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Kolumnist: Stefan Hofmann

Sollten Sie sich beim Trading auf einen Markt beschränken?




07.05.18 12:01
Stefan Hofmann

hr Trading auf einen Markt zu beschränken, wird wahrscheinlich nicht die beste Wahl sein. Hier nenne ich Ihnen ein paar Gründe dafür: 


Sie dürfen nicht unter Druck traden. Handeln mit Futures setzt voraus, wählerisch zu sein, und nur die besten, eindeutigsten Trades in einem liquiden, nicht übermäßig volatilen Markt herauszupicken. 


Die Meinung, jeden Tag einen bestimmten Ertrag mit dem Trading verdienen zu müssen, oder einen vorangegangen Tag hereinholen zu müssen, ist blanker Unsinn. Jeder Tag ist ein eigener Tag und muss für sich selbst betrachtet werden. 


Trading ist keine Festanstellung. Wenn Sie eine Festanstellung wollen, dann gehen Sie hinaus und suchen Sie sich eine. Trading muss gemächlich erledigt werden, mit reichlich Zeit dazwischen, in welcher Sie überhaupt nicht traden. Sie können unmöglich immer in Hochform sein, während Sie dasitzen und auf einen Bildschirm schauen. Die Profis traden typischerweise nur eine kurze Zeit des Tages, üblicherweise während der Handelseröffnung und dann wieder zum Handelsschluß. 


Das ist der Grund, warum sie solange dabei sind. Diejenigen, die im Markt bleiben, weil sie als Marketmaker auftreten, traden nur dann ihr eigenes Geld, wenn sie Ihnen mehrmals am Tag ein paar Ticks abnehmen können. Ansonsten bleiben sie auf der Seitenlinie und warten darauf, Aufträge von außen auszuführen, was sie nach ihrem Empfinden tun müssen. 


Es kann von Vorteil sein, Positionstrading in verschiedenen Märkten zu betreiben, dabei den Wochenchart zu verwenden und anhand des Tagescharts einzusteigen. Wenn Sie dabei sind, ein Trader zu werden, dann müssen Sie lernen, überall zu traden, und immer dahin zu gehen, wo Geld zu verdienen ist. Wenn Sie sich an einem einzigen Markt festhalten, dann werden Sie solche Perioden, in denen nichts passiert, geduldig aussitzen müssen.
 


Es ist nicht das erste Mal in meinem Leben, dass es nicht leicht für mich war, Daytrading in einem bestimmten Markt zu betreiben. Ich habe Märkte erlebt, die länger als ein Jahr quasi nicht handelbar waren. Irgendwann wurden sie wieder handelbar. Während der Perioden, in welchen ein Markt nicht handelbar ist, muss ich mich, wenn ich Daytrading betreiben will, woanders umschauen. 

Es gab andere Perioden, in welchen ich überhaupt nicht traden konnte. Ich möchte eine Geschichte wiederholen, die ich in vielen Seminaren erzählt habe. 


Es gab eine Zeit in den frühen Siebzigern, (ja, das waren die alten Zeiten, bevor es Daytrading gab), als ich nur einen Trade in einem ganzen Jahr ausführen konnte. Er kam im November und hat mir das einzige Geld in jenem Jahr eingebracht. Im darauf folgenden Jahr konnte ich wieder traden, aber dann wurden die Märkte wieder sehr schwierig zu handeln, und viele Trader verschwanden einfach vom Markt und gingen Pleite. Das ist das Leben eines Traders. Das ist der Grund, warum ich lernen musste, zu traden, was ich kann, wo ich kann, und wann ich kann. Das Trading selbst kann saisonabhängig sein. Es gibt Trockenperioden von Zeit zu Zeit.


Quelle: Ross-Trading

Der Autor stellt hier lediglich Informationen zur Verfügung, es erfolgt keine Anlageberatung, Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Vermögensanlagen. Anlagegeschäfte beinhalten Risiken, so dass die Konsultierung professioneller Anlagenberater empfohlen wird. Wir möchten in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass ein Engagement in Aktien (auch Hot Stocks oder Penny Stocks), Zertifikate, Fonds oder Optionsscheine zum Teil mit erheblichen Risiko verbunden. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals kann nicht ausgeschlossen werden.

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