auf. Auf dem gleichen Niveau wie sie auch von KCC/Gecamines definiert wurde. Gleichzeitig wies Taruga vier weitere Kupfervererzungszonen nach. Zwei davon, die insgesamt eine Mächtigkeit von ca. 35 Metern aufwiesen, hatte KCC/Gecamines zuvor nicht angetroffen!


Das Unternehmen entschloss sich, die Informationen zu den Gehalten der Bohrkernproben aus der Niton-Messung vorerst nicht zu veröffentlichen, da diese zwar wie gesagt eine Vererzung aufzeigten, aber hohe Schwankungen (vermutlich auf Grund hoher Eisengehalte) aufwiesen, sodass eine seriöse Schätzung nach Ansicht von Taruga nicht möglich war. Stattdessen müssen sich Taruga und seine Aktionäre nun gedulden, bis die genauen Ergebnisse aus Südafrika vorliegen.


Die restlichen vier Bohrungen auf Kamilombe zeigen stratigrafische Ähnlichkeit mit den bekannten Bohrungen. Es gibt aber leichte Abweichungen, die Taruga auf Verwerfungen zurückführt und die in den Bohrkernen leicht zu identifizieren waren. Schwarze Oxide und anomale Niton-Ergebisse der Stichproben traten an den erwarteten Stellen auf.


Auch hier wurden alle Proben an das Labor in Lubumbashi geschickt, von wo aus eine repräsentative Pulverprobe aus jeder Bohrkernprobe zur Analyse an das Labor in Südafrika geschickt wurde. In drei bis vier Wochen, so das Unternehmen, sollten alle Ergebnisse vorliegen.


Schnelle Kleinproduktion im Fokus


Auf Mwilu hat Taruga bislang vier kurze Bohrungen durchgeführt, um nahe der Oberfläche auftretende Kobaltgehalte in den Lithologien der Mines-R2-Serien zu überprüfen, die in zwei Höhenzügen auf Mwilu aufgeschlossen sind. Mit diesen Bohrungen will man das Möglichkeit einer schnellen, oberflächennahen Produktion – in kleinem Umfang – bewerten.


Und mit den zwei Kernbohrungen, die auf den nördlichen Höhenzug abzielten, durchteufte Taruga auch eine vererzte Stratigrafie der unteren R2-Mines-Serie, bevor eine große Überschiebung angetroffen wurde. Zwei Kernbohrungen, die unterhalb des südlichen Höhenzuges niedergebracht wurden, zeigten, dass eine vererzte Mines-R2-Serie durch die Überschiebung verdoppelt wurde. Das bedeute, so das Unternehmen, dass sie möglicherweise eine mächtige Vererzungszone beherbergen könnte.


Zudem teilte Taruga mit, dass alle Bohrungen unterschiedliche Mengen schwarzer Oxide zeigten, die möglicherweise Heterogenit, also Kobaltmineral, enthalten. Darüber hinaus wurde Kupfer in Form von Malachit bei einigen Bohrungen in der Tiefe, insbesondere entlang der Verwerfungszonen, beobachtet. Mit den zwei noch ausstehenden Bohrungen, die im Abstand von 200 Metern durchgeführt werden, testet Taruga die potenzielle Vererzung in der Tiefe im Süden des südlichen Höhenzuges auf Mwilu.


Die Proben der ersten drei Mwilu-Bohrungen sind bereits bei ALS Global in Lubumbashi und werden nach der Vorbereitung ebenfalls zur Analyse nach Südafrika geschickt. Die Ergebnisse erwartet Taruga in ca. vier Wochen.


An der australischen Börse kamen die heutigen News nicht wirklich gut an. Wir gehen aber davon aus, dass es sich bei den Verkäufern um kurzfristig orientierte Anleger und Daytrader handelte, die gehofft hatten, schon erste Kobalt- und Kupfergehalte aus der Niton-Analyse zu erfahren und nun nicht warten wollen, bis die Resultate der Laboranalysen vorliegen.


Unserer Ansicht nach hat Taruga die richtige, seriöse Entscheidung getroffen, indem man auf die Ergebnisse aus Südafrika wartet. Zumal die Entdeckung einer 30 Meter mächtigen Kobaltvererzungsschicht sowie von zwei bisher nicht bekannten Kupfervererzungszonen auf Kamilombe sehr vielversprechend klingt. Den aktuellen Kurs von 0,195 AUD pro Taruga-Aktie betrachten wir deshalb als Möglichkeit für spekulative Anleger, die sich des hohen Risikos bewusst sind, eine Position aufzubauen. Zumal das Unternehmen erst kürzlich die letzte Finanzierung durch eine Gruppe strategischer Investoren bei 0,21 AUD durchführte.


Wir werden Taruga Minerals auf jeden Fall auch zukünftig genau im Auge behalten.



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