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Kolumnist: Finanztrends.info

Steinhoff – na endlich!




14.10.20 06:46
Finanztrends.info

Die Steinhoff International Holdings N.V. (kurz „Steinhoff“) hatte am 27. Juli in den Rechtsstreitigkeiten aufgrund des Bilanzskandals den Prozessgegner einen Vergleich vorgeschlagen.


Das ist ein auch für die Steinhoff-Aktionäre wichtiger Punkt – denn schließlich stehen beachtliche Forderungen der Prozessgegner im Raum und die Rechtsstreitigkeiten binden natürlich Ressourcen von Steinhoff. Ressourcen (Personal und liquide Mittel), die Steinhoff natürlich lieber in die Restrukturierung und die Verbesserung des operativen Geschäfts der Tochtergesellschaften stecken könnte.


Deshalb habe ich den vorgeschlagenen Vergleich von Steinhoff mit Interesse verfolgt. Deren Angebot fand ich durchaus nachvollziehbar. Sinngemäß lautete es: Wir haben selbst wenig Cash, wollen uns aber gerne einigen. Wir bieten deshalb an, einen bedeutenden Teil in Aktien einer unserer Beteiligungen zu bezahlen. (Allerdings nur mit so viel Aktien, dass wir da noch knapp die Mehrheit halten.)


Das erspart auch euch die Unsicherheit, wie der weitere Rechtsstreit ausgehen könnte. Wir legen das Angebot auf den Tisch, nehmt es gerne und die Sache ist erledigt.


So sinngemäß das Angebot von Steinhoff – recht sympathisch, wie ich finde.

Es geht da um einen Großteil der Rechtsstreitigkeiten wegen des Bilanzskandals (indes nicht um komplett alle Rechtsstreitigkeiten, wie ich es verstanden habe). Seitdem wartete ich auf eine Neuigkeit von Steinhoff zum Vergleich. Und wartete. Und wartete.


Inzwischen – na endlich – gab es ein Update dazu von Steinhoff. Die Meldung dazu mit dem Titel „Update on Steinhoff Global Settlement“ findet sich auf der Internetseite von Steinhoff.


Da heißt es zunächst einmal sinngemäß, dass Steinhoff seit der Ankündigung im Juli mit den Prozessgegnern, deren Anwälten, mit Gläubigern und „anderen relevanten Parteien“ („other relevant parties“) in aktiven Diskussionen gewesen sei. Das übliche Blabla solcher Investor Relations Mitteilungen.


Es sei komplexer und zeitraubender gewesen als ursprünglich gedacht, so Steinhoff. Sprich: Die Prozessgegner haben keineswegs freudestrahlend eingeschlagen.


Es habe jetzt aber wirkliche Fortschritte („real progress“) gegeben. Also eine Einigung? Keineswegs. Große Fortschritte habe es gegeben im Hinblick auf eine Klarstellung der Kernpunkte.


Es seien noch weitere Arbeiten notwendig, darunter auch die Zustimmung bestimmter Gegner, die bisher noch nicht zugestimmt haben – so heißt es weiter sinngemäß. Es geht deshalb weiter mit den Verhandlungen.


Der CEO von Steinhoff meinte dazu, dass der Vergleich für Steinhoff „top priority“ habe.


Doch das Update stellt im Grunde nur klar, dass es noch nichts klarzustellen gibt. Harte Verhandlungen, fehlende Zustimmung von Prozessgegnern – bisher. Ob die strikt ablehnen oder pokern, um noch mehr rauszuholen – aufgrund der Mitteilung von Steinhoff kann ich das nicht beurteilen.


Da würde ich gerne mal in die Verhandlungen reinhören oder noch besser in die internen Besprechungen der Steinhoff-Prozessgegner. Da das zumindest für mich nicht geht, heißt es hier: Also weiter warten.





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